Fall Yücel veranschaulicht ein Problem des Doppelpasses


SPD-Vize Özoguz will die doppelte Staatsbürgerschaft ausweiten. Angesichts der angespannten Beziehung zur Türkei empfinden das in der Union viele als Zumutung. Zumal zwei Pässe zu haben auch Risiken birgt.

Von Manuel Bewarder | DIE WELT

Noch bis vor Kurzem mussten sich junge Türken mit doppelter Staatsbürgerschaft entscheiden: Wenn sie 23 Jahre alt wurden, sollten sie ihren türkischen oder den deutschen Pass abgeben. Entweder oder. Das war die Regel.

Nach langem öffentlichen Ringen hatte sich die Regierung in den Koalitionsverhandlungen dazu entschlossen, junge Türken ähnlich zu behandeln wie Kinder aus EU-Ländern. Jetzt fällt auch für sie die Pflicht weg, sich für eine der beiden Staatsbürgerschaften zu entscheiden. Ein Sonderfall ist das nicht: 4,3 Millionen Menschen besitzen neben der deutschen noch eine andere Staatsbürgerschaft.

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