Hermann Gröhe, der Apothekenminister


Er hat das Jobprofil des Geldverteilens verinnerlicht: Gesundheitsminister Hermann Gröhe, CDU © Kay Nietfeld/DPA
CDU-Gesundheitsminister Hermann Gröhe verteilt Milliarden und umgarnt die Lobbyisten. Er ist vermutlich der teuerste Amtschef im Kabinett. Die Patienten haben wenig davon.

Von Andreas Hoffmann | stern.de

Gesundheitsminister war früher ein Höllenjob. Man musste sparen, den Patienten Leistungen streichen, den Versicherten Lasten aufbürden und kannte nur Feinde: die Ärzte, die Kliniken, die Pharmahersteller, die Krankenkassen, die Apotheker und die Patienten. „Sie können machen, was sie wollen“, sagte einmal die frühere Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD)  einmal. „Sie stehen immer in der Kritik.“

Wen das Amt traf, der wurde wahlweise als „Miss Piggy“ oder „Möchtegern-Lolita“ beschimpft, wie Andrea Fischer (Grüne) oder als „Geisterfahrerin“ wie Ulla Schmidt. Auch Männer wurden angefeindet. Als Horst Seehofer den Posten innehatte, wollten manche Lobbyisten nicht einmal mit ihm reden. „Der hat ja nicht mal Abitur“, sagte der damalige Ärztepräsident Karsten Vilmar.

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