Was bedeutet das Böhmermann-Urteil für deutsche Satire?


 Mit ihrer Entscheidung gaben die Richter einer Klage des türkischen Präsidenten in Teilen statt. (Foto: dpa)
Mit ihrer Entscheidung gaben die Richter einer Klage des türkischen Präsidenten in Teilen statt. (Foto: dpa)
  • Strittige Passagen mit sexuellem Bezug und sonstigen Schmähungen bleiben verboten. So lautet die Entscheidung des Hamburger Landgerichts im Zivilverfahren gegen Jan Böhmermann.
  • Mit ihrer Entscheidung bleiben die Richter ihrer Linie treu. Im April hatten sie das Gedicht bereits in Teilen verboten.
  • Böhmermanns Anwalt Christian Schertz bedauert die Entscheidugn: „Offenbar war die Kammer von ihrer eigenen Vorentscheidung gefangen und hat leider die Frage der Kunstfreiheit nicht genügend berücksichtigt.“

Von Annette Ramelsberger, Carolin Gasteiger | Süddeutsche.de

Jan Böhmermann darf strittige Teile seines Schmähgedichts nicht weiter verbreiten. Das verkündete das Hamburger Landgericht am Freitag.

Demzufolge ist es dem Satiriker untersagt, Passagen mit sexuellem Bezug und sonstigen Schmähungen zu wiederholen. Sonstige harmlosere Passagen sind laut der Entscheidung im Hauptsacheverfahren aber weiterhin erlaubt, etwa die Zeile: „Sackdoof, feige und verklemmt / Ist Erdoğan der Präsident.“

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