Milo Yiannopoulos will eigenes Medienunternehmen gründen


Milo Yiannopoulos' Pressekonferenz vom Dienstag. Screenshot: TP
Milo Yiannopoulos‘ Pressekonferenz vom Dienstag. Screenshot: TP
Breitbart-Chef Marlow kritisiert Äußerungen des Kolumnisten zu Minderjährigen und sexuellem Missbrauch als „unvertretbar“ und „ekelhaft“

Von Peter Mühlbauer | TELEPOLIS

Am Wochenende twitterte das konservative Reagan-Battalion Ausschnitte aus einem Interview des Gays-for-Trump-Gründers Milo Yiannopoulos, in dem dieser meint, ein sexueller Kontakt zwischen einem Minderjährigen und einem älteren Mann könne einvernehmlich sein, wenn der Minderjährige geschlechtsreif ist. In den Fällen, in denen es zu sexuellem Kontakt zwischen volljährigen Lehrerinnen und minderjährigen männlichen Schülern kam, ist für ihn (ähnlich wie für russische Medien) eher der Schüler das „Raubtier“.

Ob diese Sätze für die Medienaufmerksamkeit ausgereicht hätten, die ihm derzeit zukommt ist fraglich: Dass es Fälle gibt, in denen die Geschlechtsreife bereits vor dem Ende des Schutzalters einsetzt, zeigt ein aktueller Prozess in London, in dem gegen einen zum Tatzeitpunkt Elfjährigen verhandelt wird, dessen Samen man im Anus seines vierjährigen Opfers fand. Eine andere Frage ist, ob die körperliche Geschlechtsreife auch eine geistige Zustimmungsreife bedeuten muss. Trotzdem gibt es beispielsweise deutsche Gerichte, die einen erwachsenen Ehemann einer 13-jährigen Schwangeren nicht einsperren lassen, sondern stattdessen als deren Vormund einsetzen.

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