Wenn infantile Herrenmoral zum Kult wird


Mit breitem Grinsen und geschlossenen Augen: Donald Trump während einer Rede (picture alliance / dpa / Justin Lane)
Mit breitem Grinsen und geschlossenen Augen: Donald Trump während einer Rede (picture alliance / dpa / Justin Lane)
Eine eigentümliche Mischung aus Übermensch und Riesenbaby: An Donald Trump zeige sich eine keineswegs harmlose Kindlichkeit, kommentiert Svenja Flaßpöhler. Sie erkennt in dem Kult um den US-Präsidenten Parallelen zu Walter Benjamins Textfragment „Kapitalismus als Religion“.

Von Svenja Flaßpöhler | Deutschlandradio Kultur

Einmal mehr treibt die Welt die Frage um, welche nationalen und globalen Folgen die Regierung Trump noch zeitigen wird – sei es aus Unfähigkeit oder Berechnung. Diese Frage stellt sich umso dringlicher, als Trumps Team ganz offensichtlich eher auf Eskalation denn auf Diplomatie setzt. Was insbesondere für Trumps Chefberater Steve Bannon gilt, der einen Krieg mit China innerhalb der nächsten zehn Jahre voraussagt und sich selbst kurzerhand mit Lenin vergleicht. Lenin, so Bannon gegenüber dem Internetmagazin „The Daily Beast“, Lenin „wollte den Staat zerstören, und das ist auch mein Ziel. Ich will alles zum Einsturz bringen und das ganze Establishment zerschlagen.“

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