Zika: Das Virus bleibt gefährlich


Vor allem in Lateinamerika, wie hier in Brasilien, werden viele Kinder mit Fehlbildungen geboren, deren Mütter sich in der...Foto: dpa/Antonio Lacerda
Vor allem in Lateinamerika, wie hier in Brasilien, werden viele Kinder mit Fehlbildungen geboren, deren Mütter sich in der…Foto: dpa/Antonio Lacerda
Forschern ist erstmals eine konkrete Risikoabschätzung zu Missbildungen bei Embryos gelungen, die sich im Bauch der Mutter mit Zika infizierten. Die WHO verspricht Impfstoffe für 2020.

Von Hermann Feldmeier | DER TAGESSPIEGEL

Vor einem Jahr griff die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Anbetracht der dramatischen Ausbreitung des Zikavirus in Süd- und Mittelamerika zu einer äußerst selten genutzten Maßnahme und rief den internationalen Gesundheitsnotstand aus. Auslöser für die Alarmierung der Öffentlichkeit war die Beobachtung brasilianischer Frauenärzte über einen möglichen Zusammenhang zwischen einer Zikavirus-Infektion während der Schwangerschaft und Gehirnfehlbildungen des Kindes. Wie hoch allerdings das Missbildungsrisiko ist, blieb bislang unklar. Eine in dem Fachblatt „Journal of the American Medical Association“ veröffentliche Studie ermöglicht nun erstmals eine konkrete Risikoabschätzung.

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