Wir brauchen keinen Gott, wirklich nicht


 Die nachgebaute Arche Noah in Grant County, Kentucky. bild: arkencounter
Die nachgebaute Arche Noah in Grant County, Kentucky. bild: arkencounter
Weltweiter Terror durch religiös Benebelte. Lautes Kirchengedöngel jeden Sonntag, wenn man mal ausschlafen oder in Ruhe ein Buch lesen will. Und jetzt auch noch ein Superjahr für Luther, den polternden Boss-Antisemiten. Gott nervt unglaublich. Und im Moment ganz besonders.

Von Klaus Ungerer | FREITAG

Gerne würde man sein Andenken ja in Ehren halten, respektvoll seiner Verdienste als Begleiter der Menschheit gedenken, als faszinierendes kulturelles Phänomen, als großer Gesellschaftsordner. In einer Mischung aus Respekt und Widerwillen könnte man seiner Spur durch die Jahrtausende folgen, bis zurück zu Echnaton, der den Mono-Gott, diesen imaginären Freund, einst erfand. Milliarden von Menschen hat er wirklich viel bedeutet – in der Kindheit der menschlichen Historie, der wir nach schlappen fünf Millionen Jahren immer noch zu entwachsen bemüht sind. Man vergleiche uns mal mit Erfolgsmodellen der Evolution wie Farnen, Asseln oder Spinnen: Dagegen sind wir stolzen Menschenkinder bloß ein Fünkchen im Gewitter.

Das Problem: Gott, der lang schon Tote, hat längst zu stinken begonnen. Seit einigen Jahrhunderten schon kann jeder halbwegs gebildete Mensch die Idee als unhaltbar und beschämend kurios erkennen: Ein allmächtiges Wesen, dessen Ursprung niemals erklärt wurde – lebt es? Ist es unbelebt? Ist es irgendetwas dazwischen? Jenes Wesen habe also das Universum mit all dessen physikalischen Gesetzen, mit der betäubenden Unendlichkeit und Milliarden von Sonnen und Planeten erschaffen.

Löckchen und Lammfleisch

Und das gleiche Wesen soll nun, im Jahr 2017, ein ernsthaftes Interesse daran haben, dass man, um nur einige der bizarren Regeln anzuführen, die ihm zugeschrieben werden, a) Löckchen an den Ohren trage, b) auf gar keinen Fall einen Baconburger bestelle, sondern wenn, dann einen Lammfleischdöner, c) Statuetten von gefolterten, halbnackten Bärtigen in jedes Klassenzimmer jeder Schule hänge, d) homosexuelle Liebe für etwas Schlimmes zu halten habe, etc. pp. Man könnte jetzt seitenlang groteske Vorschriften aufzählen, die nach Borniertheit, Kleinlichkeit, Machtgeilheit, Unterdrückungslust, Narzissmus und Dämlichkeit riechen, kurz: nach Mensch.

weiterlesen

Advertisements

Ein Gedanke zu “Wir brauchen keinen Gott, wirklich nicht

  1. Rolo

    Manchmal denke ich, es ist eigentlich Schade, dass es keinen Gott gibt. Gäbe es nämlich einen gerechten, allmächtigen Gott, könnte logischerweise der ganze religiotische Schwachsinn unserer Welt, nie stattfinden. Nein, es ist nicht der Gott welcher nervt, es sind die infizierten Religiotsneurotiker die nerven. Und dies nicht nur während des Superjahres für einen partiell-menschenverachtenden, gewittergeschädigten, im Wahn tintenfasswerfenden Teufelsfürchtigen aus Eisleben, sondern leider ein ganzes Leben lang.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s