Bundespolizei und BKA testen neue Verfahren zur Gesichtserkennung


Animation eines ausgewiesenen Bereiches, in dem der Fahrgast, nach individuellem Bedarf, besonderen Schutz in Anspruch nehmen kann. Bild: Fraunhofer IPK
Animation eines ausgewiesenen Bereiches, in dem der Fahrgast, nach individuellem Bedarf, besonderen Schutz in Anspruch nehmen kann. Bild: Fraunhofer IPK
Mit intelligenter Videotechnik will das Bundesinnenministerium Gefahrensituationen automatisiert erkennen. Die Technik wurde zuvor in Forschungsprojekten entwickelt

Von Matthias Monroy | TELEPOLIS

Noch in diesem Jahr soll der Berliner Bahnhof Südkreuz mit intelligenter Videotechnik ausgerüstet werden. Das berichtet die Berliner Morgenpost unter Berufung auf eine Ministeriumssprecherin. Das Pilotprojekt wird vom Bundesministerium des Innern verantwortet. Die Durchführung übernehmen die Deutsche Bahn und die Bundespolizei. Auch das Bundeskriminalamt hat eine neue Software zur Gesichtserkennung beschafft.

Von den Plänen hatte bereits die Berliner Zeitung im vergangenen Frühjahr berichtet. Bis heute wollte sich das Bundesinnenministerium aber nicht auf einen Ort des Feldversuchs festlegen. Jetzt soll die erforderliche Technik ausgeschrieben werden. Laut Morgenpost nutze die Deutsche Bahn bereits intelligente Videotechnik zur Erkennung von Personen im ICE-Tunnel des Berliner Hauptbahnhofs.

Bei dem am Bahnhof Südkreuz zu testenden System erfolgt ein Alarm bei auffälligen Bewegungen von Personen. Unter anderem sollen dadurch Graffiti-Sprüher erkannt werden. Nicht beaufsichtigte Gepäckstücke sollen von der Software ebenfalls detektiert werden. Schließlich werden die Kameras auch zur Gesichtserkennung aufgerüstet. Die aufgenommenen Passanten würden dann mit einschlägigen polizeilichen Datenbanken abgeglichen.

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