Die arktische Tiefsee hat ein Müllproblem


Abfälle belasten etwa auch das Territorium der Eisbären. – (c) APA/AFP/European Geosciences Union (Mario Hoppmann)
Abfälle belasten etwa auch das Territorium der Eisbären. – (c) APA/AFP/European Geosciences Union (Mario Hoppmann)
Seit 2002 beobachten Forscher zwischen Grönland und Spitzbergen den Meeresboden. Das Ergebnis: 2500 Meter unter der Oberfläche finden sich Glas, Plastik und Fischernetze.

Die Presse.com

Wissenschafter warnen vor einer zunehmenden Vermüllung der arktischen Tiefsee. Glas, Plastik und Fischernetze – all das findet sich 2500 Metern unter der Meeresoberfläche. Binnen eines Jahrzehnts stieg die Mülldichte dort stark, wie eine Langzeitmessung der Forscherinnen Mine Banu Tekmann und Melanie Bergmann vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven ergab.

Seit 2002 beobachteten sie an zwei Messpunkten in der Framstraße zwischen Grönland und Spitzbergen mit einem ferngesteuerten Kamera-System den Meeresboden. Auf 7058 Fotos entdeckten sie dabei 89 Müllteile. Hochgerechnet führte das im Untersuchungszeitraum von 2002 bis 2014 zu einem Durchschnittswert von 3485 Müllteilen pro Quadratkilometer. Der Höchstwert lag 2014 bei 6333 Müllstücken.

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