Mehr als 47.000 Opfer von Genitalverstümmelung in Deutschland


Symbolbild. Migration bringt auch das Problem der Genitalverstümmelung nach Europa. – (c) APA/AFP/FRANCOIS NASCIMBENI (FRANCOIS NASCIMBENI)
Symbolbild. Migration bringt auch das Problem der Genitalverstümmelung nach Europa. – (c) APA/AFP/FRANCOIS NASCIMBENI (FRANCOIS NASCIMBENI)
Eine Studie des deutschen Familienministeriums zeigt, dass viele Töchter von Migranten von Genitalverstümmelung bedroht sind. Deutsches Recht verbietet diese Tortur auch im Ausland.

Die Presse.com

In Deutschland leben schätzungsweise rund 47.300 Opfer weiblicher Genitalverstümmelung. Das geht aus der ersten Studie zur nationalen Verbreitung dieses Phänomens hervor, die das deutsche Familienministerium am Montag vorgestellt hat. Ihre Zahl stieg im Zuge der Aufnahme zahlreicher Flüchtlinge seit Ende 2014 um etwa ein Drittel, wie aus der Untersuchung hervorgeht.

Laut der Studie sind in Deutschland zwischen 1558 und 5684 Töchter von Migranten von Genitalverstümmelung bedroht. Nach deutschem Recht ist diese Tortur auch dann strafbar, wenn sie im Ausland vorgenommen wird. Verbreitet ist diese Praxis etwa in Ägypten, Eritrea, Somalia, Äthiopien, Mali und dem Irak. Dabei wird die Klitoris ganz oder teilweise amputiert. In einigen Ländern werden auch die Schamlippen abgetrennt.

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