Papst gegen den „Götzenkult“ der NS-Ideologie


Pius XI. und Mussolini.
AP; AFP/picturedesk.com (Montage)
Der Vatikan verurteilt öffentlich die herrschenden Verhältnisse in NS-Deutschland: „Mit brennender Sorge“ nannte Papst Pius XI. die Enzyklika, die er vor 80 Jahren unterzeichnete.

Von Bettina Gabbe | evangelisch.de

Darin warnte er vor den Gefahren der Hitler-Diktatur und brandmarkte die nationalsozialistische Ideologie als antichristliche Ersatzreligion, allerdings ohne Hinweis auf die Judenverfolgung. Ausnahmsweise war das päpstliche Rundschreiben vom 14. März 1937 nicht auf Latein verfasst, sondern auf Deutsch. Es wurde vervielfältigt und in Deutschland von allen katholischen Kanzeln verlesen.

Grundlegendes Dokument über das Verhältnis zwischen katholischer Kirche und Hitler-Regime

Die Enzyklika war das erste grundlegende Dokument über das Verhältnis der katholischen Kirche zum Hitler-Regime. Wie war es dazu gekommen? Zunächst hatte der Vatikan versucht, sich den Nationalsozialisten anzunähern, um die katholische Kirche in Deutschland zu schützen. Kurz nach der Machtübernahme Adolf Hitlers 1933 hegten in der Kirche viele die Hoffnung, er werde den als weitaus größeres Übel angesehenen Kommunismus bekämpfen.

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