Tschetschenische Islamisten: IS-Kämpfer kehren zurück nach Brandenburg


Die Grenze im Blick: Deutsche und polnische Polizisten beobachten den Verkehr bei Swiecko gleich hinter der Grenze südlich von Frankfurt (Oder). Foto: imago/Christian Thiel
Sie kommen illegal und sie sind potenziell sehr gefährlich. Es geht um tschetschenische Islamisten, die unerkannt über die Grenze zwischen Polen und Brandenburg nach Deutschland reisen.

Von Jens Blankennagel | Berliner Zeitung

Wie viele es tatsächlich sind, weiß niemand. Denn die Grenze ist offen, weitgehend ungesichert und unbewacht. Bekannt ist nur die Zahl jener, die bei der illegalen Einreise von der Bundespolizei an der Grenze aufgegriffen werden. Im vergangenen Jahr sollen dies fast 30 Tschetschenen mit Verbindungen zum Islamismus gewesen sein.

Der Verfassungsschutz geht davon aus, dass sich eine wahrnehmbare Islamistenszene auch in Brandenburg etabliert hat. Die Zahl der Islamisten, die im Bundesland leben, steigt seit 2013 wieder kontinuierlich. Damals waren es 30 Männer. „Inzwischen sind es mindestens 80 Personen“, sagte Heiko Homburg, Sprecher des Brandenburger Verfassungsschutzes in Potsdam. „Die Mehrzahl wird dem tschetschenischen Raum zugeordnet.“

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