71-Jährige bekommt Ärger weil sie Hakenkreuze entfernt


Hakenkreuz an der Tür (Symbolfoto) © DortmundQuer @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Mehrmals monatlich setzt Irmela Mensah-Schramm irgendwo in Deutschland ihre scharfe Klinge an, um Hassparolen in der Öffentlichkeit zu entfernen. Dafür wird die Seniorin bewundert und geehrt. Doch ihre Aktionen brachten sie auch schon vor Gericht.

Von Christine Xuân Müller | MiGAZIN

Ohne Ceranschaber, Nagellackentferner und Farbspraydose geht Irmela Mensah-Schramm nie aus dem Haus. Es ist die Grundausrüstung der 71-Jährigen, die sich selbst den Namen „Polit-Putze“ gegeben hat, um nicht als „Sprayer-Oma“ bezeichnet zu werden. Seit über 30 Jahren entfernt sie rechtsextreme Schmiererein und Aufkleber, die sie überall in Deutschland – von Dortmund bis Dresden, von Bautzen bis Berlin, vom München bis Magdeburg – entdeckt.

Mit ihrem Engagement gegen Rechtsextremismus landete die couragierte Seniorin wegen Sachbeschädigung zuletzt vor Gericht. Zugleich wird ihre Arbeit immer häufiger zum Ausstellungsobjekt. So präsentiert das NS-Dokumentationszentrum München in einer Sonderausstellung ab 8. März rund zehn Ordner mit Fotos ihrer Putz-Aktionen. Im vergangenem Jahr machte das Deutsche Historische Museum in Berlin auf ihre Arbeit aufmerksam. Ihre eigene Ausstellung „Hass vernichtet!“ ist regelmäßig in kleinen Projekten zu sehen.

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