Potsdam: Das Moschee-Dilemma


Zielgruppe? Am Infostand musste die AfD mit vielen Gegnern sprechen.Foto: S. Gabsch
Zielgruppe? Am Infostand musste die AfD mit vielen Gegnern sprechen.Foto: S. Gabsch
Die Suche nach einem Platz für ein islamisches Gemeindezentrum bleibt schwierig. Davon versucht die AfD zu profitieren

Von Henri Kramer | Potsdamer Neueste Nachrichten

Bei der Suche nach einem Standort für ein islamisches Gemeindezentrum in Potsdam zeichnet sich keine Lösung ab. „Es gibt leider noch nichts Neues“, sagte am Freitag der Imam des Vereins der Muslime in Potsdam, Kamal Abdallah, den PNN. Rathaussprecher Jan Brunzlow sagte, es sei daher noch nicht klar, wie lange die Stadtverwaltung die kommunale Biosphäre als Standort für die Freitagsgebete des Vereins zur Verfügung stellt. „Ein Ende ist derzeit nicht absehbar“, sagte Brunzlow.

Neu ist seit Freitag: Es gibt wieder Protest gegen das Gebet. Die rechtspopulistische AfD hatte einen Infostand auf dem Fußweg gegenüber der Biosphäre platziert. Das Motto: „Der Islam gehört nicht zu Deutschland.“ Der Referent für Wirtschaft in der AfD-Landtagsfraktion, Steffen Kotré, sagte, Anlass für den Stand sei die Tatsache, dass der Stadt pro Gebet 1500 Euro Kosten entstehen. „Das will ich als Steuerzahlerin nicht ausgeben“, sagte Mathilda Huss, Besitzerin der bekannten Villa Adlon in Neu Fahrland, die den AfD-Stand unterstützte. Kotré ergänzte, der Islam-Verein habe selbst für Räumlichkeiten zu sorgen.

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