„Quarz“ im Erdkern?


Statt Legierungen mit dem flüssigen Eisen zu bilden, könnten Silizium und Sauerstoff im äußeren Erdkern miteinander reagieren © Kelvinsong/ CC-by-sa 3.0
Statt Legierungen mit dem flüssigen Eisen zu bilden, könnten Silizium und Sauerstoff im äußeren Erdkern miteinander reagieren © Kelvinsong/ CC-by-sa 3.0
Überraschung im Erdkern: Die leichteren Elemente im äußerern Erdkern verhalten sich möglicherweise ganz anders als erwartet. Statt Eisenlegierungen zu bilden, könnten Silizium und Sauerstoff miteinander reagieren und zu Siliziumdioxid auskristallisieren – der Verbindung, aus der Quarzsand besteht. Sollte sich dieses Ergebnis von Hochdruck-Experimenten bestätigen, könnte diese Kristallisation sogar eine Triebkraft für den Geodynamo sein, wie Forscher im Fachmagazin „Nature“ berichten.

scinexx

Der Erdkern bildet die Basis für das schützende Magnetfeld der Erde und damit letztlich für das irdische Leben. Denn ohne die Wechselwirkung des inneren, festen mit dem äußeren flüssigen Kern gäbe es das Erdmagnetfeld nicht. Doch wann genau der innere Erdkern erstarrte und woraus er neben Eisen noch besteht, ist bisher umstritten beziehungsweise schlicht unbekannt.

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