Keine Einigung im Streit um Luxemburgs Kirchen


© Bild: yarchyk – Fotolia.com
Die Trennung von Staat und Kirche in Luxemburg geht mühsam voran. Nach wie vor wird um den Unterhalt für die Kirchen im Land gestritten. Nun lehnte der Innenminister einen Vorschlag der Kirche ab.

katholisch.de

Ein Vorstoß der Luxemburgischen Kirche zur Klärung offener Eigentumsfragen von Kirchengebäuden mit der Regierung ist vorerst gescheitert. Innenminister Dan Kersch hat die kirchlichen Reformvorschläge abgelehnt, auf die sich das Erzbistum Luxemburg und das Syndikat der Kirchenfabriken (Syfel), die Vertretung von 285 lokalen Gremien zur kirchlichen Vermögensverwaltung, Anfang März nach monatelangem innerkirchlichen Streit geeinigt hatten. „Wir haben alles versucht, um zu einer friedlichen Lösung zu kommen. Dieser Versuch ist leider gescheitert“, sagte Generalvikar Leo Wagener am Mittwoch vor Journalisten.

Damit ist weiterhin keine Einigung in der Frage in Sicht, wer künftig für den Unterhalt der rund 500 Kirchen und Kapellen des Landes aufkommen soll. Im vergangenen Jahr hatten sich die Kirchenleitung und der Innenminister auf die Schaffung eines Kirchenfonds geeinigt, dem die Gebäude weitgehend unterstellt werden sollen. Ziel war eine Entflechtung der Eigentumsverhältnisse, da die Kommunen bislang gesetzliche Verpflichtungen gegenüber den Kirchenfabriken haben.

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