Mit B-Waffen wollten Briten die Indianer vernichten


 Im French and Indian War 1756 bis 1763 kämpften zahlreiche Indianer auf französischer Seite gegen die Briten Quelle: picture alliance / Isadora/Leema
Im French and Indian War 1756 bis 1763 kämpften zahlreiche Indianer auf französischer Seite gegen die Briten Quelle: picture alliance / Isadora/Leema
1763 erhoben sich zahlreiche Indianerstämme gegen die britische Herrschaft in Nordamerika. Ein General verfiel auf einen teuflischen Plan: Mit Pocken infizierte Decken sollten den Gegner auslöschen.

Von Berthold Seewald | DIE WELT

Jeffrey Amherst gehörte wahrlich nicht zu den rückwärtsgewandten Generälen des Königs von England. Der aufstiegsorientierte Sohn eines Rechtanwalts aus Kent zeichnete sich durch kluge Organisation, systematische Planung und politischen Pragmatismus aus. Als er 1758 unter Umgehung zahlreicher höherer Offiziere zum Oberbefehlshaber eines Expeditionskorps in Nordamerika ernannt wurde, rechtfertigte er diese Beförderung durch den erfolgreichen Feldzug gegen mehrere französische Festungen. Die Eroberung Montreals 1760 trug ihm den informellen Titel „Eroberer Kanadas“ ein. Aber der Mann, der 1778 sogar zum Oberkommandierenden der britischen Armee und Baron aufstieg, erwies sich auch in einer anderen Hinsicht als bahnbrechender Visionär. Amherst wurde zum Wegbereiter der biologischen Kriegführung.

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