Im Meer wird der Sauerstoff knapp


Vor allem große Fische wie dieser Marlin sind auf ausreichende Sauerstoffversorgung angewiesen. Foto: Bill Boyce
Vor allem große Fische wie dieser Marlin sind auf ausreichende Sauerstoffversorgung angewiesen. Foto: Bill Boyce
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Von Jutta Blume | TELEPOLIS

Die Weltmeere sind auf vielfache Weise von global steigenden Temperaturen und dem erhöhten CO2-Gehalt der Atmosphäre betroffen. Der Meeresspiegel steigt, wichtige Ozeanströmungen verändern sich und der Sauerstoffgehalt des Meerwassers sinkt – und zwar sowohl an der Meeresoberfläche als auch in der Tiefsee. Wissenschaftler des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung analysieren das Phänomen des Sauerstoffverlusts in einer kürzlich in der Zeitschrift Nature erschienenen Studie.

Der Sauerstoffgehalt der Ozeane könnte bis zum Jahr 2100 um ein bis sieben Prozent sinken, so die Modelle der Forscher. In den vergangenen 50 Jahren ist der Sauerstoffgehalt bereits um zwei Prozent zurückgegangen. Betroffen von dem Verlust sind fast alle Ozeanregionen, am stärksten jedoch der Nordpazifik. Regional kann dies bereits bedeutsam für Ökologie und Fischerei sein. Vor allem größere Fische sind auf sauerstoffreiches Wasser angewiesen.

Während die geringe Sauerstoffabnahme in der Atmosphäre zurzeit als unkritisch angesehen wird, kann die Sauerstoffabnahme im Ozean wegen der ungleichmäßigen Verteilung durchaus weitreichende Konsequenzen haben. In fischreichen küstennahen Gebieten wären diese Konsequenzen ökologisch, aber auch wirtschaftlich zu spüren.

Dr. Lothar Stramma, Koautor der Studie

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