Familienministerium streicht Fördermittel für Ditib-Projekte


Die Ditib-Moschee in Köln-Ehrenfeld © MiG
Das Bundesfamilienministerium hat Fördergelder für Projekte der Ditib gestrichen. Betroffen sind unter anderem Projekte zur Vermittlung von Flüchtlingspatenschaften und zur Islamismusprävention.

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Vor dem Hintergrund der Spitzelaffäre um Ditib hat das Bundesfamilienministerium Fördergelder für Projekte des türkeinahen Islam-Verbandes gestoppt. „Wir brauchen Klarheit darüber, ob Ditib auf dem Boden unserer freiheitlichen Grundordnung steht“, sagte ein Sprecher des Ministeriums am Mittwoch. Nach seinen Angaben ist die Förderung bereits im Januar, also unmittelbar nach Bekanntwerden der Spitzelvorwürfe, auf Eis gelegt worden. Auch wenn sich der Verdacht ausschließlich gegen Einzelpersonen richte, belaste er doch die Qualität der Zusammenarbeit mit Ditib und das Vertrauen substanziell, sagte der Sprecher.

Konkret geht es um zwei Projekte des Bundesverbandes zur Vermittlung von Flüchtlingspatenschaften und zur Islamismusprävention. Ein Projekt des Landesverbandes Ditib Nord widmet sich dem Kampf gegen Islamfeindlichkeit. Das Projekt zur Flüchtlingshilfe sollte vom Bundesfamilienministerium mit rund 725.000 Euro gefördert werden. Es sind 22 weitere Programmträger daran beteiligt. Für die anderen Projekte waren jeweils rund 130.000 Euro Fördermittel veranschlagt.

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