Die religiöse Engstirnigkeit deutscher Islam-Verbände


 Ditib-Moschee in Fürthen: Memet Kilic fordert mehr Kunst und Aufklärung statt religiöser Engstirnigkeit (Thomas Frey/dpa)
Ditib-Moschee in Fürthen: Memet Kilic fordert mehr Kunst und Aufklärung statt religiöser Engstirnigkeit (Thomas Frey/dpa)
Die Engstirnigkeit deutscher Islamverbände steht der offenen Gesellschaft entgegen, sagt der Grünen-Politiker Memet Kılıç. Islamische Erziehung sei Teil des Problems − gegen religiösen Fanatismus helfe nur mehr Ethik, Philosophie, Kunst und Aufklärung.

Von Memet Kılıç | Deutschlandradio Kultur

In der mit vielen religiösen Formeln geschmückten Rede des türkischen Ministerpräsidenten Yildirim in Oberhausen fiel auch ein Satz, der in den deutschen Medien keine Beachtung fand. Aus Unkenntnis oder Angst?

Yildirim brüllte in die Menge und über alle türkischen TV-Kanäle an die Millionen in Europa: „Ihr seid Akincis eines großen und mächtigen Landes“.

„Akinci“ sind „Sturmreiter“, Sturmreiter des Osmanischen Reiches. Die in Europa lebenden Anhänger Erdogans sind für die Botschaft empfänglich. Sie haben solche glorifizierten Geschichten über Erzählungen und Heldenfilme inhaliert. Das deutsche Publikum wird sich fragen, wie es kommt, dass in den kommenden Monaten Erdoğans Anhänger Deutschland und Europa zunehmend als Feindesland betrachten und bekämpfen werden.

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