Titan: Rätsel um „magische“ Inseln gelöst?

In diesem See auf dem Saturnmond Titan gibt es Inseln und Küstenvorsprünge, die mal da sind und mal nicht. © NASA/JPL-Caltech/ Space Science Institute
Mysteriöser Wechsel: In den Seen des Saturnmonds Titan gibt es Inseln, die manchmal sichtbar sind, dann aber wieder verschwinden. Das Rätsel um diese „magischen“ Gebilde könnten NASA-Forscher jetzt gelöst haben. Denn ihre Experimente legen nahe, dass sich in den Seen aus Ethan und Methan sprudelnde Stickstoff-Blasen bilden können. Das Gas tritt immer dann aus, wenn sich die Temperaturen oder die Kohlenwasserstoff-Mischung des Sees ändern.

scinexx

Der Saturnmond Titan ist eine faszinierende Welt. Denn er besitzt wie die Erde Vulkane, Dünen und auch Canyons. Doch in seinen Seen und Flüssen fließen statt Wasser eiskaltes Ethan und Methan. Auch der Regen, die Wolken und das Eis auf dem Titan bestehen aus Kohlenwasserstoffen.

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Josef Schuster: Luther war ein Antisemit

links: Bildnis von Gewalt gegen Juden entstanden 1250 ;rechts: „Von den Juden und ihren Lügen“: mit dieser Schrift begann Martin Luthers Serie judenfeindlicher Schriften von 1543. Bild: zu-Daily.de
Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland übt scharfe Kritik an Luther und vertritt dann eine problematische These, dass dem Nationalsozialismus durch die „kirchliche Lehre“ der Boden geebnet wurde

kath.net

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland steht Martin Luther äußerst kritisch gegenüber. „Besonders seine späten Schriften sind klar antisemitisch“. Dies meint Josef Schuster im Gespräch mit dem „Mannheimer Morgen“ . Der wichtigste Repräsentant der Juden erklärt in dem Interview: „Luther war ein Antisemit.“ Dabei bezieht er sich auf die Schrift „Von den Juden und ihren Lügen“ aus dem Jahr 1543. Darin forderte der Reformator drei Jahre vor seinem Tod unter anderem, jüdische Häuser, Schulen und Synagogen niederzubrennen und den Rabbinern die Lehre zu verbieten.

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Erdogan: Türken in Europa sollen fünf Kinder kriegen

Bild: Magazin „The Economist“
Im eskalierenden Streit mit Europa hat der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan seine dort lebenden Landsleute aufgefordert, ihren Einfluss auszuweiten und mehr Kinder zu zeugen.

Frankfurter Rundschau

„Macht nicht drei, sondern fünf Kinder, denn Ihr seid die Zukunft Europas“, sagte Erdogan im westtürkischen Eskisehir. Innenminister Süleyman Soylu drohte der EU, Tausende Flüchtlinge über die Grenze zu schicken. Morgen jährt sich der Flüchtlingspakt der EU mit der Türkei zum ersten Mal. In knapp einem Monat stimmen die Türken über die Einführung des von Erdogan angestrebten Präsidialsystems ab.

Rheinische Kirche stoppt Luther-Kondome – „Hier stehe ich…“

Eine Verteilung von Kondomen mit provokanten Luther-Sprüchen als Werbebeitrag zum 500. Reformationsjubiläum ist auf Anordnung der rheinischen Kirche gestoppt worden (Symbolfoto). Foto: Oliver Berg / dpa
Eine Jugendkirche wollte Kondome mit Sprüchen wie „Hier stehe ich, ich kann nicht anders“ verteilen. Daraus wird jetzt nichts mehr.

Berliner Morgenpost

Eine Kondom-Verteilaktion mit provokanten Luther-Sprüchen ist auf Anordnung der rheinischen Kirche gestoppt worden. Die von der evangelischen Jugendkirche Düsseldorf verteilten Kondome mit Martin Luther zugeschriebenen Sprüchen wie „Hier stehe ich, ich kann nicht anders“ werden wieder eingesammelt. Das teilte die Evangelische Kirche im Rheinland am Freitag mit. Mehrere Medien hatten darüber berichtet.

In einem Brief schrieb der für Erziehung und Bildung zuständige Oberkirchenrat Klaus Eberl: „Wir halten diese Aktion für grundsätzlich ungeeignet für die Jugendarbeit.“ Daher sei sie in Absprache mit den Initiatoren gestoppt worden.

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Neuer Höchststand – Mehr rassistische Gewalttaten in Berlin

Berlin © extranoise auf flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Die Zahl rechtsextremer Gewalttaten hat in Berlin einen neuen Höchststand erreicht. Die Opferberatung ReachOut registrierte im vergangenen Jahr 380 Vorfälle. Berlins Justizminister sieht Polizei und Justiz in der Pflicht.

MiGAZIN

Die Opferberatung ReachOut meldet einen neuen Höchststand rechtsextremer, rassistischer und antisemitischer Gewalttaten in Berlin. Wie die Beratungsstelle am Donnerstag in der Hauptstadt mitteilte, wurden 2016 mindestens 553 Menschen (2015: 412 Menschen) verletzt, gejagt und massiv bedroht, darunter 45 Kinder.

ReachOut registrierte 380 Vorfälle, das waren fast 20 Prozent mehr Gewalttaten und massive Bedrohungen als 2015 (320). Im Umfeld von Flüchtlingsunterkünften wurden 41 Angriffe gemeldet. ReachOut nimmt in seine Statistik auch Vorfälle auf, die nicht den Ermittlungsbehörden angezeigt wurden. In den Vorjahren lagen die ermittelten Angriffszahlen jeweils unter 200 Vorfällen.

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Abschlussbericht zur Kölner Silvesternacht: 1000 Seiten Vorwürfe

„Fataler Sogeffekt“: Weil die Polizei in der Silvesternacht 2015/2016 in Köln nicht eingriff, fühlten sich viele Straftäter ermuntert, heißt es im Abschlussbericht des zuständigen U-Ausschusses. (Foto: dpa)
  • Die Übergriffe in der Kölner Silvesternacht 2015/2016 hätten weitgehend verhindert werden können.
  • Das geht aus dem Entwurf für den Abschlussbericht hervor, den der Untersuchungsausschuss des NRW-Landtages vorgelegt hat.
  • In dem Papier werden schwere Vorwürfe gegen die Verantwortlichen bei Polizei und Stadt erhoben.

Süddeutsche.de

Knapp 15 Monate nach den sexuellen Übergriffen auf Hunderte Frauen an Silvester in Köln liegt dem zuständigen Untersuchungsausschuss jetzt eine umfassende Aufarbeitung der Ereignisse vor. In mehr als 60 Sitzungen hörte der vom nordrhein-westfälischen Landtag eingesetzte Ausschuss fast 180 Zeugen, um zu ergründen, warum die Lage auf dem Bahnhofsvorplatz derart eskalierte und warum die Polizei die massenhaften sexuellen Übergriffe nicht unterbinden konnte.

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Vertrauen in Medien, Parteien und Regierungen ist weiter gesunken

Bild: heise.de/tp
Global Trust Report 2017 zeigt Skepsis der Deutschen gegenüber journalistischer Arbeit – Tool gegen Lückenpresse-Vorwurf entwickelt

Von Marcus Klöckner | TELEPOLIS

45 Prozent der Deutschen vertrauen den Medien. Das geht aus dem neuen Global Trust Report 2017 hervor – eine internationale Studie, die seit 2011 alle zwei Jahre das Vertrauen der Menschen in Institutionen und Branchen misst.

Der aktuelle Bericht zeigt auf, dass die Medien in Deutschland es in den vergangenen Jahren nicht geschafft haben, an Vertrauen zu gewinnen. Zum Vergleich: 2013 ermittelte die Untersuchung einen Wert von 43 Prozent, 2015 waren es 47 Prozent. Damit ist aktuell der Vertrauen um 2 Prozent gesunken.

Bemerkenswert ist: Von den Institutionen, die für die Untersuchung relevant sind, haben nur noch zwei weitere einen Vertrauensverlust zu verzeichnen. Nämlich die Regierungen, die auf einen Wert von 38 Prozent kommen, und schließlich die politischen Parteien, die bei 18 Prozent liegen. Dass die Bürger in Deutschland gerade diesen drei Institutionen offensichtlich generell wenig Vertrauen entgegenbringen, unterstreicht erneut, was seit geraumer Zeit immer wieder diskutiert wird: Wir erleben eine Krise zentraler Institutionen der Demokratie.

Die Zahlen belegen auch: Wenn weniger als die Hälfte – und teilweise sogar viel weniger als die Hälfte – einer Bevölkerung kein Vertrauen mehr in Medien, Parteien und Regierungen eines Landes haben, dann müssen schwerwiegende Gründe vorliegen, die zu diesem Vertrauensverlust geführt haben. Offensichtlich gibt es einen tiefen Graben zwischen weiten Teilen der Bevölkerung und „ihren“ Institutionen. Deutlich wird, dass ein mangelndes Vertrauen nicht nur in kleinen, mehr oder weniger von der Mitte der Gesellschaft entkoppelten Gruppen vorherrscht, die aufgrund ihrer eigenen abweichenden politischen Meinung und Gesellschaftsbild mit Argwohn auf die Institutionen blicken.

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SPD – feiges Spiel um die Ehe für alle

Die SPD versprach die Ehe für alle, passiert ist nichts – obwohl die Partei in der Regierung sitzt. Bild: stern.de
CDU und CSU lehnen die Ehe für alle ab, doch der eigentliche Verhinderer heißt SPD: Die verspricht seit Jahren „hundert Prozent Gleichstellung“ für Schwule und Lesben, knickt im Bundestag jedoch ein. Ein feiges Spiel.

Von Stefan Mielchen | stern.de

Es geht um einen einzigen Satz im Bürgerlichen Gesetzbuch: „Die Ehe wird von zwei Personen verschiedenen oder gleichen Geschlechts auf Lebenszeit geschlossen.“ Mit dieser Formulierung wäre die rechtliche Gleichstellung lesbischer und schwuler Paare besiegelt. Die SPD ist dafür – eine rechnerische Mehrheit im Bundestag vorhanden. Mit etwas Mut könnte die deutsche Sozialdemokratie Geschichte schreiben. Genau hier liegt das Problem: Sie traut sich nicht.

Aktiv verhindert wird die Öffnung der Ehe durch CDU und CSU. Die Union entfernt sich dabei immer weiter von der Lebenswirklichkeit. 83 Prozent der Deutschen befürworten mittlerweile Heirat und volles Adoptionsrecht für Homo-Paare, wie eine repräsentative Umfrage der Antidiskriminierungsstelle des Bundes Anfang Januar ergab. Das lässt die Konservativen kalt. Der Fortschritt ist zwar eine Schnecke, doch selbst die zieht lässig an Deutschland vorbei. In 14 Ländern Europas ist die Ehe für alle, auch bekannt als Homo-Ehe, inzwischen eingeführt, zuletzt stimmten die Finnen für die vollständige Gleichstellung. Die Bundesrepublik hinkt mächtig hinterher. Angela Merkel müsste das peinlich sein. Doch die Kanzlerin schweigt.

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Schweiz lehnt Rechtshilfe für beleidigten Erdogan ab

Die Schweiz hat ein Rechtshilfegesuch der Türkei wegen Beleidigung des Präsidenten Recep Tayyip Erdogan abgelehnt. Das Bundesamt für Justiz stellte in seiner Begründung fest, in der Schweiz gelte die freie Meinungsäußerung.

derStandard.at

Die Türkei hatte in insgesamt vier Fällen Rechtshilfegesuche eingereicht, bei allen ging es um Aussagen über Erdogan in sozialen Medien. Über die verbleibenden drei Anträge wurde noch nicht entschieden.

Der Informationschef des Bundesamtes für Justiz, Folco Galli, erläuterte in der „Tagesschau“ des Schweizer Rundfunks, dass die von türkischer Seite behauptete Tat in der Schweiz nicht strafbar sei. Würde in der Schweiz im politischen Diskurs eine ähnliche Kritik an einem Regierungsmitglied geäußert, würde dies als freie Meinungsäußerung toleriert.

Klimaforschung: Keine Vertuschung

„Missliebige“ Ergebnisse der Klimaforschung werden nicht unterdrückt oder verheimlicht – auch wenn die Klimaskeptiker dies gern behaupten. © Kollage /hinkstock
„Klimaverschwörung“ widerlegt: Entgegen den Vorwürfen der Klimaskeptiker werden Klima-Studien mit „unliebsamen“ oder uneindeutigen Ergebnissen nicht unterdrückt. Wie eine statistische Überprüfung ergab, werden solche Studien genauso in den gängigen Fachjournalen veröffentlicht wie Fachartikel mit Pro-Klimawandel-Ergebnissen. Allerdings gibt es einen Trend innerhalb der Artikel, besonders drastische Effekte im Abstract hervorzuheben.

scinexx

Dass der Klimawandel stattfindet und zumindest zu einem großen Teil menschengemacht ist, wird von den meisten Menschen kaum mehr bezweifelt. Ständig neue Wärmerekorde, tauendes Meereis und steigende Meeresspiegel sprechen eine zu deutliche Sprache. Dennoch gibt es noch immer Klimaskeptiker, die in den veröffentlichten Daten und selbst im Weltklimabericht des IPCC eine einseitige Propaganda sehen. Ihr Vorwurf: Unliebsame Ergebnisse werden von den Fachjournalen gar nicht erst veröffentlicht.

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Giftiger Garten: Ganz schön gefährlich

© dpa Giftige Schönheit: die Herbstzeitlose
Der heimische Garten kann eine Fülle an tödlichen Pflanzen enthalten. Besonders Eibe und Aronstab, Goldregen und Herbstzeitlose haben es in sich. Doch muss man deswegen auf das grüne Hobby verzichten?

Von Ina Sperl | Frankfurter Allgemeine

Giftig! Das ist Warnung, hat aber zugleich auch etwas Geheimnisvolles. Eine Pflanze, die anders ist als andere. Nur anschauen ist ungefährlich. Anfassen oder gar davon essen kann Konsequenzen haben. Im schlimmsten Fall den Tod.

Das Mysteriöse, das Giftpflanzen umgibt, macht sie im Krimi zu perfekten Mitteln für Verbrechen. Agatha Christie war Spezialistin auf dem Gebiet. Sie ließ Eibengift und Fingerhut ihre tödliche Wirkung entfalten, auch Rizinussamen, im Sandwich versteckt. Shakespeares Hexen in Macbeth würzen ihren Zaubertrank mit Schierling, durch den schon Sokrates starb, und Hamlets Vater wird durch „Hebenon“ ermordet, eine Giftpflanze, mit der möglicherweise das Bilsenkraut gemeint ist. Im ungarischen Experimentalfilm „Hukkle“ schließlich gehen Frauen zum Wald, pflücken Maiglöckchen. Fläschchen werden gehandelt. Männer sterben.

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Michael Müllers kognitive Dissonanzen

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (m.), steht neben Vertretern verschiedener Religionen auf dem Breitscheidplatz und nimmt an der Friedenskundgebung teil Quelle: dpa
Berlins Bürgermeister spricht auf einer Gedenkveranstaltung für die Opfer des Weihnachtsmarkts-Anschlags. Der Mitveranstalter wird vom Verfassungsschutz als „islamistisch“ eingestuft. Müller weiß, auf wen er sich einlässt.

Von Ricarda Breyton | DIE WELT

Die Idee klingt schön: Drei Monate nach dem Terroranschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt setzen Muslime, Juden und Christen gemeinsam vor der Gedächtniskirche ein Zeichen des Friedens. Sie beten und singen zusammen und gedenken der zwölf Menschen, die dem Attentäter zum Opfer fielen.

Auch der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) will ein Grußwort sprechen. Doch dann kommt am Mittwoch die Nachricht, dass hinter der Kundgebung unter anderem eine Reihe von Moscheevereinen stecken, die der Verfassungsschutz als islamistisch einstuft.

Ein Sturm der Entrüstung bricht los, der Zentralrat der Juden bittet Müller förmlich, der Veranstaltung fernzubleiben. Doch der Regierende denkt nicht daran. Um kurz nach 18 Uhr am Donnerstagabend tritt Müller auf die Bühne an der Gedächtniskirche und hält seine Ansprache. Kurz vor ihm stand an dieser Stelle Taha Sabri, der Imam des umstrittenen Moscheevereins „Neuköllner Begegnungsstätte e.V.“.

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Richter halten religiöse Eidesformeln teilweise für grundrechtswidrig

foto: robert newald „Schwurgarnituren“ stehen bis heute in manchen Gerichtssälen.
Der gesetzliche Gottesbezug in der Vereidigung sei darüber hinaus „weder zeitgemäß noch notwendig“, sagt Grundrechtsexpertin Maria Wittmann-Tiwald von der Richtervereinigung

Von Katharina Mittelstaedt | derStandard.at

Wer Zeuge vor Gericht und Christ ist, der möge den Daumen und die zwei ersten Finger der rechten Hand vor dem Kruzifix und den brennenden Kerzen emporheben und folgende Worte sprechen: „Ich schwöre bei Gott dem Allmächtigen und Allwissenden einen reinen Eid.“ Klingt nach einem Prozess aus dem 19. Jahrhundert? Aus dieser Zeit stammt die Regelung auch. Gültig ist das „Einführungsgesetz zur Zivilprozessordnung“ hingegen bis heute.

Höhere Strafen

Das gefällt nicht jedem. Diskutiert wird die Neutralität von Gerichten derzeit vor allem in Form eines Kopftuchverbots für Richterinnen und Staatsanwältinnen – wobei es derzeit keine gibt, die ein solches trägt. Die Eidesformel bleibt hingegen auch durch das im neuen Regierungsprogramm festgeschriebene „Neutralitätsgebot“ unberührt. „Da gibt es Handlungsbedarf“, sagt Maria Wittmann-Tiwald, Präsidentin des Handelsgerichts und Vorsitzende der Fachgruppe Grundrechte der Richtervereinigung.

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Deutscher Minister: Libyen-Intervention war „großer Fehler“

foto: ap/sayyid abdul Entwicklungsminister Gerd Müller: „In Libyen hat die Weltgemeinschaft große Fehler gemacht, indem Gaddafi weggebombt wurde“
Der deutsche Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat die militärische Intervention in Libyen als Fehler bezeichnet. „In Libyen hat die Weltgemeinschaft große Fehler gemacht, indem Gaddafi weggebombt wurde“, sagte der Minister am Rande eines Treffens mit seinen EU-Amtskollegen in Brüssel.

derStandard.at

So sei der Einsatz nicht „weiterentwickelt“ worden, Milizen nicht entwaffnet und nicht in die Stabilisierung des Landes investiert worden. „Nach fünf Jahren stehen wir vor dem kompletten Desaster“, meinte Müller. Der Entwicklungsminister warnte zudem vor „einer humanitären Katastrophe“ in dem nordafrikanischen Land, wo sich nach Schätzungen der Internationalen Organisation für Migration (IOM) bis zu eine Million Migranten aufhalten.

Katastrophale Bedingungen

In den Flüchtlingslagern und Haftzentren dort herrschen zum Teil katastrophale Bedingungen. „Deshalb muss jetzt gehandelt werden“, forderte Müller: „Das schaffen wir in Syrien“ und dies „sollte auch in Libyen möglich sein“.

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Merkel: Demografischer Wandel letztlich Frage des Zusammenhalts

Debatte ja, Kampf nein: Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesinnenminister Thomas de Maizière (beide CDU) haben die Generationen zu einem stärkeren Austausch untereinander aufgerufen. Insbesondere von den Jüngeren forderten sie beim Demografiegipfel der Bundesregierung am Donnerstag in Berlin, sich am demokratischen Prozess zu beteiligen und die Veränderung der Gesellschaft mitzugestalten. Demografischer Wandel könne nur im Disput gelingen, sagte Merkel.

evangelisch.de

Vertreter der Bundesregierung zogen bei der Veranstaltung eine Bilanz zur Demografiepolitik. Laut dem im Februar veröffentlichten Bericht geht die Bundesregierung inzwischen davon aus, dass die Bevölkerung in Deutschland nicht wie lange angenommen zwangsläufig schrumpfen wird. Bleibt die Zuwanderung relativ hoch und die Geburtenrate auf dem jetzt wieder höheren Niveau könnte die Zahl der Einwohner stabil bleiben. Fakt ist demnach aber auch, dass Deutschland älter wird.

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Johannes Calvin der Mullah Omar des Protestantismus

Porträt von Johannes Calvin, gezeichnet von Hans Holbein dem Jüngeren. Bild: wikimedia.org/PD

Im Rahmen des Reformationsjubiläums werfen wir einen Blick zurück auf die Reformatoren, die den Protestantismus ab dem 16. Jahrhundert mitgestaltet und geprägt haben. Auch wenn Martin Luther derzeit viel im Fokus steht – er war nicht der einzige große Kopf seiner Zeit. In diesem Teil der Reformatoren-Reihe wird das Leben des Franzosen Johannes Calvin beleuchtet.

Von Stephan Cezanne | EKD

Rolex, Hublot oder Patek Philippe: Ausgerechnet der asketische und sittenstrenge Johannes Calvin hat der hochpreisigen Genfer Uhrenindustrie ein Stück weit zu ihrem Weltruhm verholfen. Zwar lehnte der Reformator Schmuck als übertriebenen Luxus ab, Uhren ließ er aber als nützliche Gegenstände gelten. Vielleicht auch, damit niemand den Gottesdienst verpasst, wird gemunkelt.

Einigen Kirchenhistorikern gilt Calvin als „Vollender der Reformation“. Auf ihn berufen sich heute mehr als 80 Millionen reformierte Christen weltweit – neben den Lutheranern der zweite große Zweig im Protestantismus. Calvin kam am 10. Juli 1509 rund 100 Kilometer von Paris entfernt in Noyon zur Welt – acht Jahre vor dem legendären Thesenanschlag Martin Luthers gegen die Missstände seiner Kirche. Der „französische Luther“ starb am 27. Mai 1564, im Alter von nur 54 Jahren, in Genf.

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Cavusoglu warnt vor „Religionskriegen“ in Europa

Der türkische Außenminister Mevlut Cavusoglu glaubt an baldige „Religionskriege“ in Europa.Foto: Elyxandro Cegarra/AP/dpa
Nach der Wahl in den Niederlanden kündigt der türkische Außenminister weitere Schritte an. Europa werde schon lernen, wie man mit der Türkei umzugehen habe, droht er.

DER TAGESSPIEGEL

Nach den Parlamentswahlen in den Niederlanden hat der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu vor einem Glaubenskrieg in Europa gewarnt. „Ihr führt Europa einem Abgrund entgegen“, sagte Cavusoglu im südtürkischen Antalya nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu vom Donnerstag. „Bald könnten in Europa auch Religionskriege beginnen, und sie werden beginnen“.

Zu den Parlamentswahlen in den Niederlanden sagte er: „Zwischen den Sozialdemokraten und dem Faschisten (Geert) Wilders besteht überhaupt kein Unterschied, alle denken gleich.“ Cavusoglu kündigte zudem weitere Schritte gegen die Niederlande an und sagte: „Wir können uns mit denen nicht befassen, als wären wir Schmarotzer. Der Türke ist nirgendwo ein Schmarotzer.“ Die Beziehungen zwischen der Türkei und der EU sind wegen der Absage von Wahlkampfauftritten türkischer Minister angespannt. Zum Eklat kam es vergangenes Wochenende, als die Niederlande einen Auftritt der türkischen Familienministerin Fatma Betül Sayan Kaya in Rotterdam verhinderte.

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It’s Time to Start Calling Evangelicals What They Are: The American Taliban

(Photo: Ben White / Unsplash)
The Council For National Policy” is a Conservative Think Tank, made up of a who’s who of prominent conservatives; Rick Santorum, Mike Huckabee, Reince Priebus, Tim LaHaye, Bobby Jindal, John McCain… the list goes on…

By JC Weatherby | Church and State

This article, published by the Washington Post, but reported elsewhere, lays out the group’s plan to “restore education in America,” by bringing god into classrooms.

I have said for years and years, the Christian Right is really seeking to establish a theocracy in the United States — at least regionally, throughout the deep south. And this latest effort by the “Council for National Policy” lays further proof to that claim. This is an effort which — in spite of what many Christian leaders say — is NOT supported by the Constitution. The Constitution strictly prohibits the establishment of Religion, as part of the First Amendment, which also guarantees Freedom of Speech and Freedom of the Press. The purpose of this “Separation of Church and State” is intended to do two things:

  1. It protects religious freedom for everyone.
  2. It prevents the tyranny of any one religion.

But this fact won’t stop many southern christians, who feel it is their duty — as christians — to make the United States “a godly nation” in their eyes. And they will cite the numerous biblical passages in which god exhorts all nations to be faithful to him and condemns those nations who are not, as the basis for this duty — which they feel is their right.

I grew up in this world, so I know what I’m talking about. As a kid, during the 1970’s, I attended churches in Atlanta with my devout grandmother. I heard Jerry Falwell speak numerous times at First Baptist on Peachtree. I was indoctrinated into the evangelical way of thinking by a fiery minister in Smyrna. I studied my “King James” bible. I feverishly read Ernest Angley’s book about the “end times” that depicted christians being boiled alive by the antichrist. I loved “The Omen” movies, wholly believing they portended something real. Trust me. I’ve been there. Fortunately, I had the sense to give it up. By age 15, at the peak of my adolescent sexual curiosity, I realized that any religion that demanded giving up my basic humanity was nuts.

Of course, not all christian evangelicals share this extreme view. Nevertheless, the extremists always give themselves away with their trademark refrain, “I’ll pray for you,” as if you are possessed by demons and in need of an exorcism. They seem completely unaware of how this statement makes them appear; that they alone understand “truth,” that everyone else is “ungodly” and in need of “redemption,” as they see it; by being “born again,” and baptized, and accepting their world view. This self-righteous arrogant presumption is at the root of all religious extremism.

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Ermittlungen gegen Pfarrerin wegen Kirchenasyl

Weil sie den Behörden als Hauptverantwortliche für ein Kirchenasyl genannt wurde, ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Pfarrerin Doris Otminghaus aus dem unterfränkischen Haßfurt. Die Staatsanwaltschaft Bamberg bestätigte dem Evangelischen Pressedienst (epd) Ermittlungen wegen des Vorwurfs der Beihilfe zum unerlaubten Aufenthalt in Deutschland. Die Ermittlungen dauerten an, zum Ausgang des Verfahrens könnten keine Aussagen gemacht werden, sagte ein Behördensprecher am Donnerstag.

evangelisch.de

Infrage kämen eine Geld- oder eine Freiheitsstrafe. „Wir sind verpflichtet, eine Ermittlung einzuleiten, wenn Hinweise zur Beihilfe bei einem unerlaubten Aufenthalt vorliegen“, erläuterte der Sprecher.

Pfarrerin Otminghaus war am Donnerstag nicht zu erreichen. Dem „Haßfurter Tagblatt“ (Donnerstag) sagte sie: „Meine Einschätzung ist: Das ist eine Einschüchterungsmaßnahme.“ Gegen sie wird in neun Fällen ermittelt, weil sie mit Zustimmung des Kirchenvorstands Kirchenasyl in ihrer Gemeinde gewährt hat und noch gewährt.

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Nothing to See Here: Trump Cuts NASA and NOAA’s Eyes on Earth

Image: NBCNews/YouTube
NASA fares relatively well overall in the budget, with the exception of its Earth science division.

By Becky Ferreira | MOTHERBOARD

On Thursday, President Donald Trump released his budget outline for 2018, totaling $1.1 trillion. NASA’s proposed slice of this fiscal pie would amount to $19.1 billion, which would be a minor decrease (0.8 percent) from the 2017 plan put forward last year by former President Barack Obama.

Given that the Trump administration plans to cut the Environmental Protection Agency (EPA) budget by 31 percent and fully eliminate programs such the National Endowment for the Arts, NASA has fared relatively well. Though the budget kills many fan favorites—for instance, the plan to land a probe on Jupiter’s moon Europa, a prime candidate for alien life—it contains hefty resources for human deep space missions and robotic planetary exploration.

„This is a positive budget overall for NASA,“ NASA acting administrator Robert Lightfoot said in a Thursday statement. „As with any budget, we have greater aspirations than we have means, but this blueprint provides us with considerable resources to carry out our mission, and I know we will make this nation proud.“ The budget is not final, and needs to be approved by Congress before its implementation on October 1, 2017.

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