Trump fordert 46 Bundesanwälte zum Rücktritt auf


Unter den zum Rücktritt gedrängten Juristen ist auch Bundesanwalt Preet Bharara aus Manhattan Quelle: REUTERS
Die Radikalität überrascht: Auf einen Streich hat die US-Regierung Dutzenden Bundesanwälten den Rückzug nahegelegt, offenbar unverzüglich. Sie waren von Trumps Vorgänger Obama ernannt worden. Es regt sich Kritik.

DIE WELT

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat Dutzende Bundesanwälte zum Rücktritt aufgefordert, die während der Amtszeit seines Vorgängers Barack Obama ernannt worden waren. Alle verbleibenden 46 Bundesanwälte hätten die Aufforderung erhalten, ihren Rücktritt einzureichen „um einen einheitlichen Übergang zu ermöglichen“, teilte eine Sprecherin von Justizminister Jeff Session am Freitag mit.

Der Vorgang an sich ist nicht unüblich. Wie die „New York Times“ schreibt, hätten beispielsweise auch die Regierungen unter Bill Clinton (Demokraten) und George W. Bush (Republikaner) die Bundesanwälte zum Rücktritt aufgefordert. Jedoch sei dies graduell passiert, um einen möglichst reibungslosen Übergang zu gewähren. So vergingen zwischen Aufforderung und tatsächlichem Rücktritt teilweise Monate, in denen laufende Fälle abgeschlossen werden konnten.

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