„Demokratie ist keine Interessensvertretung“


 Der Philosoph Stephan Gosepath (Deutschlandradio / Manfred Hilling)
Der Philosoph Stephan Gosepath (Deutschlandradio / Manfred Hilling)
Leben wir wirklich in einer „Rentnerdemokratie“, wie es von Jüngeren beklagt wird? Der Philosoph Stefan Gosepath hält dagegen: Hinter dieser Kritik stecke ein falsches Verständnis von Demokratie. Gefragt seien jetzt Politikangebote, die zwischen den Generationen vermitteln könnten.

Stefan Gosepath im Gespräch mit Korbinian Frenzel | Deutschlandradio Kultur

Korbinian Frenzel: Unser aller Lebenserwartung steigt. Im Jahr 2030 werden wir im Durchschnitt über 90 Jahre als. Das sagt eine heute erscheinende Studie des Imperial College London mit Blick auf Menschen, die in Industrieländern wie Deutschland leben. Das ist schön, aber vielleicht auch nicht nur. Wenn immer mehr alte Menschen in unserem Land leben, werden wir dann auch mental zur Rollator-Gesellschaft? Landen wir, so hat es Roman Herzog mal gesagt, in einer Rentnerdemokratie? Wir machen diese Frage zum Mehrgenerationenthema. Gleich im Interview Stefan Gosepath, Jahrgang 1959, Professor für Politische Philosophie an der FU Berlin, befragt von mir, Jahrgang 1978, und eingeleitet von Sorgenfalten auf jugendlicher Stirn. Mein Kollege Sandro Schroeder, Jahrgang 1992, meint:

Die Alten sind schuld! „Rentengeschenke“ sind fester Bestandteil des Bundestagswahlkampfs. Wo, bitteschön, bleiben die Geschenke für Praktikanten, Auszubildende, Studierende, fragt Sandro Schroeder, Jahrgang 1992, – und findet, dass die Alten bei Abstimmungen zu viel Macht haben. mehr…

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