Trump gegen den vermummten Informanten


Image: NBCNews/YouTube
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Der US-Präsident stellt ein heiliges Prinzip des Journalismus in Frage: den Quellenschutz. Er scheint zu ahnen, dass ihm ein neuer Deep Throat zum Verhängnis werden könnte.

Von Nicolas Richter | Süddeutsche.de

Das Geheimnis von gutem Journalismus ist es, dass er Geheimnisse bewahren kann: die Namen seiner Informanten. Ohne den Zuträger „Deep Throat“ hätten die Reporter der Washington Post vermutlich nie herausgefunden, wie tief das Weiße Haus in den Watergate-Skandal verstrickt war. Deep Throat führte sie auf die Spur, weil er wusste, dass sie ihn nie verraten würden. Journalisten stehen im Dienste der Öffentlichkeit, aber sie können nicht alles veröffentlichen.

US-Präsident Donald Trump verlangt jetzt, dass Journalisten eine Quelle nur dann anzapfen dürfen, wenn sie deren Namen nennen. Trump greift damit ein Prinzip an, das dem Journalismus so heilig ist wie sonst nichts. Ohne Vertrauen zwischen Informant und Reporter ist Recherchieren unmöglich, ohne glaubwürdigen Quellenschutz hätte es Enthüllungen wie Watergate, die Panama Papers oder Berichte über die Russlandkontakte des früheren Nationalen Sicherheitsberaters von Trump, Michael Flynn, nie gegeben.

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