Wegbereiter des Kapitalismus


Gerhard Streminger
Adam Smith
Verlag: C.H.Beck, München 2017
ISBN: 9783406706592
26,96 €

„Dass ein fast 250 Jahre altes Buch immer noch Grundlage und wichtige Inspirationsquelle einer ganzen Wissensdisziplin ist, die sich zudem als besonders modern und wegweisend gibt, ist einmalig.“ Der Philosoph Gerhard Streminger räumt in seiner Biografie des schottischen Aufklärers und Ökonomen Adam Smith mit einigen gängigen Klischees und Irrtümern auf.

Von Hans-Martin Schönherr-Mann | Spektrum.de

Nein, der wirkmächtigste Philosoph der jüngeren Vergangenheit war nicht Karl Marx, sondern Smith (1723-1790), der 1776 mit seinem Hauptwerk „Der Wohlstand der Nationen“ das Fundament des modernen Kapitalismus legte – jener Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung, mit der sozialistische Modelle zumeist erfolglos konkurrierten. Smith begründete die moderne politische Ökonomie, das heißt die Volkswirtschaftslehre. Weithin bekannt ist seine These von der unsichtbaren Hand, die den freien Markt im Hintergrund so lenkt, dass Wohlstand entsteht. Diese Ideen prägten nicht nur das Denken jener Eliten, die Großbritannien im folgenden Jahrhundert zur ökonomisch erfolgreichsten Nation machten. Viele meinen auch, Smith sei für heutige neoliberale Bestrebungen verantwortlich, den Kapitalismus zu entfesseln.

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