Protestantin Merkel fordert von Islam „klare Worte“


Merkel auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Bild: n-tv.de
Merkel auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Bild: n-tv.de
Kanzlerin Merkel ruft islamische Autoritäten dazu auf, sich deutlich vom Terrorismus zu distanzieren. Außerdem wirbt sie auf der Münchner Sicherheitskonferenz für internationale Strukturen und warnt vor „kleinlichen Diskussionen“.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel hat von islamischen Autoritäten eine deutliche Distanzierung vom Terrorismus gefordert. Sie erwarte „klare Worte“ über die Abgrenzung des friedlichen Islam vom Terrorismus im Namen des Islam, sagte Merkel bei der Münchner Sicherheitskonferenz. Dies könnten westliche Politiker nicht so leisten wie islamische Autoritäten.

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2 Comments

  1. Merkels Aufforderung ist völlig überflüssig. Jeder, der des Lesens mächtig ist, kann nachvollziehen, dass die Distanzierung der muslimischen Welt vom islamistischen Terrorismus schon zigmal erfolgt ist. Hier nur vier Beispiele:

    Beispiel 1:
    Sechs führende Islam-Gelehrte in Großbritannien veröffentlichten im Jahr 2014 eine Fatwa (Rechtsgutachten), in der der IS als unterdrückerische und tyrannische Organisation verurteilt wird. Muslime, die sich ihr anschließen, seien Häretiker. Die Imame fordern alle Muslime in Großbritannien auf, sich ihrer giftigen Ideologie entgegenzustellen. Auch der einflussreiche ägyptische Großmufti Shawqi Allam erklärte den IS zu einer Gefahr für den Islam und die Muslime. (Katholische Nachrichten, Beitrag vom 02.09.2014)

    Beispiel 2:
    Im Juni 2014 distanzierte sich die 56 Mitgliedsstaaten zählende Organisation für Islamische Zusammenarbeit vom IS. Der Generalsekretär betonte, dass diese gewaltsame Vertreibung ein nicht zu tolerierendes Verbrechen darstellt und dass die Praktiken von ISIS nichts mit dem Islam und seinen Prinzipien, welche Gerechtigkeit, Güte, Anstand, Glaubensfreiheit und Koexistenz einfordern, zu tun haben. Im August 2014 wurde die Organisation vom Rat der islamischen Gelehrten Indonesiens für harām (verboten) erklärt. Diese Bekenntnisse und Forderungen hätten ebenso gut von christlichen Vereinigungen ausgesprochen werden können. (https://de.wikipedia.org/wiki/Islamischer_Staat_(Organisation)
    sowie Indonesia clerics forbid joining ISIL. Artikel vom 7. August 2014 im Portal presstv.ir, abgerufen am 18. August 2014)

    Beispiel 3:
    Der ägyptische Großmufti Schawki Ibrahim Allam sprach dem IS das Recht ab, sich Islamischer Staat zu nennen, und forderte die Medien dazu auf, den IS nur noch als al-Qaida-Separatisten in Irak und Syrien zu bezeichnen. (RP ONLINE: Katar und Großmufti von Kairo auf Distanz –
    Islamischer Staat politisch unter Druck, Artikel vom 24.08.2014)

    Beispiel 4:
    Sogar in der leidigen Gesichtsschleierfrage kam man der westlichen Welt schon fast zuvor. Die Universität Kairo, die größte akademische Institution des Landes, verbot mit Beginn des Wintersemesters 2015 sogar den Gesichtsschleier für Studentinnen und für Professorinnen. Schon 2009 schrieb Abdel Muti Al-Bayyumi, Mitglied des Hohen Geistlichen Rates der Al-Azhar in Kairo, der höchsten Lehrautorität der sunnitischen Muslime, dass der Niqab keine Grundlage im Islam hat. Er schade vielmehr dem Ansehen des Islam. In dieser Sache war Al-Bayyumi sich sogar mit seinem Chef einig, Grossscheich Ahmed al-Tayeb. (http://www.aargauerzeitung.ch/ausland/beifall-von-ungewohnter-seite-islam-theologen-fuer-burka-verbot-130503142)

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    1. Spielt keine Rolle, was ein paar Scheichs oder Schriftgelehrte sagen, denn der „moderate“ Islam arbeitet mit ähnlichen Mitteln, indem er unsere freie Gesellschaft und unsere Toleranz gegen uns einsetzt und unterwandert.

      Abgesehen davon gibt es in der islamischen Welt keine Zentralstelle wie im Christentum. Es gibt Dutzende von unterschiedlichen Richtungen die konkurrieren oder auch gegeneinander kämpfen – aber fast alle gemeinsam gegen „den satanischen Westen“. Außerdem gibt es noch die Taqiya. Lüge gegenüber Ungläubigen ist nicht nur erlaubt, sondern wird auch gefordert. Ich kenne einige Ex-Muslime, wenn die aus dem Nähkästchen plaudern, was ihnen passieren würde, wenn sie in die Hände von „moderaten“ Muslimen gerieten, wird einem ganz anders. Der „moderate Islam“ sieht nämlich so aus:

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