Staatsknete: Wie sich der Berliner Senat zum Kirchentag prostituiert


Legt sich immerhin nicht mit der Kirche ins Bett: Bürgermeister Müller mit Kirchentagspräsidentin Aus der Au, Landesbischof Dröge und Kirchentags-Generalsekretärin Ueberschär (v. r. n. l.) Foto: dpa
Der Senat fördert den Kirchentag üppig und verweist auf millionenschwere Umsätze für die Berliner Wirtschaft. Leider geht die Rechnung nicht auf.

Von Claudius Prösser | taz.de

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: Zum Deutschen Evangelischen Kirchentag, der vom 24. bis zum 28. Mai in Berlin stattfindet, werden 140.000 BesucherInnen erwartet. Der Senat bezuschusst die Großveranstaltung mit 8,4 Millionen Euro und begründet dies unter anderem mit wirtschaftlichen Effekten für die Stadt. Die Zahlen, mit denen er dabei hantiert, entbehren allerdings jeder Grundlage.

Kritik an der Förderung von Kirchen- und Katholikentagen gibt es regelmäßig. Dabei fällt gerade in Berlin das Missverhältnis zwischen den Zuwendungen und der Zahl der Religionsangehörigen auf: Wenig mehr als 16 Prozent der BerlinerInnen gehörten 2016 noch einer evangelischen Kirche an, die KatholikInnen kamen auf unter 9 Prozent. Der Rest gehört einer anderen oder – größtenteils – gar keiner Religion an.

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