Der islamische Antisemitismus, die DITIB und der reduzierte Islam


(Zeitgenössische Karikatur, die den Inhalt einer Hadith-Überlieferung wiedergibt; sie stammt aus einem Facebook Post eines UNRWA-Mitarbeiters, einer vom Westen unterstützten UN-Organisation, die mindestens eine bedenkliche Personalpolitik betreibt)
Bevor ich mit meinen Ausführungen über den islamischen Antisemitismus beginne, möchte ich zunächst einmal mehr klarstellen, dass es falsch und unangebracht wäre, sämtliche Muslime in diesem Punkt unter Generalverdacht zu stellen.

Von Giordano Brunello | Richard-Dawkins-Foundation

Es existieren wohl Millionen von Muslimen, die überhaupt nicht antisemitisch sind, weder latent noch offen. Viele von ihnen pflegen Kontakte und Freundschaften zu Jüdinnen und Juden. Es gibt sogar eine große Zahl von Muslimen, die einen überaus positiven Bezug zum Staat Israel und zu den Israeli haben und sogar solche, die beim israelisch-palästinensischen Konflikt sich eher auf der Seite von Israel sehen. Ausnahmen sind sogar in ihrer äußersten Form möglich, etwa dann, wenn sich Muslime selbst als Zionisten bezeichnen. Es gibt nichts, was es nicht gibt.

Die Existenz dieser Menschen soll allerdings nicht suggerieren, dass damit der Islam nicht antisemitisch wäre. Allein die Tatsache, dass sie gegenüber den Antisemiten in der islamischen Welt eine Minderheit bilden, kann einen solchen Rückschluss nicht zulassen. Es ist unzulässig, aufgrund Beobachtungen bei einer ausgesprochenen Minderheit abzuleiten, der Islam sei nicht antisemitisch und diese Leute seien dafür der Beweis. Da der Islam durchaus antisemitisch ist, wie ich aufzeigen werde, zeigt das Vorhandensein dieser Minorität vielmehr auf, dass es durchaus möglich ist, muslimisch und nicht antisemitisch zu sein. Die Frage, die sich damit stellen wird und die ich weiter unten zu beantworten versuche, wird sein, weshalb es trotz des Antisemitismus im Islam eine doch sehr erhebliche Zahl von Muslimen gibt, die nicht antisemitisch ist.

Der islamische Antisemitismus ist ein originärer – d.h. von anderen Antisemitismen losgelöster und unabhängig entstandener – Antisemitismus. Er ist einerseits in allen möglichen Quellen des Islam vorzufinden: Im Koran, in den Hadithen, in der Sira, in den relevanten Kommentaren dieser Schriften, in Fatwas (Rechtsgutachten) und in vielen Publikationen religiösen Inhalts. Ferner ist ihm in der gesamten uns bekannten Geschichte des Islam zu begegnen. Wir finden ihn in der Politik, in der Religion, im ganz gewöhnlichen Alltag, in der Kunst, in Karikaturen, in Büchern, schlicht überall, auch in der Gegenwart.

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