Nonne, Engel, Mohammed: Wie religiöse Kostüme provozieren


Verkleidungen an Karneval können Ausdruck von Kritik oder Belustigung sein. Für Pfarrer Detlev Prößdorf aus Leverkusen ist das die normalste Sache auf der Welt. Engel, Mönche und Nonnen begegnen einem in der Karnevalszeit zuhauf. Warum man sich aber lieber nicht als Prophet Mohammed verkleidet, erklärt Tuba Işık, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Seminar für Islamische Theologie in Paderborn.

Von Lisa Menzel | evangelisch.de

Karneval ist für Pfarrer Detlev Prößdorf aus Leverkusen das Fest der Narren: „Dort werden die Verhältnisse temporär auf den Kopf gestellt und es gibt tolerierte Herrschaftskritik.“ Verkleidungen an Karneval sind für ihn nicht selten eine Karikatur dessen, was dargestellt wird. „Je klarer die Konturen einer Figur sind, desto klarer kann ich sie karikieren“, meint Prößdorf. Deswegen sei zum Beispiel die Verkleidung als Jesus mangels Eindeutigkeit schwierig. „Im Vergleich zu anderen Kostümen, die ich als eindeutig empfinde – meinetwegen Darth Vader, Yoda oder anderen Figuren aus der Popkultur – gibt es von Jesus sehr unterschiedliche Darstellungen.“

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