Warum Schlangenbisse immer noch tödlich enden

Die Greifschwanz-Lanzenotter beißt ohne Warnung zu. Das getroffene Gewebe stirbt ab, Gliedmaßen müssen amputiert werden. Foto: imago/Nature Picture Library
Die Greifschwanz-Lanzenotter beißt ohne Warnung zu. Das getroffene Gewebe stirbt ab, Gliedmaßen müssen amputiert werden. Foto: imago/Nature Picture Library
Millionen Menschen kämpfen jährlich mit den schweren Folgen eines Schlangenbisses. Oft fehlt das Gegengift, weil sich für Pharmafirmen die Produktion nicht lohnt.

Von Nicole Simon | Potsdamer Neueste Nachrichten

Wenn der Regen kommt, ist es besonders schlimm. Mit den Wolkengüssen kriecht eine tödliche Gefahr hervor. Der Regen drängt Kobras, Vipern und Mambas aus ihren Verstecken. Jedes Jahr werden rund fünf Millionen Menschen von Schlangen gebissen, rund 100 000 von ihnen sterben. Mehr als dreimal so viele verlieren Gliedmaßen, werden entstellt oder entwickeln andere schwere Behinderungen.

Die meisten Opfer leben in Afrika und Südostasien. Es sind Menschen in ländlichen Gebieten und mittellose Kleinbauern, die ihre Felder noch mit einfachsten Mitteln bewirtschaften. Wer den ganzen Tag mit bloßen Händen Unkraut jätet, mit nackten Füßen das Vieh auf die Felder führt oder Getreide erntet, ist den Tieren schutzlos ausgeliefert. Je ärmer eine Bevölkerung ist, umso wahrscheinlicher wird das tödliche Aufeinandertreffen. Rund ein Viertel der Toten sind Kinder. In den kleinen Körpern ist der Schaden, der das Gift anrichtet, besonders groß.

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«Impfungen führen zu Krebs und Masturbation»

Zita Schwyter ist bekennende Impfgegnerin.Bild: fr/ Toggenburger Zeitung
Zita Schwyter ist bekennende Impfgegnerin.Bild: fr/ Toggenburger Zeitung
Im Toggenburg machen die Impfgegner zunehmend mobil. Die Heilpraktikerin Zita Schwyter spricht sogar von einer Impfkrankheit mit schauerlichen Symptomen.

20min.ch

«Symptome der Impfkrankheit: Schlafstörung, Legasthenie, Stottern, Autismus, Hirntumor oder Masturbation», heisst es auf einem Zettel im Behandlungszimmer von Heilpraktikerin Zita Schwyter aus Uznach SG. Das alles seien mögliche Folgen, wenn Eltern ihre Kinder impfen lassen, so heisst es in der«Toggenburger Zeitung».

Mit ihrer Haltung ist Impfgegnerin Schwyter nicht allein. Im Toggenburg gibt es laut der Zeitung derzeit einen regelrechten Run auf «Informationsabende» rund um das Thema Impfen. Und die Impfgegner finden offenbar Gehör, denn laut der Weltgesundheitsorganisation WHO lassen sich immer weniger Menschen impfen.

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Türkei-Korrespondent Deniz Yücel in Polizeigewahrsam

Türkei-Korrespondent Deniz Yücel der WELT-Gruppe
Türkei-Korrespondent Deniz Yücel der WELT-Gruppe
Der „Welt“-Reporter Deniz Yücel hatte sich in das Polizeipräsidium in Istanbul begeben, um sich Fragen der Ermittler zu stellen. Er wurde im Zusammenhang mit Berichten über eine Hacker-Attacke auf das E-Mail-Konto des türkischen Energieministers gesucht.

DIE WELT

Der Türkei-Korrespondent der „Welt“, Deniz Yücel, befindet sich in Polizeigewahrsam. Yücel, der im Zusammenhang mit Berichten über eine Hacker-Attacke auf das E-Mail-Konto des türkischen Energieministers gesucht wurde, hatte sich am Dienstag in das Polizeipräsidium in Istanbul begeben, um sich Fragen der Ermittler zu stellen. Nach den Regeln des derzeit geltenden Ausnahmezustandes in der Türkei kann er bis zu 14 Tage ohne Anhörung durch einen Richter in Polizeigewahrsam gehalten werden. Anschließend kann die Staatsanwaltschaft Untersuchungshaft beantragen. Yücels Wohnung wurde durchsucht.

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Im Geheimen Kardinal

REUTERS/Yves Herman
REUTERS/Yves Herman
Dieses Mittel setzten Päpste in der Vergangenheit gerne ein: Sie ernannten Bischöfe „in pectore“, also im Geheimen, zu Kardinälen – aus den verschiedensten Gründen. Papst Franziskus hat das zwar bisher nicht getan. Dennoch ranken sich um die Kardinäle inkognito nach wie vor viele Gerüchte.

Von Gabriele Höfling | katholisch.de

Gerade wollen sich die Kardinäle zum Konklave einschließen, da gibt es einen Zwischenfall. Ein Mann kommt in die Sixtinische Kapelle, der behauptet, einer von ihnen zu sein. Er gibt sich aus als der Bischof von Bagdad, den der gerade verstorbene Papst im Geheimen zum Kardinal ernannt habe. Die Nachricht überrumpelt die Kardinäle — und stellt die Dynamik der Papstwahl auf den Kopf.

Zugegeben, dieses Szenario ist reine Phantasie. Es stammt aus dem Roman „Konklave“, den der Bestseller-Autor Robert Harris im vergangenen Jahr veröffentlichte. Doch vollkommen unrealistisch ist die Szene nicht. Denn tatsächlich können die Päpste Kardinäle „in pectore“, also „im Herzen“ ernennen. Dann geben sie im Konsistorium nur bekannt, dass es außer den öffentlich kreierten noch einen oder mehrere weitere Kardinäle gibt. „Wer das ist, wissen jedoch nur der Papst und idealerweise der Kandidat selbst“, erklärt Vatikanexperte Ulrich Nersinger. Die Gründe für das geheimnisvolle Vorgehen seien meist politisch: „Es geht darum, unter schwierigen Umständen die jeweilige Person zu schützen – etwa in Ländern, in denen Christen verfolgt werden.“

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Wie Winston Churchill über Aliens dachte

Winston Churchill hielt schon 1939 außerirdisches Leben für sehr wahrscheinlich - udn begründete auf erstaunlich moderne Weise, warum. © HG: NASA, Portrait: historisch
Winston Churchill hielt schon 1939 außerirdisches Leben für sehr wahrscheinlich – udn begründete auf erstaunlich moderne Weise, warum. © HG: NASA, Portrait: historisch
Erstaunlich modern: Schon vor gut 75 Jahren hielt der britische Premierminister Winston Churchill außerirdisches Leben durchaus für möglich – und begründete dies mit überraschend wissenschaftlichen Gedankengängen. Das belegt ein nie veröffentlichter Essay des Politikers aus dem Jahr 1939. Lange bevor der erste Exoplanet entdeckt wurde, spekulierte er schon über die Zahl fremder Planeten und die habitable Zone in einem Planetensystem.

scinexx

Winston Churchill ist heute vor allem als der britische Premier zur Zeit des Zweiten Weltkriegs und als begnadeter Redner in Erinnerung. Doch der Politiker war auch ungewöhnlich stark an der Wissenschaft interessiert. Er traf sich regelmäßig mit Physikern, Astronomen und Ingenieuren und stellte 1940 als erster britischer Premierminister einen wissenschaftlichen Berater ein. „Zu einer Zeit, in der viele heutige Politiker von Wissenschaft nichts wissen wollen, finde ich diese Erinnerung besonders wichtig“, sagt der Astrophysiker Mario Livio.

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Warum Erdogan die Universitäten schleift

Auch nach gewaltsamen Polizeiaktionen gegen Proteste an der Universität Ankara demonstrierten Studierende und Lehrende weiter...Foto: Foto: AFP/Adem Altan
Auch nach gewaltsamen Polizeiaktionen gegen Proteste an der Universität Ankara demonstrierten Studierende und Lehrende weiter…Foto: Foto: AFP/Adem Altan
Massenentlassungen angeblicher „Gülenisten“ und Friedensaktivisten: Der „Kahlschlag“ gilt dem kritischen Denken in der Türkei. Die scientific community ist entsetzt – auch in Berlin.

Von Amory Burchard | DER TAGESSPIEGEL

„Das kritische Denken in der Türkei wird mundtot gemacht.“ Sonja Hegasy, stellvertretende Direktorin des Berliner Leibniz-Zentrums Moderner Orient (ZMO), spricht aus, was die scientific community derzeit umtreibt – in der Türkei, aber auch in Deutschland und in vielen anderen Ländern. Die Entlassungen von Professorinnen, Professoren und Dozenten an den türkischen Universitäten kämen einem „Kahlschlag vor allem in den Geistes- und Sozialwissenschaften“ gleich.

Das neue Jahr hat in der Türkei begonnen, wie das alte geendet hat – mit Massenentlassungen. Die AKP-Regierung nutzt weiterhin den nach dem Putschversuch im Juli 2016 verhängten Ausnahmezustand, um per „Notstandsdekret“ Staatsbedienstete zu kündigen. Zehntausende werden beschuldigt, als angebliche Anhänger der Gülen-Bewegung mit den Putschisten zu sympathisieren. Am 8. Februar traf es erneut fast 4500 Staatsdiener, darunter 330 Hochschullehrkräfte.

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Das muslimische Kamasutra

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Sinnlichkeit und Homoerotik: Jahrhundertelang existierte in der islamischen Welt eine lebendige erotische Kultur. Zeit, heutige Muslime an diese Traditionen zu erinnern.

Von Ali Ghandour | ZEIT ONLINE

Man kann sich kaum vorstellen, so etwas von heutigen Gelehrten zu hören.

Nichts verdeutlicht den drastischen Wandel des muslimischen Denkens in den vergangenen 200 Jahren deutlicher als das Thema Sex und Erotik. Denn bis zum 19. Jahrhundert existierte in der islamischen Welt eine lebendige erotische Kultur, die sich in der Dichtung, in Geschichten oder Ratgebern niederschlug.

Während es heute unvorstellbar ist, dass ein Korankommentator einen erotischen Roman à la Shades of Grey schreibt, finden wir in den muslimischen Traditionen der Vormoderne zahlreiche Gelehrte, die neben theologischen Werken auch erotische Texte verfassten. Heute wissen viele Muslime kaum etwas über dieses Erbe, das zum größten Teil in Form von Handschriften in Bibliotheken und Archiven verstreut liegt.

Die offene Haltung früherer Muslime zur Erotik kommt nicht von ungefähr. Selbst im Koran, der für die Muslime die göttliche Rede ist, wird über Sex gesprochen. Ja, im Koran werden die Erotik und das sexuelle Genießen als etwas Positives gesehen. Vom Propheten Muhammad gibt es zudem zahlreiche Überlieferungen, denen zufolge er seinen Anhängern Ratschläge gab, wie sie und ihre Frauen die sexuelle Beziehung genießen können. Er verwies etwa auf die Bedeutung des Vorspiels und gebot seinen Gefährten, den Geschlechtsakt erst zu beenden, wenn auch die Frau zum Höhepunkt gekommen ist. Ob sich seine Anhänger heute wohl an dieses prophetische Gebot halten?

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Australien: Kirche zahlte 190 Millionen an Missbrauchsopfer

missbrauch

Australiens katholische Kirche hat in den vergangenen Jahrzehnten umgerechnet mehr als 190 Millionen Euro an Tausende Opfer von sexuellem Missbrauch durch Geistliche gezahlt.

religion.ORF.at

m Durchschnitt bekam jedes Opfer 91.000 australische Dollar (etwa 66.000 Euro) – meist allerdings mit vielen Jahren Verspätung. Das wurde am Donnerstag bei Beratungen einer offiziellen Untersuchungskommission bekannt, die die Missbrauchsvorwürfe aufarbeiten soll.

Behandlungen und Anwaltskosten

Insgesamt zahlte die Kirche seit 1980 etwa 276 Millionen australische Dollar aus – als Entschädigung, aber auch für ärztliche Behandlungen und Anwaltskosten. 4.445 Frauen und Männer haben bisher gemeldet, dass sie als Kinder von katholischen Geistlichen missbraucht worden seien. Die Dunkelziffer liegt vermutlich viel höher. In mehr als 3.000 Fällen wurde Geld überwiesen. Mehrere hundert Fälle sind aber auch noch offen.

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Konkordat: Vatikan mischt sich in Studienpläne ein

Headquarter des Konzerns.
Headquarter des Konzerns.

Die Innsbrucker katholisch-theologische Fakultät wollte ihr Curriculum aktualisieren. Nach einem Einspruch aus Rom wurden die Pläne vertagt

Von Lisa Kogelnik | derStandard.at

Der Vatikan hat der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Innsbruck keinen Segen erteilt. Die geplante Aktualisierung des Curriculums für das Doktoratsstudium muss verschoben werden. Wie jetzt bekannt wurde, war der Senat der Uni Innsbruck im September vergangenen Jahres dazu gezwungen, die Pläne für einen neuen Studienplan, der eigentlich schon im April beschlossen worden war, wieder zurückzunehmen.

Die katholische Kirche hat in Österreich durch das Konkordat viele Einflussmöglichkeiten. Der Vertrag zwischen dem Staat und dem Heiligen Stuhl ermöglicht dem Vatikan unter anderem, Professoren und Dozenten sowie Studienpläne an den katholisch-theologischen Fakultäten abzusegnen. Eine parlamentarische Anfragebeantwortung zeigt, dass die Kirche selten, aber doch die Pläne der Universitäten durchkreuzt.

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Alpen: Bald kein Schnee mehr?

Wird Wintersport in den Alpen künftig noch möglich sein? Und wenn ja, wo? © Ingram Publishing/ thinkstock
Wird Wintersport in den Alpen künftig noch möglich sein? Und wenn ja, wo? © Ingram Publishing/ thinkstock
Schlechte Aussichten für Wintersportler: In Zukunft wird die Schneesaison in den Alpen immer kürzer und spärlicher ausfallen. Skigebiete unterhalb von 1.000 Metern werden bis 2100 so gut wie keinen Schnee mehr haben, in Lagen um 1.500 verkürzt sich die Skisaison um gut ein Vierteljahr, wie eine neue Prognose enthüllt. Selbst effektiver Klimaschutz kann den Schneeverlust nur noch teilweise aufhalten, wie die Forscher berichten.

scinexx

In diesem Jahr haben Wintersportler Glück: Kälte und reichlich Schnee im Januar haben in vielen Skigebieten der Alpen für gute Bedingungen gesorgt. Aber wie lange wird dies angesichts des sich ändernden Klimas noch möglich sein? Schon jetzt schrumpfen die Alpengletscher rapide, weil dieses Gebirge zu den am stärksten vom Klimawandel betroffenen gehört.

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Frankfurter Freimaurer-Loge: Kein Geheimbund

Die Symbole der Freimaurer (Zirkel, Winkel, Hammer und Kelle) sind im Tor zur Loge in Frankfurt am Main zu sehen. Foto: dpa
Die Symbole der Freimaurer (Zirkel, Winkel, Hammer und Kelle) sind im Tor zur Loge in Frankfurt am Main zu sehen. Foto: dpa
Sie sollen Verschwörungen planen und okkulte Bräuche pflegen. Über Freimaurer kursieren viele Vermutungen. Um den Vorurteilen zu begegnen, öffnen sich die Logen inzwischen mehr nach außen. Und geben ab und zu einen kurzen Blick in ihr Innenleben frei.

Frankfurter Rundschau

Freimaurer haben einen geheimnisvollen Ruf. Viele Menschen wissen nicht, was sie eigentlich machen – auch weil die Freimaurer-Logen die Öffentlichkeit nicht gerade suchen. Doch sie sind aktiv, wenn auch unter dem Radar. Allein in Frankfurt gibt es acht Logen mit 438 Brüdern, wie sich die Mitglieder nennen.

Was machen Freimaurer? Am Mittwochabend gab es Gelegenheit, dazu etwas zu erfahren. Die Loge «Zur Einigkeit» feierte 275-jähriges Jubiläum. Londoner Diplomaten und Frankfurter Bürger gründeten sie im Jahr 1742. Es handelt sich um eine der ältesten Logen Deutschlands und die älteste in Frankfurt. Hessenweit gibt es nach Angaben des Dachverbands Vereinigte Großlogen von Deutschland 30 solche Zusammenschlüsse, im ganzen Bundesgebiet sind es rund 500 mit mehr als 15 000 Brüdern.

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Litauen: Fake-News zielen auf Bundeswehrsoldaten

Screenshot aus einem Video über eine Gefechtsvorführung des PzGrenBtl 122, Quelle: YouTube, 2008
Screenshot aus einem Video über eine Gefechtsvorführung des PzGrenBtl 122, Quelle: YouTube, 2008
„Gut orchestrierte“ Vergewaltigungsvorwürfe. Nato-Diplomat spricht von russischer Provokation

Von Thomas Pany | TELEPOLIS

Am 23. Januar trafen 500 Soldaten des Panzergrenadierbataillons 122 letzte Vorbereitungen, um zum Militärstützpunkt in Rukla, im Südosten von Litauen, aufzubrechen. Nach einem Bericht des oberpfälzischen ONetz hatten sie „20 Panzer im Reisegepäck“. Es ist das erste Nato-Kontingent, das im Rahmen des Präsenz-Projekts „Enhanced Forward Presence“ nach Litauen verlegt wird – die Bataillonsführung war sich der Verantwortung der Mission bewusst, notiert der Bericht in der Rubrik „Vermischtes“:

Wir werden alles nur Mögliche dafür tun, den guten Ruf des Bataillons durch diese Mission zu festigen.

Oberstleutnant Huber

Und dann, einige Zeit später in Litauen: Vergewaltigungsvorwürfe. Laut Gerüchten sollen Bundeswehrsoldaten eine Minderjährige vergewaltigt haben, berichtet der Stern unter der Überschrift: „Russland soll Gerücht über Vergewaltigung durch deutsche Soldaten gestreut haben.“

Der Stern hat die Geschichte vom Spiegel übernommen. Dort hieß es zunächst: „Russland attackiert die Bundeswehr mit Fake-News-Kampagne“. Das wurde aber dann korrigiert zu: „Nato vermutet Russland hinter Fake-News-Kampagne gegen Bundeswehr“, wie ein Hinweis am Ende des Artikels aufklärt.

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Missbrauchsopfer: ‚Der Vergewaltiger ist nach wie vor Priester‘

missbrauch

„Der Vergewaltiger ist nach wie vor Priester.“ Das sagt Missbrauchsopfer Daniel Pittet, wie „kath.ch“ berichtet.. Pittet war als Ministrant der Kathedrale Freiburg jahrelang regelmäßig von einem Kapuzinerpater missbraucht worden, erst mit 12 Jahren konnte er sich aus dem Zugriff des Priesters befreien. Der 58-Jährige hat seine Erfahrungen in einem soeben erschienen Buch öffentlich gemacht

kath.net

Pittet machte viele Jahre später die Sache dem damaligen Offizial des Diözesangerichts des Bistums Lausanne-Genf-Freiburg bekannt, dem späteren Vatikandiplomaten und Nuntius in Deutschland, Jean-Claude Périsset. Dieser glaubte ihm, rief den Kapuziner zu sich, der Pater gestand die Taten, so berichtete „kath.ch“. Der Pater wurde nach Frankreich versetzt, Pittet wurde informiert, dass der Geistliche sich behandeln lassen werde.

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Erdogans Problem mit dem türkischen Wort für Nein: „Hayir“

Auch die HDP hat die Nein-Kampagne aufgenommen. Bild: HDP-Fraktion
Auch die HDP hat die Nein-Kampagne aufgenommen. Bild: HDP-Fraktion
In der Türkei wurde die Hayir-Partei gegründet. Mit aller Kraft versucht die Regierung die Nein-Kampagne gegen die Einführung des Präsidialsystems zu zermürben

Von Elke Dangeleit | TELEPOLIS

Am 16. April werden in der Türkei rund 55,3 Millionen Wahlberechtigte und rund 2,9 Millionen türkische Staatsbürger im Ausland über ein Referendum abstimmen, das Erdogan faktisch zum Diktator machen soll. Der Leiter der türkischen Wahlbehörde, Sadi Güven, teilte am vergangenen Samstag das Datum mit. Das Referendum würde noch im Ausnahmezustand stattfinden, der nach dem Putschversuch vom Juli 2016 verhängt worden war, so Güven.

In der Türkei wurde nun eine neue Partei von enttäuschten AKP-Mitgliedern und CHP-Mitgliedern gegründet. Einziges Ziel: Die Menschen in der Türkei zu einem „Nein/Hayir“ gegen das Präsidialsystem zu bewegen.

„Wenn wir dieses Referendum nicht gewinnen und das Präsidialsystem nicht abwenden, gibt es danach vielleicht gar keine Möglichkeit mehr, aktiv zu werden. Deshalb dürfen wir jetzt nicht aufgeben. Wir müssen kämpfen“, sagte Tuna Beklevic, einst führendes Mitglied der regierenden AK-Partei, im Deutschlandfunk. Die säkularen Türken und Kurden machen mit eigenen Nein-Kampagnen mobil. Selbst innerhalb der nationalistischen MHP regt sich Widerstand.

Mit aller Kraft versucht die Regierung die Nein-Kampagne zu verhindern. Bürger, die sich für die Nein-Kampagne engagieren, werden systematisch verfolgt und kriminalisiert. Innerhalb der letzten zwei Tage wurden über 800 Menschen mit dem Vorwurf „Unterstützung einer terroristischen Vereinigung“ verhaftet. Die Repression richtet sich mittlerweile nicht mehr nur gegen HDP-Abgeordnete, sondern auch gegen einfache Mitglieder.

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US-Justiz: Verurteilte sollen Chemikalien für ihre Hinrichtung selbst mitbringen

todesspritze

Dem US-Bundesstaat Arizona fehlen die Chemikalien zur Vollstreckung der Todesstrafe. Ersatzstoffe führten in der Vergangenheit bereits zu grausam missglückten Hinrichtungen. Für das Problem hat Arizona eine absurde Lösung gefunden: Die Verurteilten sollen den Todescocktail selbst mitbringen.

FOCUS ONLINE

Im Jahr 2011 stoppte der dänische Hersteller des Einschläferungsmittels Pentobarbital dessen Verwendung bei der Vollstreckung der Todesstrafe. Ein Jahr später entschied die EU dasselbe für das starke Schlafmittel Thiopental. Beide Wirkstoffe waren ein essentieller Bestandteil der tödlichen Injektion in den US-Bundesstaaten, die noch die Todesstrafe vollstrecken.

Seither herrscht Mangel: Die Versuche einiger Gefängnisse, den Chemikaliencocktail aus anderen Inhaltstoffen zu mischen, hatten katastrophale Ergebnisse. Verurteilte mussten teilweise einen stundenlangen Todeskampf erdulden. Inzwischen gibt es Bemühungen einiger Bundesstaaten, wieder Gaskammern, Erschießungskommandos oder den Elektrischen Stuhl einzuführen.

Entscheidung im CRISPR-Patentstreit

Gibt es bald zwei Patente auf die begehrte Genschere CRISPR/Cas 9? © thinkstock
Gibt es bald zwei Patente auf die begehrte Genschere CRISPR/Cas 9? © thinkstock
Es geht um Forschung, Ruhm und Millionen Dollar: Am US-Patentgericht streiten zwei Forschungseinrichtungen seit Monaten um das Patent auf die Genschere CRISPR/Cas9. Jetzt haben die Richter einen Antrag der University of California auf Rücknahme des Patents ihrer Gegenspieler, des Broad Institute abgelehnt. Künftig könnte es damit sogar zwei Patente auf die begehrte Biotechnologie geben: Eines für alle CRISPR-Anwendungen und eines nur für deren Anwendung auf höhere Zellen.

scinexx

Der Streit um die Genschere CRISPR/Cas9 demonstriert, wie schnell selbst Grundlagenforschung zum Gegenstand erbitterter Konflikte werden kann. Denn wie bei vielen bahnbrechenden Entdeckungen in der Wissenschaft geht es dabei nicht nur um Erkenntnisse und Fortschritt, sondern auch um Ruhm und viel Geld.

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Berlin: Senat will Neutralitätsgesetz ergebnisoffen prüfen

Themenbild
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Ob das Berliner Neutralitätsgesetz verändert werden müsse, werde die Koalition „ganz entspannt“ diskutieren, sagte Kultursenator Klaus Lederer am Donnerstag. Die SPD will mehrheitlich daran festhalten.

Von Ulrich Zawatka-Gerlach | DER TAGESSPIEGEL

Der Senat will die rechtlichen Konsequenzen aus dem jüngsten Kopftuchurteil des Landesarbeitsgerichts „ergebnisoffen prüfen“, teilte Kultursenator Klaus Lederer (Linke) am Donnerstag mit. Ob das Neutralitätsgesetz des Landes Berlin, das sich gegen religiöse Symbole und Kleidungsstücke in öffentlichen Institutionen richtet, verändert werden müsse oder nicht, werde die Koalition „ganz entspannt“ diskutieren, sagte der – auch für Kirchen und Religionsgemeinschaften zuständige – Senator in der Fragestunde des Abgeordnetenhauses.

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Merkel verteidigt Entscheidung gegen Asyl für Snowden

 Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrer Aussage vor dem NSA-Untersuchungsausschuss © Bernd von Jutrczenka/DPA
Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrer Aussage vor dem NSA-Untersuchungsausschuss © Bernd von Jutrczenka/DPA
Hat die Kanzlerin von den Ausspähungen des BND gewusst, als sie sich über Spionagepraktiken der USA empörte? Stundenlang steht sie dem NSA-Ausschuss Rede und Antwort. Fazit: Sie habe alles richtig gemacht.

stern.de

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Entscheidung der Bundesregierung verteidigt, dem früheren US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden kein Asyl in Deutschland zu gewähren. Eine Prüfung durch das Auswärtige Amt und das Justizministerium habe ergeben, dass die Voraussetzungen für Asyl nicht vorlägen, sagte Merkel am Donnerstag im NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestages. „Das ist der Sachverhalt.“

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‚Correctiv‘ verklagt das Erzbistum Köln auf Auskunft

Bild: tilly
Bild: tilly
Die umstrittene Journalistengruppierung „Correctiv“ hat eine Klage auf Auskunft gegen das Erzbistum Köln eingereicht. Die Gruppe, die zuletzt medial in Zusammenhang mit der Überprüfung von Fakenews bei Facebook ein Thema war, möchte wissen, in welche Fonds und Branchen die Erzbistümer und Landeskirchen ihre Milliarden investieren.

kath.net

Laut eigener Auskunft stößt man hier „auf eine Mauer des Schweigens“ und möchte jetzt gerichtlich durchsetzen, dass man erfährt, wo genau das Erzbistum Köln rund 2,5 Milliarden Euro angelegt hat. Bistumssprecher Michael Kasiske erklärt gegenüber „Correctiv“: „Die Zusammensetzung der Aktienfonds unterliegt laufenden Änderungen, so dass wir zu einzelnen Anlagen grundsätzlich keine Auskunft erteilen.“

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We Talked to the American NASA Scientist Who Had His Phone Seized at the Border

Image: MOTHERBOARD
Image: MOTHERBOARD
Sidd Bikkannavar is a natural born US citizen who just wanted to get home after racing solar-powered cars across South America.

By Kaleigh Rogers | MOTHERBOARD

When NASA scientist Sidd Bikkannavar flew home after his most recent trip abroad, he immediately knew something was up. A natural born US citizen with pre-approved clearance through the Global Entry program, Bikkannavar, 35, typically flies through customs in minutes. But this time, he was asked to go to an interview room. And hand over his phone.

„The officer told me they needed to search my possessions to make sure I wasn’t bringing anything dangerous into the country,“ Bikkannavar told me over the phone. „That was fine, I’m a very patient and cooperative person, so I wasn’t upset. After asking a few questions, they asked for my phone, and then casually asked for the pin. That’s when I had to slow down.“

Since Bikkannavar uses a NASA-issued work phone, he was hesitant to hand over the password. NASA’s communications with Bikkannavar could contain confidential information about research and work. But the border guards didn’t really give Bikkannavar much of a choice, so he reluctantly handed over his pin to unlock the phone. The border guards then left the room with the phone for 30 minutes before returning it and letting Bikkannavar go.

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