Kardinal: Kommunion für Wiederverheiratete möglich


Kardinal Francesco Coccopalmerio ist Präsident des Päpstlichen Rates für die Gesetzestexte. Jetzt hat auch er sich zu „Amoris laetitia“ positioniert – allerdings als Moraltheologe. Für ihn ist die Zulassung Wiederverheirateter zur Kommunion möglich, wenn zwei wesentliche Voraussetzungen erfüllt sind.

katholisch.de

Aus Sicht des Präsidenten des Päpstlichen Rates für die Gesetzestexte, Francesco Coccopalmerio, könnte die katholische Kirche wiederverheiratete Geschiedene in Einzelfällen zur Kommunion zulassen. Das geht aus einem am Dienstag im Vatikan vorgestellten Buch des Kurienkardinals zum strittigen achten Kapitel des Schreibens „Amoris laetitia“ von Papst Franziskus hervor. Bei der Präsentation wurde mehrfach betont, Coccopalmerio, der selbst nicht anwesend war, habe das Buch als Moraltheologe und nicht als Kirchenrechtler verfasst.

Zwei wesentliche Voraussetzungen müssen erfüllt sein

Der Kurienkardinal kommt in der gut 50-Seitigen im Vatikanverlag LEV veröffentlichten Ausgabe zu dem Schluss, die Kirche könne Gläubige zu Beichte und Kommunion zulassen, die sich in einer „nicht legitimen Verbindung“ befinden, jedoch zwei wesentliche Voraussetzungen aufweisen: „Sie wünschen sich, diese Situation zu ändern, können aber ihren Wunsch nicht verwirklichen.“

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