Ex-Milizionäre üben mit Kohleblockaden aus dem Donbass Druck auf Kiew aus


Rechtsnationalistische Parteien rufen zum Protest auf. Bild: heise.de/tp
Rechtsnationalistische Parteien rufen zum Protest auf. Bild: heise.de/tp
Der Ukraine droht vielleicht eine Energieknappheit, aber ziemlich sicher eine innenpolitische Konfrontation mit rechtsnationalistischen Gruppen

Von Jens Mattern | TELEPOLIS

Premierminister Vladimir Groisman hat auf einer außerordentlichen Kabinettssitzung am Montag alle Parteien zur Zusammenarbeit aufgerufen. „Die Blockade dient nicht unserer Bevölkerung“, so sein Appell. Groisman hat sich am Montag mit den Blockierern zur Unterredung getroffen und vermittelt, dass vor allem die Bevölkerung zu leiden habe und es zu Unterbrechungen in der Strom- und Wärmeversorgung und zum Verlust von Arbeitsplätzen kommen könne.

Seit Ende Januar Wochen blockieren Veteranen von Freiwilligenverbänden oder Milizen Bahnstrecken, die die Rebellengebiete mit der restlichen Ukraine verbinden. Damit verhindern sie die Kohletransporte aus dem Donezkbecken, das von prorussischen Rebellen kontrolliert wird.

Semen Sementschenko, Parlamentarier der Partei „Selbsthilfe“, die sich als konservativ-liberal gibt, ist einer der Wortführer der Blockierer. Er will die Protestaktionen ausbauen: „Wir planen, die Blockade auf die Bahngleise zu erweitern, auf denen Produkte aus Russland eingeführt werden.“ Auch auf Straßen sollen Blockaden stattfinden.

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