Ministerpräsident Albig wettert gegen Abschiebepraxis


 Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Albig verteidigte den dreimonatigen Abschiebestopp, den seine Regierung für Afghanistan ausgerufen hat. (Foto: dpa)
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Albig verteidigte den dreimonatigen Abschiebestopp, den seine Regierung für Afghanistan ausgerufen hat. (Foto: dpa)
  • Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Albig verteidigt den Abschiebestopp, den seine Regierung für Afghanistan ausgerufen hat.
  • Der Kieler Landtag vertritt nicht allein die Ansicht, dass es derzeit gewagt ist, unbescholtene afghanische Flüchtlinge in ihr Herkunftsland zurückzuschicken.
  • Mehrheitsfähig ist die Position Schleswig-Holsteins in der Bundesrepublik nicht. Die Konfliktlinie verläuft auch innerhalb der SPD.

Von Thomas Hahn | Süddeutsche.de

Die Reden des Ministerpräsidenten Torsten Albig klingen manchmal so, als sei jemand mit dem Weichzeichner drüber gegangen: salbungsvoll, pastoral, väterlich. Aber am Mittwoch im Landtag von Schleswig-Holstein waren seine Worte scharf und klar: Sie richteten sich gegen die Abschiebe-Politik der schwarz-roten Bundesregierung, gegen CDU-Innenminister Thomas de Maizière „in concreto“, aber auch gegen seine Parteifreunde vom SPD-geführten Außenministerium, das Afghanistan als sicheres Herkunftsland ausweist.

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