Litauen: Fake-News zielen auf Bundeswehrsoldaten


Screenshot aus einem Video über eine Gefechtsvorführung des PzGrenBtl 122, Quelle: YouTube, 2008
Screenshot aus einem Video über eine Gefechtsvorführung des PzGrenBtl 122, Quelle: YouTube, 2008
„Gut orchestrierte“ Vergewaltigungsvorwürfe. Nato-Diplomat spricht von russischer Provokation

Von Thomas Pany | TELEPOLIS

Am 23. Januar trafen 500 Soldaten des Panzergrenadierbataillons 122 letzte Vorbereitungen, um zum Militärstützpunkt in Rukla, im Südosten von Litauen, aufzubrechen. Nach einem Bericht des oberpfälzischen ONetz hatten sie „20 Panzer im Reisegepäck“. Es ist das erste Nato-Kontingent, das im Rahmen des Präsenz-Projekts „Enhanced Forward Presence“ nach Litauen verlegt wird – die Bataillonsführung war sich der Verantwortung der Mission bewusst, notiert der Bericht in der Rubrik „Vermischtes“:

Wir werden alles nur Mögliche dafür tun, den guten Ruf des Bataillons durch diese Mission zu festigen.

Oberstleutnant Huber

Und dann, einige Zeit später in Litauen: Vergewaltigungsvorwürfe. Laut Gerüchten sollen Bundeswehrsoldaten eine Minderjährige vergewaltigt haben, berichtet der Stern unter der Überschrift: „Russland soll Gerücht über Vergewaltigung durch deutsche Soldaten gestreut haben.“

Der Stern hat die Geschichte vom Spiegel übernommen. Dort hieß es zunächst: „Russland attackiert die Bundeswehr mit Fake-News-Kampagne“. Das wurde aber dann korrigiert zu: „Nato vermutet Russland hinter Fake-News-Kampagne gegen Bundeswehr“, wie ein Hinweis am Ende des Artikels aufklärt.

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