Berlin verbietet Fussilet-Verein – Razzia an 24 Orten


„Diese Moschee ist endgültig geschlossen!“ So stand es vor einer Woche an einer Tür der Fussilet-Moschee in Moabit.Foto: Paul Zinken/dpa
Die Fussilet-Moschee in Moabit war auch Anlaufstelle für den Breitscheidplatz-Attentäter Anis Amri. Seit dem frühen Dienstagmorgen laufen nun Durchsuchungen gegen den Trägerverein „Fussilet 33“.

Von Ingo Salmen | DER TAGESSPIEGEL

Der Berliner Senat greift gegen den Moscheeverein „Fussilet 33“ durch. Die Innenverwaltung hat ein Vereinsverbot verfügt. Seit 6 Uhr am Dienstagmorgen durchsucht die Polizei deshalb Objekte an 24 Orten in mehreren Bezirken. Dazu zählten Wohnungen, zwei Geschäftsräume und Zellen in den Justizvollzugsanstalten Moabit und Tegel. Ziel der Razzia seien die Sicherstellung von Beweismitteln und die Festsetzung des Vereinsvermögens, sagte Polizeisprecher Winfrid Wenzel dem Tagesspiegel. 450 Beamte seien im Einsatz.

Das Bethaus in der Perleberger Straße in Moabit hatte der Verein vor einer Woche schon von sich aus geräumt. „Diese Moschee ist endgültig geschlossen!“, stand auf einem Schild am Eingang. Die Einrichtung galt seit langem schon als Treffpunkt von Salafisten. Auch der Breitscheidplatz-Attentäter Anis Amri verkehrte dort. Ende Januar hatte die Polizei bei einer Razzia bereits drei Terrorverdächtige festgenommen, einer davon ein führender Kopf des Vereins.

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1 Comment

  1. Ist natürlich richtig, dass man den Laden dicht gemacht hat. Bleibt die Frage, wann geschieht mit dem Vatikan das Gleiche ? 🙂

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