Warum Schlangenbisse immer noch tödlich enden


Die Greifschwanz-Lanzenotter beißt ohne Warnung zu. Das getroffene Gewebe stirbt ab, Gliedmaßen müssen amputiert werden. Foto: imago/Nature Picture Library
Die Greifschwanz-Lanzenotter beißt ohne Warnung zu. Das getroffene Gewebe stirbt ab, Gliedmaßen müssen amputiert werden. Foto: imago/Nature Picture Library
Millionen Menschen kämpfen jährlich mit den schweren Folgen eines Schlangenbisses. Oft fehlt das Gegengift, weil sich für Pharmafirmen die Produktion nicht lohnt.

Von Nicole Simon | Potsdamer Neueste Nachrichten

Wenn der Regen kommt, ist es besonders schlimm. Mit den Wolkengüssen kriecht eine tödliche Gefahr hervor. Der Regen drängt Kobras, Vipern und Mambas aus ihren Verstecken. Jedes Jahr werden rund fünf Millionen Menschen von Schlangen gebissen, rund 100 000 von ihnen sterben. Mehr als dreimal so viele verlieren Gliedmaßen, werden entstellt oder entwickeln andere schwere Behinderungen.

Die meisten Opfer leben in Afrika und Südostasien. Es sind Menschen in ländlichen Gebieten und mittellose Kleinbauern, die ihre Felder noch mit einfachsten Mitteln bewirtschaften. Wer den ganzen Tag mit bloßen Händen Unkraut jätet, mit nackten Füßen das Vieh auf die Felder führt oder Getreide erntet, ist den Tieren schutzlos ausgeliefert. Je ärmer eine Bevölkerung ist, umso wahrscheinlicher wird das tödliche Aufeinandertreffen. Rund ein Viertel der Toten sind Kinder. In den kleinen Körpern ist der Schaden, der das Gift anrichtet, besonders groß.

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