Chef der US-Umweltbehörde: CO2 kein Hauptverursacher der Erderwärmung


Der neue Chef der US-Umweltbehörde EPA, Scott Pruitt, hält das Treibhausgas Kohlendioxid für keinen wesentlichen Verursacher der Erderwärmung. „Die Einschätzungen über das Ausmaß des Einflusses gehen erheblich auseinander. Ich glaube deswegen nicht, dass Kohlendioxid einer der Hauptverursacher der Erderwärmung ist, die wir erleben“, sagte Pruitt am Donnerstag dem Sender NBC.

derStandard.at

Pruitt befindet sich damit im fundamentalen Gegensatz zu den meisten Klimaforschern sowie wissenschaftlichen Erkenntnissen etwa der NASA und der Klimabehörde NOAA. Die Weltorganisation für Meteorologie WMO hatte kürzlich erklärt, die Rekordhöhe der Konzentration von Kohlendioxid und Methangas trage zum Klimawandel bei. Vereinzelte Kritiker bezweifeln diese Theorie und nenne sie „CO2-Lüge“.

Pruitt sagte NBC außerdem, das Pariser Klimaabkommen sei ein schlechter Deal. Der Vertrag hätte der Zustimmung des Senats bedürft. Pruitt ist Klimaskeptiker, enger Vertrauten der Kohle- und Ölindustrie und hat die EPA in seiner Zeit als Generalstaatsanwalt von Oklahoma über ein Dutzend Mal verklagt.

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3 Comments

  1. Da liegt der Standard.at aber reichlich falsch. Denn es ist auch unter Klimaforschern längst Konsens, daß z.B. Wasserdampf aus den Meeren und Methangas aus den abtauenden Permafrostgebieten weit stärker klimawirksam sind, als CO2.

    Der massive Anstieg von CO2 kann auch nicht durch menschliches Eingreifen in die Natur erklärt werden. Natürliches CO2 macht immer noch den Löwenanteil aus.

    95% der Treibhausgase sind Wasserdampf (das sind 2% der Atmosphäre)
    4% sind CO2 – und von diesen 4% sind wiederum 3,4% menschengemacht.

    Gut – mag sein, daß es da einen „Tipping Point“ gibt. Aber den haben Klimaforscher bisher nicht belegen können, genauso wenig wie Klimaskeptiker diese Theorie widerlegen konnten. Muß man also mal stehen lassen.

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    1. Ich bin kein Klimawandelskeptiker (was für ein arges Gummiwort – damit kann man alles erschlagen, was einem nicht in den Kram passt). Das Klima verändert sich und wird das immer tun – ob der Mensch mit dran dreht, oder nicht.

      Ich habe viel zu viele sich teilweise widersprechende Infos zu einem überaus komplexen Thema. Wenn schon die Meteorologen Probleme haben eine Wettervorhersage über mehr als 10 Tage zu machen, wie wollen dann Klimaforscher das Weltklima in einem noch weit komplexeren und teilweise noch ungenügend erforschen System von zusammenhängenden Faktoren das können?

      Einen allgemeinen Trend kann man vielleicht erkennen. Aber sind die erkannten Korrelationen auch wirklich die Kausalität? Ich bin nicht skeptisch, was den Klimawandel angeht. Ich bin skeptisch gegenüber den behaupteten Ursachen und den langfristigen Vorhersagen der Wissenschaftler. Zu oft habe ich gelesen, wie aus unvollständigen Modellen mit unzureichenden Methoden die falschen Schlüsse gezogen wurden. Die Wissenschaftsgeschichte ist voll davon.

      Im Prinzip ist es aber völlig egal. Die Natur hat schon 99% von allem, was jemals gelebt hat, ausgerottet. Das wird uns nicht anders ergehen. Anpassen oder aussterben …

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