Atheism or Non-Theism?

Excerpt from The Secular Outlook: In Defense of Moral and Political Secularism, by Paul Cliteur (Wiley-Blackwell, 2010). Reprinted with permission from the author.

By Paul Cliteur | Church and State

From Chapter 1: Atheism, Agnosticism, and Theism

Atheism or Non-Theism?

In other words, atheism seems to be superior to agnosticism. Does that mean that atheism is the best position? In a certain sense it is. Atheism in the sense defined before is highly defensible. The only problem is, hardly anybody follows the semantic convention that I, following Nagel and others, have proposed. In popular parlance atheism is associated with all kinds of negative ideas and attitudes, especially due to the way it can be defended (and undoubtedly has been defended). Atheists have a reputation for being arrogant, militant, missionary, zealous, and also impolite if not rude. For that very reason George Jacob Holyoake coined the word “secularism.”

George Jacob Holyoake (1817-1906) is most famous nowadays for his trial on the grounds of “blasphemy.”[183] During one of his lectures in Cheltenham he was confronted with a question from the audience about man’s duty to God. Holyoake’s response was that England was too poor to have a God. So it would not be a bad idea to put Him on “half pay.” For this remark he was convicted of blasphemy and sentenced to six months in jail. After his release he returned to Cheltenham. There he reiterated the exact words that had gotten him into trouble the first time.

Less well known is the fact that Holyoake coined the word “secularism.” He did this because he was convinced that “atheism” was in bad repute. He defined secularism as concern with the problems of this world. He summarized his position in the following words:

(1) Secularism maintains the sufficiency of Secular reason for guidance in human duties. (2) The adequacy of the Utilitarian rule which makes the good of others, the law of duty. (3) That the duty nearest at hand and most reliable in results is the use of material means, tempered by human sympathy for the attainment of social improvement. (4) The sinlessness of well-informed sincerity. (5) That the sign and condition of such sincerity are – Freethought – expository speech – the practice of personal conviction within the limits of neither outraging nor harming others.[184]

Holyoake may have been a learned man but he did not possess the gift of making snappy phrases. Nevertheless, in one respect he was right: the concept of “atheism” is hopelessly tainted with negative images, and any author who wants to put this epithet on the banner advertising his lifestyle is confronted with almost insurmountable difficulties. He is constantly obliged to explain his use of the term “atheism” while his audience reacts by saying: “All right, but is not atheism also …?” And then the whole litany against atheism starts all over again: isn’t it a bit arrogant to pretend to know that God does not exist? (Answer: the atheist does not proclaim that God does not exist, he affirms that the reasons to believe in his existence are inadequate.) Why are people not allowed to believe in God? (Answer: atheists are not against free speech or against freedom of conscience or freedom of religion; they only claim the right to disagree with anyone who affirms the existence of God.) Isn’t atheism a bit arrogant? (Answer: atheism is no more arrogant than agnosticism or theism. The “arrogance” is not in the position itself, but in the way that people hold their opinions: that is, if people are dogmatic or not willing to discuss their views. Atheists are usually fond of discussions.)[185]

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Geert Wilders setzt Koran mit „Mein Kampf“ gleich

Screenshot: bb
Screenshot: bb
In einem Monat wählen die Niederlande ein neues Parlament. Rechtspopulist Geert Wilders hat die Chance, als Sieger hervorzugehen. In einem TV-Interview erklärt er so ausführlich wie provokant seine Ziele.

DIE WELT

Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders will sich nach einem Wahlsieg seiner Partei im März für ein weitgehendes Verbot des Islam in seinem Land starkmachen. „Die islamische Ideologie ist womöglich noch gefährlicher als der Nationalsozialismus“, sagte der Politiker im niederländischen Fernsehen am Sonntag in Den Haag. Er forderte erneut ein Verbot des Korans und die Schließung der Moscheen.

Es war das erste große TV-Interview des Rechtspopulisten vor der Parlamentswahl am 15. März. Nach Umfragen kann seine Partei für die Freiheit (PVV) mit rund 20 Prozent stärkste Kraft werden. Die meisten etablierten Parteien lehnen jedoch eine Zusammenarbeit mit ihm ab.

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Sexueller Missbrauch von Heimkindern – Aufklärung verzögert sich

 dpa/Daniel Naupold Das Kinder- und Jugendheim „Hoffmannhaus“ der Brüdergemeinde Korntal.
dpa/Daniel Naupold Das Kinder- und Jugendheim „Hoffmannhaus“ der Brüdergemeinde Korntal.
Der Vorwurf wiegt schwer: Sexueller Missbrauch von Heimkindern. Seit Jahren hoffen Betroffene auf Klärung und eventuelle Wiedergutmachung. Die Bemühungen um einen Aufklärer sind vorerst gescheitert.

FOCUS ONLINE

Im Ringen um die Aufarbeitung von Missbrauchsfällen in Heimen der evangelischen Brüdergemeinde Korntal (Kreis Ludwigsburg) haben sich die Fronten verhärtet. In einem mehrere Stunden dauernden Gespräch konnten sich Opfervertreter, die Brüdergemeinde und Mediatoren am Samstag nicht auf einen gemeinsamen Aufklärer einigen.

Man sei sich zwar grundsätzlich einig, doch habe der Widerspruch einer Mediatorin gegen den zunächst vorgesehenen Aufklärer eine Entscheidung im Konsens verhindert, berichteten Teilnehmer. Demnach führte die Mediatorin Elisabeth Rohr Medienberichte an, wonach der einzige Kandidat für das Amt, der Rechtsanwalt Ulrich Weber, in eine Korruptionsaffäre verwickelt sein könnte.

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Hinduistischer Nationalismus: Rassistische Attacken auf Christen und Muslime in Indien

Anhänger des indischen Ministerpräsidenten Modi bei einer Wahlveranstaltung in Ghaziabad im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh. Sie halten Flaggen der rechtskonservativen hindunationalen Bharatiya Janata Partei in die Höhe. (picture alliance / Siddhartha Kumar/dpa)
Anhänger des indischen Ministerpräsidenten Modi bei einer Wahlveranstaltung in Ghaziabad im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh. Sie halten Flaggen der rechtskonservativen hindunationalen Bharatiya Janata Partei in die Höhe. (picture alliance / Siddhartha Kumar/dpa)
Immer öfter werden Anhänger religiöser Minderheiten in Indien von Hindu-Nationalisten angegriffen. Den Ministerpräsidenten Narendra Modi scheint dies nicht zu stören. Im Gegenteil: Seine Politik spielt den Fundamentalisten in die Hände.

Von Ulrich Pick | Deutschlandfunk

Rund 70 Personen haben sich in einer provisorischen Kirche am Ortsrand von Raikja im indischen Bundesstaat Odisha versammelt. Was sie vereint, sind traumatische Erlebnisse als Angehörige einer religiösen Minderheit. Denn sie sind Opfer gewalttätiger Hindu-Fundamentalisten, sagt Pfarrer Nalin Kantenaik, der die Gemeinde betreut:

„Hier wohnen ausschließlich Christen und zwar Christen, die ihre ursprünglichen Dörfer verlassen haben, deren Familienmitglieder und Verwandte attackiert und umgebracht wurden. Sie haben ihr Eigentum verloren und sind daher sehr verängstigt.“

Indien galt bislang als Land der religiösen Toleranz

Galt Indien bislang als Land der religiösen Toleranz, so hat sich die Lage seit Mai 2014 deutlich verändert. Seitdem nämlich Ministerpräsident Narendra Modi und seine hindunationalistische BJP an der Macht sind, haben Übergriffe von Hindus auf Mitglieder anderer Religionen deutlich zugenommen. Immer wieder würden Kirchen und Moscheen in Brand gesetzt sowie Christen und Muslime gewalttätig angegriffen, berichtet Dibakar Parichha von der Menschenrechtsgruppe Citizen For Human Dignity And Development, der auch als Rechtanwalt am höchsten Gericht im Bundesstaat Odisha zugelassen ist.

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Marokko: Abschaffung der Todesstrafe für Abfall vom Islam

Samir Khalil Samir - RV
Samir Khalil Samir – RV
Hoffnung auf Glaubensfreiheit für Christen: Der Oberste Rat der Ulama, die Religionsgelehrten des Landes, hat den Abfall vom Islam neu ausgelegt. Nach der Neuinterpretation soll Apostasie nicht mehr mit dem Tod bestraft werden. Aus dem Dokument über die Neuauslegung geht hervor, dass Apostasie in dem kriegerischen Kontext der damaligen Zeit als politischer und nicht religiöser Verrat an der Gemeinschaft verurteilt wird.

Radio Vatikan

Für den Jesuitenpater Samir Khalil Samir ist die Entscheidung ein „sehr wichtiger Schritt“. Das äußert der Professor für Islamwissenschaften am Päpstlichen Orientalischen Institut in Rom in einem Interview mit der Nachrichtenagentur „Asia News“, das am Donnerstag veröffentlicht wurde. Nach dem Obersten Rat werde Abfall vom Islam im Jenseits bestraft, nicht aber im diesseitigen Leben, verrät der Islamwissenschaftler. Es gehe nun nicht mehr darum, das islamische Recht wörtlich auszulegen, sondern im aktuellen Kontext neu zu interpretieren. 

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Papst: Korruption kommt von „Dialog mit dem Teufel“

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Mit dem Teufel sollte man sich auf keinen Dialog einlassen – denn das führt nach Ansicht von Papst Franziskus letztlich zu Skandalen und Korruption. „Mit dem Teufel kann man keinen Dialog führen, sonst endet man wie Adam und Eva, nämlich nackt.“

religion.ORF.at

Stattdessen solle man bei Versuchungen und Einflüsterungen Satans auf Gott und seine Hilfe setzen, und sich klug und wachsam verhalten, sagte der Papst bei seiner Frühmesse am Freitag im Vatikan.

Der Teufel sei schlau und gewieft, ein „Meister des Betrugs“, ein „Vater der Lüge“, der den Menschen zu umgarnen und zu Eitelkeit, Hochmut und Gier zu verführen suche, so Franziskus in der Kapelle des Gästehauses „Santa Marta“.

Korruption beginnt im Kleinen

Korruption fange oft mit Kleinigkeiten an. „Wie viele korrupte Menschen, auch große Fische, gibt es in der Welt, deren Leben wir aus den Zeitungen kennen!“ Vielleicht hätten sie anfangs nur mit der Waage gemogelt, 900 Gramm statt einem Kilo abgewogen. Aber Schritt für Schritt falle man tiefer in die Sünde, in die Korruption.

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Interreligiöse Fakultät an der HU Berlin geplant

Bild. rbb24
Bild. rbb24
In Berlin soll offenbar eine neuartige, interdisziplinäre Theologische Fakultät errichtet werden. Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) am Samstag meldete, sollen an der Humboldt-Universität (HU) künftig islamische, katholische und jüdische Theologie in die bestehende, bislang ausschließlich evangelische Theologische Fakultät eingebunden werden.

rbb24 PANORAMA

Ein Mitglied der Fakultät bestätigte dies auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). In der „FAZ“ heißt es, die Professoren der Theologischen Fakultät hätten in dieser Woche einstimmig beschlossen, bis Mitte April ein Konzept zu entwickeln, das eine Kooperation in Forschung und Lehre ermöglicht.

Bisher Institut für Islamische Theologie geplant

Damit greift die Fakultät nach Darstellung der Zeitung die Verpflichtung der Berliner rot-rot-grünen Koalition auf, dass bei den theologischen, weltanschauungs- und religionsbezogenen Studien „bestehende Regelungen und vorhandene Einrichtungen zukunftsorientiert ausgestaltet und weiterentwickelt werden“. Bislang ist bereits geplant, bis zum Wintersemester 2018/19 ein Institut für Islamische Theologie an der Humboldt-Universität einzurichten.

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Lammert dringt auf Änderung beim Wahlgesetz in letzter Minute

© dpa Der aktuelle 18. Deutsche Bundestag hat 630 Abgeordnete.
© dpa Der aktuelle 18. Deutsche Bundestag hat 630 Abgeordnete.
„So wie es jetzt ist, ist es nur schwer vertretbar“, sagt der Bundestagspräsident. Es geht um Überhangmandate und die Möglichkeit eines allzu aufgeblähten Parlaments.

Frankfurter Allgemeine

Können sich die Abgeordneten nicht auf eine Änderung im Wahlrecht einigen, droht im Herbst ein übergroßer Bundestag. Am Dienstag beraten die Fraktionsspitzen, es ist die letzte Gelegenheit für eine Einigung. Bundestagspräsident Norbert Lammert hofft deshalb noch auf eine Änderung im Wahlgesetz. „So wie es jetzt ist, ist es nur schwer vertretbar“, sagte er der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S.). „Es ist bemerkenswert, dass alle das Problem benennen und im nächsten Satz bedauern, dass sie nichts dagegen tun können. Tatsächlich fehlt es an politischem Willen.“

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Polizei ermittelt wegen Fake News im Vatikan

 Foto: AP/Alessandra Tarantino Ein Poster, das Papst Franziskus zeigt.
Foto: AP/Alessandra Tarantino. Ein Poster, das Papst Franziskus zeigt.
Das Sprachrohr des Vatikans, „Osservatore Romano“, wurde gefälscht. Hinter der Aktion werden Italiens politische Rechte und konservative katholische Kreise vermutet

kurier.at

Nicht einmal im Vatikan ist man dieser Tage vor Fake News sicher. Vor wenigen Tagen tauchte eine gefälschte Ausgabe des päpstlichen Sprachrohrs Osservatore Romano auf. Per anonymer E-Mail wurde diese an Kardinäle, Bischöfe, weitere Geistliche und „Ehrenleute“ gesendet, zitiert Kathpress mehrere italienische Medien. Hinter der Aktion werden Italiens politische Rechte und konservative katholische Kreise vermutet, die den Reformkurs von Papst Franziskus ablehnen. Konkrete Hinweise auf die Täter sind bisher nicht bekannt, Ermittlungen wurden bereits aufgenommen.

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„Besorgniserregende Sicherheitslage“ in französischen Atomkraftwerken

AKW Cattenom bei Nacht. Cattenom_022.jpg:Bild: Les Meloures/CC BY-SA-1.0
AKW Cattenom bei Nacht. Cattenom_022.jpg:Bild: Les Meloures/CC BY-SA-1.0
Immer wieder gibt es massive Probleme in französischen Atomkraftwerken, wie die Explosion in Flamanville gerade wieder gezeigt hat

Von Ralf Streck | TELEPOLIS

Es ist eigentlich mehr als bezeichnend, wenn sogar der Chef der französischen Atomaufsicht (ASN) kürzlich im Rückblick auf das vergangene Jahr von einer „besorgniserregenden Sicherheitslage“ in französischen Atomkraftwerken gesprochen hat. Noch aussagekräftiger ist, dass M. Pierre-Franck Chevet resümierte, die Lage sei „noch besorgniserregender als zu Beginn des Jahrs 2016“.

Dass es in Flamanville gebrannt hat und es eine Explosion gab, es gerade im grenznahen Cattenom zweimal gebrannt hat, zeigt die dramatischen Zustände in französischen Meilern an.

Der Atompark ist alt, gibt auch Chevet zu, der auch herausstreicht, dass es massive Probleme bei „allen Neubauten“ gibt. Beim Bau des neuen EPR in Frankreich flog am zentralen Sicherheitselement, dem Reaktordruckbehälter, der Skandal um Sicherheitszertifikate auf. Aber auch laufende Meiler haben fatale Probleme, die eigentlich niemand für möglich halten würde.

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Verschwörungstheorien: Glauben auf eigene Gefahr

montage: claudia machado Narrative funktionieren nur dann, wenn sie von Menschen für wahr gehalten werden.
montage: claudia machado Narrative funktionieren nur dann, wenn sie von Menschen für wahr gehalten werden.
Weil es sich ja um Geschichten handelt, muss es einen Glauben geben: Über die Magie der Weltverschwörungsnarrative. Von den „Protokollen“ zu den „Breitbart News“

Von Wolfgang Müller-Funk | derStandard.at

Wir leben in einem (neuen) Zeitalter von Verschwörungstheorien und üblen Nachreden. Die polarisierten Präsidentschaftswahlkämpfe in den USA und auch hierzulande (man denke nur an die Beschuldigung von Ursula Stenzel, Van der Bellens Vater sei den Nazis nahegestanden), die Weltwirtschaftskrise sowie die Migration nach Europa liefern ganze Sortimente hasserfüllter Legenden. Sarkastisch lässt sich aus medientheoretischer Sicht sagen, dass die sozialen Netzwerke insbesondere der ganz Rechten darin erstaunlich „leistungsfähig“ sind.

Bei einem Wahlkampfauftritt 2015 etwa widersprach der heutige Präsident Donald Trump nicht der Behauptung, Obama sei ein Muslim, der gar nicht in den USA geboren sei. Ein Drittel der republikanischen Wähler soll übrigens dieser Ansicht sein. Auf der Webseite political incorrect, die sich als proamerikanisch und proisraelisch definiert, war schon seit 2010 die Geschichte verbreitet worden, Obama habe dem damaligen ägyptischen Außenminister Ahmed Aboul Gheit in einem Vieraugengespräch gestanden, dass er Muslim sei. Antiislamische Verschwörungstheorien verbreitet auch das digitale Netzwerk Breitbart News (breitbart.com), das seinen Kommunikationsraum auf Deutschland und Frankreich ausweiten möchte. Für viele rechtsextreme und rassistische Netzwerke ist es eine ausgemachte Sache, dass mit der Migration eine weltweite Verschwörung im Gange ist, die auf die Vernichtung der weißen Rasse in Europa abzielt.

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Der „Prexit“ könnte Trumps nächstes Problem werden

Quelle: Infografik Die Welt
Quelle: Infografik Die Welt
Der US-Präsident sympathisiert offen mit Tendenzen, die EU zu zerschlagen. Doch nun will ein Territorium der USA über seine Zukunft abstimmen. Egal wie das Referendum ausgeht, es dürfte teuer werden.

Von Frank Stocker | DIE WELT

Puerto Rico heißt übersetzt „reicher Hafen“. Doch wohlhabend ist die karibische Insel mitnichten, zumindest nicht im Vergleich mit dem Rest der USA. Sie ist vielmehr de facto bankrott, kämpft derzeit mit der Frage, wie sie ihre Schuldenlast loswerden kann. Eine Lösung könnte darin liegen, den Status des US-Territoriums zu verändern – und genau dies soll über ein Referendum im Juni geschehen.

Seit dem 16. Jahrhundert war Puerto Rico spanische Kolonie. 1898, als Folge des Spanisch-Amerikanischen Krieges, fiel es jedoch an die USA. 1917 bekamen die Bürger zwar die US-Staatsbürgerschaft zugesprochen, damit die Männer der Insel in die Armee eingezogen werden konnten – der Erste Weltkrieg war an seinem Höhepunkt. Vollwertiger Bundesstaat wurde das Territorium jedoch nicht, die Einwohner dürfen daher bis heute auch nicht über Präsidentschaft und Kongressmitglieder mitbestimmen.

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The Future of Space Travel Depends on Varsha Jain, Space Gynecologist

Image: MOTHERBOARD
Image: MOTHERBOARD
She helps female astronauts deal with life in space, including what to do about their periods.

By Kate Lunau | MOTHERBOARD

NASA astronaut Peggy Whitson, who’s on the International Space Station right now, spent 377 days total in space prior to this mission—the most of any US woman. It’s a huge achievement. The reality is that very few women have done a long duration space mission (or flown into space at all). Of the 500-plus people who’ve flown into space since the dawn of manned space travel, in 1961, only about 11 percent have been women.

Dr. Varsha Jain is working to change that. She’s probably the rarest kind of doctor in the world: a „space gynecologist“ who specializes in understanding how women’s bodies respond to living in space, including what happens when you have your period in zero-G, and what astronauts who want to skip their periods can do to suppress it.

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USA: „Extreme Sicherheitsüberprüfungen“ statt Einreiseverbot

Foto: pexels / gemeinfrei
Foto: pexels / gemeinfrei
Die Schlappe im Rechtsstreit will Trump mit einem neuen Erlass kontern; Razzien und Festnahmen von illegalen Einwanderern aus lateinamerikanischen Staaten sorgen für „Panik und Ängste“

Von Thomas Pany | TELEPOLIS

Vom neuen US-Präsidenten wird vieles erwartet und vieles befürchtet. Seine Umsetzung von „America First“ hat große Aufmerksamkeit. Zuletzt durften sich die politischen Gegner freuen. Das große Projekt, die Immigrationspolitik spektakulär zu verändern, hat sich, was das Einreiseverbot von Personen aus „gefährlichen Staaten mit muslimischer Mehrheit“ anbelangt, hat sich im Rechtsstreit verfangen.

Gerichtsurteile haben dem harten Kurs des Präsidenten eine Schlappe beschert (USA: Trumps Einreiseverbot bleibt ausgesetzt). Beim Battle um die Publikumsgunst sieht es besser aus. Trump punktet laut Umfragen. Auch in Europa kann er auf große Sympathien für seine kantige Abschottungspolitik gegenüber Einwanderern zählen (Trumps Einreiseverbot in den USA und in Europa mehrheitsfähig).

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Die Zeit der Reformation

LutherLogo_50Die Zeit der Reformation ist in unserem historischen Bewusstsein ziemlich unterbelichtet. Das sollte sich nun ändern.

Von Martin Kugler | Die Presse.com

Kennen Sie Paul Speratus? Der ehemalige Salzburger Priester war 1522 – mit seiner Partnerin – auf der Durchreise in Wien und hielt am 12. Jänner im Stephansdom die erste reformatorische Predigt der Stadt (acht Tage später war er exkommuniziert). Nur den wenigsten wird wohl auch der Name Caspar Tauber etwas sagen: Dieser angesehene Wiener Bürger war wahrscheinlich der erste, der hierzulande für seine Lutherischen Überzeugungen starb – er wurde am 17. September 1524 enthauptet und verbrannt.

Dass Sie von diesen beiden Persönlichkeiten höchstwahrscheinlich noch nie etwas gehört haben – mir ging es jedenfalls so –, ist ein klares Zeichen, dass unser historisches Wissen recht lückenhaft ist. Wir kennen zwar viele Geschichten rund um Franz Joseph I. und Sisi, haben eine Ahnung von den Türkenkriegen, vom „letzten Ritter“ Maximilian I. und von Maria Theresia (s. S. 46). Doch so manche Epoche ist ziemlich ausgeblendet. Eine davon ist die Erste Republik, eine andere die Reformationszeit – oder wissen Sie viel über Kaiser Maximilian II.?

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Warum Rita Wiederhold ihrem Leben selbst ein Ende setzte

Rita Wiederhold litt an einer tödlichen Nervenkrankheit. Sie wollte nicht leiden, wollte kein Pflegefall werden. Deshalb hatte sie vor langer Zeit beschlossen, den Zeitpunkt ihres Todes selbst zu wählen. Durch Sterbehilfe. Doch in Deutschland ist das nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich.

stern.de

Rita Wiederhold hatte den Zeitpunkt ihres Todes geplant. Die 69-Jährige setzte ihrem Leben nach einer letzten gemeinsamen Reise mit ihrer Familie vor einigen Wochen ein Ende. Sie wollte es nicht anders, hatte sie bereits vor über einem Jahr bei stern TV erklärt: „Das ist einfach ein langes Sterben. Warum soll ein Mensch so etwas ertragen?“
Rita Wiederhold litt an Amyotropher Lateralsklerose, kurz ALS – einer tödlichen Nervenkrankheit, die nach und nach den gesamten Körper lähmt und nach wenigen Jahren unweigerlich zum Tod führt. Zuletzt setzt die Atemmuskulatur aus. Das hatte Rita Wiederhold bei ihrer älteren Schwester erlebt, die ebenfalls an ALS erkrankt und 2012 daran gestorben war. „Sie wurde künstlich ernährt und beatmet. Sie konnte keinen Finger mehr bewegen, konnte nicht mehr sprechen“, erinnerte sich Rita Wiederhold. „Warum muss ein Mensch das aushalten? Das ist doch kein Leben mehr, das ist eigentlich nur Siechtum“, so ihre Meinung.

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