Dresdner scheitert mit Eilantrag gegen Kunstwerk „Monument“

Der gerichtlicher Eilantrag eines Gegners des temporären Kunstwerkes „Monument“ vor der Dresdner Frauenkirche ist gescheitert. Wie das Verwaltungsgericht am Mittwoch in Dresden mitteilte, kann die Stadtverwaltung nicht verpflichtet werden, die Installation aus drei hochkant aufgestellten Bussen zu entfernen.

evangelisch.de

Die erteilte Sondernutzungserlaubnis des Neumarktes sei nicht zu beanstanden, hieß es. Zudem könne eine Bewertung des Werkes nicht geltend gemacht werden, da es grundgesetzlich durch die Kunstfreiheit geschützt sei.

Das Kunstwerk auf dem Dresdner Neumarkt erinnert an eine Straßensperre aus Linienbussen in Aleppo, die zum Schutz vor Scharfschützen aufgestellt wurden. Die Stadtverwaltung Dresden hatte für eine Teilfläche des Neumarktes eine Sondernutzungserlaubnis für die Kunstinstallation erteilt. Ein Dresdner Bürger hatte einen Tag nach der Eröffnung am 7. Februar einen Antrag gestellt, das Kunstwerk zu beseitigen. Es sei „unangemessen und respektlos, diese Kunstart vor der Frauenkirche aufzustellen“, zitiert das Gericht aus dem Antrag.

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Sarden sind genetisch sehr spezielle Inselbewohner

Sardinien, die italienische Insel der Hundertjährigen, dürfte bereits sehr lange von autochthoner Ethnie bewohnt sein

derStandard.at

Die zu Italien gehörige Insel Sardinien wird von gut einer Millionen einheimischer Menschen bewohnt, die für Genetiker vor allem aus einem Grund interessant sind: Der Anteil der Hundertjährigen ist unter den Sarden besonders hoch.

Anna Olivieri (Uni Pavia) ist zwar auch Genetikerin, sie wollte aber wissen, woher die Sarden genetisch überhaupt kommen. Sie analysierte deshalb 3491 mitochondriale Genome (Mitogenome) heute lebender Sarden und verglich sie mit 21 alten sardischen Mitogenomen und solchen von alten Nicht-Sarden (darunter Ötzi).

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Großbritannien: Brexit befeuert Rassismus

Großbritannien: ein Land mit Rassismusproblemen Foto: dpa
Großbritannien: ein Land mit Rassismusproblemen Foto: dpa
Zahlen belegen: Seit dem Brexit-Votum ist Hasskriminalität in Großbritannien stark angestiegen. Die britische Kommission für Gleichheit und Menschenrechte sieht darin einen Zusammenhang.

Frankfurter Rundschau

In Großbritannien ist es nach dem Brexit-Votum zu einem bislang beispiellosen Anstieg von Hasskriminalität gekommen. Das bestätigen Zahlen, die von der Nachrichtenagentur PA zusammengetragen wurden. Demnach registrierten drei Viertel der Polizeipräsidien in England und Wales nach dem Brexit-Votum die höchste Quartalszahl an Straftaten, die aus Hass begangenen wurden, seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2012. Dazu zählen körperliche Übergriffe, Belästigung, Einschüchterung und Sachbeschädigung aus rassistisch motiviertem Hass oder aus Hass gegen religiöse Gruppen.

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CSU und die Wahrsager von „Open Doors“

 Stephan Pilsinger, Bundestagskandidat der CSU für den Wahlkreis München-West/Mitte. (Foto: )
Stephan Pilsinger, Bundestagskandidat der CSU für den Wahlkreis München-West/Mitte. (Foto: )
  • Stephan Pilsinger, CSU-Bundestagskandidat für den Wahlkreis München-West/Mitte, hat zu einer Informationsveranstaltung mit dem Verein Open Doors geladen.
  • Das evangelikale Hilfswerk ist umstritten, denn es tritt mit einem „Weltverfolgungsindex“ in Erscheinung, dessen Informationen Kritiker für unseriös halten.
  • Diesem Index zufolge gibt es auf der Welt 200 Millionen verfolgte Christen – die Täter seien in der Mehrheit Muslime.
  • Pilsinger betont, er trete für Glaubensfreiheit und Menschenrechte weltweit ein.

Von Jakob Wetzel | Süddeutsche.de

Christen seien die weltweit am stärksten verfolgte Religionsgemeinschaft, Gewalt gegen sie sei auch in deutschen Flüchtlingsunterkünften an der Tagesordnung, und die Täter seien meist Muslime: Mit Meldungen wie diesen drängte das Hilfswerk Open Doors zuletzt nach vorne – und hat damit zumindest in Deutschlands großen Kirchen weniger Bestürzung ausgelöst als vielmehr Befremden.

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Wunderwaffe Mikrobiom – obskures in 3Sat-Doku

Asthmapatient mit Inhalator. Foto: ZDF und ORF
Asthmapatient mit Inhalator. Foto: ZDF und ORF
Eine 3sat-Doku will die neuesten Erkenntnisse im Bereich der Bakterienforschung zusammentragen – und verirrt sich dabei in allzu dubiosen Ecken.

Von D. J. Frederiksson | Frankfurter Rundschau

Die Fakten der menschlichen Bakterienflora hören nie auf, zu erstaunen: 100 Billionen autonome Kleinstlebewesen residieren in jedem menschlichen Körper, das sind mehr als körpereigene Zellen. Allein der Darm beinhaltet volle zwei Kilogramm Mikrobenmaterial – die gleiche Masse wie unser Gehirn. Dass eine so komplexe Lebensmischung nicht nur die Frage nach dem „Selbst“ ganz neu stellt, sondern auch allerhand Einfluss auf den Gesundheitszustand hat, war schon länger bekannt. Diese 3Sat-Doku versucht nun, 50 Minuten mit neuen Erkenntnissen zu dem Thema zu füllen. Weil diese aber partout nicht ausreichen, müssen sich die Macher so einige Albernheiten einfallen lassen.

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Kann das US-Wahlsystem reformiert werden?

Bild: RDF
Bild: RDF
Donald Trump hatte durchaus recht, als er 2012 sagte: „Das Wahlkollegium (electoral college) ist ein Desaster für eine Demokratie… ein absoluter Schwindel, ein Zerrbild.”

Von Richard Dawkins | Richard-Dawkins-Foundation

Er bekräftigte diesen Standpunkt am 13. November 2016, als er sagte, nachdem er die Wahl im Sinne des Systems gewonnen hatte, die tatsächliche Stimmenmehrheit aber verfehlte: „Ich würde lieber sehen, wohin die Stimmen wirklich geflossen sind. Sie wissen schon, Sie bekommen 100 Millionen Stimmen, während ein anderer 90 Millionen bekommt und Sie gewinnen dann. Es gibt einen Grund dafür. Weil es sämtliche Staaten berücksichtigt.”

Sein Argument wird durch eine aufschlussreiche Karte (oben zu sehen) veranschaulicht, die auf der Website zu finden ist, welcher auch diese Zitate entnommen wurden. Sie zeigt die Anzahl der Wahlkampfbesuche in den verschiedenen Bundesstaaten im Wahlkampf 2016.

Für Trumps Standpunkt spricht auch die Nachzählung bei der Präsidentschaftswahl 2000, als es ein Unentschieden in Florida gab und das oberste Gericht entscheiden musste, welchem Kandidaten alle 25 Stimmen des Staates und dadurch die Präsidentschaft zugesprochen werden sollten. Man hätte genauso gut eine Münze werfen können.

Die meisten denkenden Menschen stimmen mit Donald Trump darin überein, dass das System in seiner derzeitigen Form nicht haltbar ist. Allerdings ist hinlänglich bekannt, dass es nahezu unmöglich ist, das System geradewegs abzuschaffen, da für eine Verfassungsänderung eine Zwei-Drittel-Mehrheit im Senat sowie im Repräsentantenhaus nötig ist (oder alternativ eine Delegiertenversammlung zur Änderung der Verfassung, die von zwei Dritteln der Staatsparlamente einberufen wird). Diese Änderung müsste dann noch von drei Vierteln der Staatsparlamente ratifiziert werden. Selbst wenn man von einer weitreichenden Akzeptanz ausgeht, ist das eine kaum zu überwindende Hürde. Vielleicht hätte David Cameron solch eine Hürde in einem gewissen Rahmen auch beim EU-Mitgliedschaftsreferendum anstreben sollen, dabei handelte es sich schließlich auch um eine bedeutende Verfassungsänderung.

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Polen: Die „Pille danach” wieder rezeptpflichtig?

kirche_polenDie polnische Regierung hat heute ein Gesetzesvorhaben verabschiedet, nach dem die sogenannte Notverhütung nicht mehr rezeptfrei sein wird. Der Gesundheitsminister kündigte diese Änderung bereits kurz nach seinem Amtsantritt an und begründet dies mit der Möglichkeit des Missbrauches.

Von Dorota Rędzikowska | POLEN HEUTE

Das Medikament „EllaOne“ wird „die Pile danach“ oder „Notfallverhütung“ genannt. Es blockiert oder verspätet den Eisprung, so dass die Schwangerschaft auch nach dem Geschlechtsverkehr ohne Verhütung oder einer Vergewaltigung verhindert werden kann. „EllaOne“ wurde in der Europäischen Union im Jahre 2009 zugelassen und seit 2015 ist es rechtlich erlaubt, das Medikament rezeptfrei zu kaufen. Dies wurde vor knapp zwei Jahren in Polen mit einer Einschränkung zugelassen – sie waren ab dem 15. Lebensjahr erhältlich.

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Deutsche Politiker kritisieren Yildirims geplanten Auftritt

Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim dpa/Riza Oze
Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim dpa/Riza Oze
Der für Samstag geplante Auftritt des türkischen Regierungschefs Binali Yildirim in Oberhausen stößt unter deutschen Politikern auf breite Kritik.

FOCUS ONLINE

„Es gibt einem schon zu denken, dass der türkische Ministerpräsident Yildirim Wahlkampf für einen Staat von Erdogans Gnaden unter den in Deutschland lebenden türkischen Staatsbürgern macht, während die Opposition in der Türkei in Gefängnissen schmort“, sagte Grünen-Chef Cem Özdemir den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. „Das sind alles andere als faire Ausgangsbedingungen für einen Wahlkampf.“

Yildirim wird zu einer Großveranstaltung mit rund 10.000 Besuchern in der Oberhausener Arena erwartet, knapp zwei Monate vor dem Referendum über eine umstrittene Verfassungsreform in der Türkei, die Staatschef Recep Tayyip Erdogan umfassende Vollmachten verschaffen würde. Seit dem gescheiterten Putschversuch am 15. Juli gilt in der Türkei der Ausnahmezustand. Zehntausende Menschen wurden inhaftiert, unter ihnen zahlreiche Oppositionspolitiker.

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Spionageverdacht: Polizei durchsucht Wohnungen von Ditib-Geistlichen

ditib

Razzia gegen Mitarbeiter des türkischen Islamverbands Ditib: Im Auftrag des Generalbundesanwalts durchsuchen Polizisten nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen Wohnungen von Geistlichen. Es geht um Spionage.

Von Jörg Diehl, Fidelius Schmid | SpON

Beamte des Bundeskriminalamts und der Länder Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz durchsuchen nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen seit dem Morgen Wohnungen von vier Geistlichen des türkischen Islamverbandes Ditib. Die Ermittler schlugen im Auftrag der Bundesanwaltschaft zu, die seit Monaten gegen Mitarbeiter des in Köln ansässigen Vereins wegen des Verdachts der geheimdienstlichen Agententätigkeit ermittelt.

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Vom Sterben der NSU-Zeugen

Die Umstände des Todes der NSU-Zeugin Corinna B. werden auch nach fast zwei Wochen nicht mitgeteilt. Das Justizministerium von Baden-Württemberg und der NSU-Untersuchungsausschuss des Landtages schweigen (Weitere NSU-Zeugin tot: Sie kannte Mundlos und Zschäpe).

Von Thomas Moser | TELEPOLIS

Gleichzeitig muss ein weiterer Todesfall gemeldet werden: Von den Zeugen, die nach dem Polizistenmord von Heilbronn blutverschmierte Männer sahen, ist eine ältere Frau bereits vor Monaten verstorben.

Zunächst zum Fall Corinna B.: Sie starb am 2. Februar 2017 im Alter von 46. Drei Tage zuvor, am 30. Januar, hatte der NSU-Ausschuss in Stuttgart beschlossen, sie als Zeugin zu hören. In den 1990er Jahren gehörte die Frau zur rechtsextremen Szene in Ludwigsburg und hatte persönlich Kontakt zum späteren NSU-Trio Böhnhardt, Mundlos, Zschäpe. Wie viele andere Neonazis aus Chemnitz und Jena besuchten auch die drei immer wieder die baden-württembergische Stadt.

Die Abgeordneten wollen diese Vergangenheit durchleuchten und begannen am 30. Januar mit der Befragung von zwei früheren Mitgliedern der rechten Szene: Barbara E.-N. und Hans-Joachim S. Beide standen auf der Namens- und Adressliste von Uwe Mundlos. Corinna B. war einmal mit Hans-Joachim S. liiert.

Der Ausschuss erfuhr am 7. Februar von ihrem Ableben. In einer Pressemitteilung warf der Vorsitzende des Gremiums die Frage auf, „ob die Zeugin eines natürlichen Todes gestorben ist und Fremdeinwirkung oder Fremdverschulden ausgeschlossen“ werden kann. Nach Angaben eines Mediziners, der bei der Leichenschau dabei gewesen sein soll, spreche „nichts für einen unnatürlichen Todesfall“, heißt es in dem öffentlichen Schreiben zum Tod der Zeugin. Eine rechtsmedizinische Untersuchung ist allerdings nicht mehr möglich. Die Tote wurde bereits eingeäschert.

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Baden-Württemberg: 1.500 Euro Studiengebühren für Nicht-EU-Ausländer

Arm © chris@APL @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Arm © chris@APL @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Bis zu 1.500 Euro Studiengebühren müssen Studenten aus Nicht-EU-Ländern in Baden-Württemberg in Zukunft zahlen – pro Semester. Das grün geführte Wissenschaftsministerium erwartet Einnahmen von 3,5 Millionen Euro. Das Vorhaben steht in Kritik, der Landtag muss noch zustimmen.

MiGAZIN

Als erstes Bundesland erhebt Baden-Württemberg künftig für Studenten aus Nicht-EU-Ländern Studiengebühren. Pro Semester müssen sie 1.500 Euro bezahlen, wie Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) am Dienstag in Stuttgart mitteilte. Ausnahmen soll es für Asylbewerber mit guter Bleibeperspektive sowie Studenten aus besonders armen Ländern geben. Der Landtag muss dem Gesetz noch zustimmen.

Von dem Geld sollen 80 Prozent dem Landeshaushalt und 20 Prozent den Hochschulen zugewiesen werden. Die Regelung gilt ab dem Wintersemester 2017/18. Ausländische Studenten, die bereits eingeschrieben sind, genießen Bestandsschutz und müssen keine Gebühren bezahlen. Dasselbe gilt für Ausländer, die ihr Abitur in Deutschland gemacht haben.

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Wenn der Computer aggressiv wird

Image: FUTURISM M.A
Image: FUTURISM M.A
Wann bekämpfen Computerprogramme sich und wann arbeiten sie zusammen? Forscher von Google haben das getestet – mit einem bemerkenswerten Ergebnis.

Von Alexander Armbruster | Frankfurter Allgemeine

Beinahe ein Jahr ist es nun her, dass ein schlaues Computerprogramm im traditionsreichen Brettspiel „Go“ den Weltmeister besiegte. Der spektakuläre Sieg ging durch die Presse. Fachleute staunten nicht nur über das Ergebnis. Denn das selbstlernende Programm, dass Mitarbeiter von Googles Abteilung für künstliche Intelligenz „Deep Mind“ erschaffen hatten, führte an einer Stelle einen strategischen Spielzug aus, der Profispieler vollkommen überraschte und von dem der Computer sogar „wusste“, dass er außergewöhnlich war.

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Rekord-Erosion an US-Westküste

Sturmwellen nahe Santa Cruz in Kalifornien. Im El Niño Winter 2015/2016 war die Erosion der Küsten hier höher als jemals zuvor. © Christine Hegermiller/USGS
Sturmwellen nahe Santa Cruz in Kalifornien. Im El Niño Winter 2015/2016 war die Erosion der Küsten hier höher als jemals zuvor. © Christine Hegermiller/USGS
Vorgeschmack auf kommende Zeiten: Der letzte El Niño hat an der Westküste der USA eine beispiellose Erosion hinterlassen: In Kalifornien erlebten die Strände den schlimmsten Schwund seit Beginn der Messungen. Insgesamt lag die Küstenerosion um 76 Prozent über dem normalen winterlichen Maß, wie Forscher im Fachmagazin „Nature Communications“ berichten. Durch den Klimawandel könnte dies künftig häufiger vorkommen.

scinexx

Das Phänomen El Niño bringt alle zwei bis sieben Jahre das Klima im Pazifikraum durcheinander – so auch im Winter 2015/2016. Sehr schnell zeigte sich, dass dieser El Niño zu den drei schlimmsten der jüngeren Geschichte gehören würde. Bereits kurz nach seinem Beginn verursachte er ungewöhnlich viele Wetterextreme und trieb die Meerestemperatur auf neue Höhen.

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Özoguz fordert Wahlrecht für Migranten ohne deutschen Pass

 Die Integrationsbeauftragten der Bundesregierung Aydan Özoguz (SPD) leitete die Kommission Quelle: dpa
Die Integrationsbeauftragten der Bundesregierung Aydan Özoguz (SPD) leitete die Kommission Quelle: dpa
Eine Kommission unter Leitung der Integrationsbeauftragten Aydan Özoguz hat ein Leitbild für Deutschland erstellt. Doppelte Staatsbürgerschaft und kommunales Wahlrecht sollen Teilhabe erleichtern.

Von Marcel Leubecher | DIE WELT

Deutschland ist zwar kein klassisches Einwanderungsland wie die USA, Kanada oder Australien. Aber innerhalb weniger Jahrzehnte ist es zum Einwanderungsland geworden, dessen Bevölkerung ohne Zuzug von außen schon auf 60 Millionen Menschen geschrumpft wäre.

Während der Migrantenanteil unter den älteren Jahrgängen und auf dem Land gering ist, stellen Einwanderer und deren Nachkommen in vielen Städten die Mehrheit der Minderjährigen. So haben etwa in der Spitzenreiterstadt Offenbach am Main mehr als 80 Prozent der Kleinkinder einen Migrationshintergrund. Das erfordert eine neue Verständigung darüber, was diese Gesellschaft ausmacht.

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After a 40 Year Battle, Is Male Birth Control Finally Coming?

Image: MOTHERBOARD
Image: MOTHERBOARD
Meet the man who never gave up on bringing it to market.

By Sohini Chattopadhyay | MOTHERBOARD

Professor Sujoy K. Guha is undeniably stylish. A short, slender man, he is among the select few who can pull off a pair of sneakers with formal shirts and trousers. At 76, he is deceptively brisk, guiding me around the Indian Institute of Technology (IIT) Kharagpur campus to show off his new projects: an artificial heart modeled on the 13-chamber heart of the cockroach; a road transport system to lower vehicular pollution. Guha is cheerful and poised with a birdlike quaver in his voice, not at all how I expected a man who has waited 37 years for his work to be introduced to the world.

In 1979, Guha published a paper in the scientific journal Contraception  laying out the idea for his original drug molecule Risug, a non-hormonal, reversible male contraceptive. His idea is simple: All particles carry an electric charge and can be defused by the opposing charge. Sperm are negatively charged and can be defused by the positive ions of the Risug drug polymer. This polymer is inserted with a single injection to the scrotum, which forms an indissoluble film inside the vas deferens—the duct connecting the testes to the penis. The drug formulation for this injection is styrene maleic acid anhydride with dimethyl sulfoxide (SMA+DMSO).

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Markschies will Theologie an Berliner Hochschule stärken – Bullshistic

Darum geht es in allen Religionen. Bild: AAA
Darum geht es in allen Religionen. Bild: AAA
Der Berliner Theologieprofessor Christoph Markschies hat sich für eine Stärkung des Faches Theologie an der Berliner Humboldt-Universität ausgesprochen.

evangelisch.de

Das vom Berliner Senat geplante Institut für Islamische Theologie biete die Chance, die Humboldt-Universität „zu dem Berliner Ort zu machen, an dem im Idealfall beide christliche Konfessionen, aber auch das Judentum und der Islam ihre Religion nach den Maßstäben der Wissenschaft zum Zwecke der Ausbildung reflektieren“, schreibt Markschies in einem Beitrag für die Monatszeitschrift „Herder Korrespondenz“.

Zugleich widersprach Markschies Medienberichten über eine angeblich an der Humboldt-Universität geplante multikonfessionelle und multireligiöse Mischfakultät.

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Reprogrammierte Totipotenz könnte Erzeugen von genetischen Klonen ermöglichen

Embryonale Stammzellen (links) können kein Gewebe wie die Plazenta herstellen, um eine Verbindung zwischen Embryo und Mutter herzustellen. Wird eine microRNA blockiert, können diese extra-embryonalen Gewebe (rote Zellen, rechts) produziert werden. Bild: Lin He
Embryonale Stammzellen (links) können kein Gewebe wie die Plazenta herstellen, um eine Verbindung zwischen Embryo und Mutter herzustellen. Wird eine microRNA blockiert, können diese extra-embryonalen Gewebe (rote Zellen, rechts) produziert werden. Bild: Lin He
Eine einfache Manipulation scheint auszureichen, um totipotente Stammzellen mit weitgehend unbegrenzter Entwicklungsfähigkeit zu erzeugen

Von Volker Henn | TELEPOLIS

Vier genetische Faktoren verwandeln gewöhnliche Körperzellen in pluripotente Stammzellen. Forschern gelang nun in Mäusen der nächste Schritt: Das Ausschalten eines einzelnen Faktors erzeugt Stammzellen, die einer befruchteten Eizelle ähneln. Sollte dies auch beim Menschen möglich sein, stände das Tor für die Erzeugung von genetischen Klonen weit offen.

Einfach ist oftmals besser – das gilt auch in der Wissenschaft. Wenn Methoden so kompliziert und zeitraubend sind, dass nur wenige Spezialisten sie beherrschen, kommt die Forschung nur schleppend voran. Werden die Methoden vereinfacht, kann die Entwicklung regelrecht explodieren, wie jüngst die Genschere CRISPR und davor die iPS-Zellen demonstriert haben. Nun gelang Forschern womöglich ein weiterer Durchbruch: Eine einfache Manipulation scheint den Zugriff auf totipotente Zellen zu ermöglichen – und damit auf das unbeschränkte Entwicklungspotenzial der befruchteten Eizelle.

Eizellen weisen eine Fähigkeit auf, die selbst embryonale Stammzellen verloren haben. Letztere sind zwar pluripotent und verwandeln sich in fast alle menschlichen Gewebe, jedoch nicht in die Plazenta: Damit fehlt den embryonalen Zellen die Möglichkeit, sich eigenständig im Mutterleib zu einem vollständigen Menschen zu entwickeln.

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Bank für Kirche und Diakonie weiter auf Wachstumskurs

Bild: tilly
Bild: tilly
Die Bank für Kirche und Diakonie (KD-Bank) hat im vergangenen Jahr ein Plus in der Bilanzsumme von 3,2 Prozent erwirtschaftet.

evangelisch.de

Damit liege die Bilanzsumme bei knapp 5,3 Milliarden Euro, teilte Ekkehard Thiesler, der Vorstandsvorsitzende der Bank für Kirche und Diakonie (KD-Bank), am Dienstag in Dortmund mit. Auch das betreute Anlagevolumen der Kunden stieg um 6,5 Prozent auf 7,6 Milliarden Euro. Sowohl Kundeneinlagen als auch Kredite erreichten den Angaben zufolge neue Höchststände.

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USA: Streit um illegale Einwanderer eskaliert

 Agenten der US-Abschiebebehörde ICE nehmen einen illegalen Einwanderer fest. (Foto: AFP)
Agenten der US-Abschiebebehörde ICE nehmen einen illegalen Einwanderer fest. (Foto: AFP)
  • In der vergangenen Woche wurden in den USA 680 illegale Migranten festgenommen.
  • Migranten-Organisationen befürchten, dass dies der Beginn einer großen Abschiebewelle ist.
  • US-Präsident Trump hatte im Wahlkampf versprochen, hart gegen illegale Einwanderer vorzugehen und kurz nach Amtsantritt ein entsprechendes Dekret unterschrieben.

Von Beate Wild | Süddeutsche.de

Was Guadalupe García de Rayos passiert ist, macht vielen Menschen in den USA Angst. Seit 21 Jahren lebte die Mexikanerin ohne Papiere in den Vereinigten Staaten, seit acht Jahren musste sie sich regelmäßig bei der Einwanderungs- und Zolldurchsetzungsbehörde („U.S. Immigration and Customs Enforcement“, kurz „ICE“) melden. Die Frau, deren Kinder in den USA geboren und deshalb Amerikaner sind, galt dank einer Regelung der Obama-Regierung als geduldet. Doch als die 35-Jährige am vergangenen Donnerstag routinemäßig die Behörde in Phoenix, Arizona, aufsuchte, wurde sie verhaftet und unverzüglich nach Mexiko  abgeschoben.

Neben Guadalupe García de Rayos haben US-Beamte in der vergangenen Woche mehr als 680 illegale Migranten in einem Dutzend Bundesstaaten festgenommen. Der Anwalt der Mexikanerin sagte der New York Times, nun habe der „Krieg gegen Einwanderer“ begonnen. David Leopold, ein bekannter Migrationsanwalt, prophezeite am Montag im Fernsehsender Fox News, dies sei der Anfang einer Abschiebewelle. Migranten-Organisationen bereiten sich auf Razzien der Einwanderungsbehörde vor.

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Paleontologists Find Fossils of a Pregnant, 245-Million-Year-Old Sea Reptile

Image: MOTHERBOARD
Image: MOTHERBOARD
It’s the first time live birth has been observed in an archosauromorph, the reptilian parent group from which dinosaurs, birds, and crocodilians derive.

By Becky Ferreira | MOTHERBOARD

Some 245 million years ago, at the dawn of the Triassic period, a pregnant aquatic reptile from the genus Dinocephalosaurus perished in the seas covering what is now the Luoping region of southwest China. But as luck would have it, the expectant mother was fossilized in the seabed—along with her developing embryo.

This extraordinary specimen presents the first evidence of live birth observed in an archosauromorph, which is the reptilian parent group from which dinosaurs, birds, crocodilians, and marine animals like Dinocephalosaurus all derived. The find is described in new research published Tuesday in Nature Communications, led by Hefei University of Technology paleontologist Jun Liu.

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