Ein Tabubruch zu viel von „Breitbart“-Journalist Milo Yiannopoulos


 Bis zum Sonntag war Milo Yiannopoulos ein gefragter Redner bei Amerikas Konservativen. (Foto: AP)
Bis zum Sonntag war Milo Yiannopoulos ein gefragter Redner bei Amerikas Konservativen. (Foto: AP)
Der Posterboy der Rechten verteidigt sexuelle Beziehungen zwischen 13-jährigen Jungen und älteren Männern. Jetzt lassen Amerikas Konservative ihr einst hofiertes Enfant terrible fallen.

Von Johanna Bruckner | Süddeutsche.de

Sein Spiel mit der Grenzüberschreitung hat Donald Trump geholfen, US-Präsident zu werden. Das auszusprechen, was die political correctness (vermeintlich) verbietet, was beim Establishment für Entsetzen sorgt, ist en vogue in Teilen Amerikas. Einer, der dafür ein besonderes Talent hat, ist Milo Yiannopoulos. 33 Jahre alt, Brite mit griechischen Wurzeln, Journalist beim umstrittenen Portal Breitbart, schwul. All diese Dinge sind erwähnenswert, denn sie gehören zu Yiannopoulos‘ Rechtfertigungsnarrativ und machen ihn in den Augen seiner Anhänger unangreifbar. Yiannopoulos ist der Posterboy des Alt-Right-Movement und er war bis zum vergangenen Wochenende das hofierte enfant terrible der amerikanischen Konservativen.

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