Johannes Calvin der Mullah Omar des Protestantismus


Porträt von Johannes Calvin, gezeichnet von Hans Holbein dem Jüngeren. Bild: wikimedia.org/PD

Im Rahmen des Reformationsjubiläums werfen wir einen Blick zurück auf die Reformatoren, die den Protestantismus ab dem 16. Jahrhundert mitgestaltet und geprägt haben. Auch wenn Martin Luther derzeit viel im Fokus steht – er war nicht der einzige große Kopf seiner Zeit. In diesem Teil der Reformatoren-Reihe wird das Leben des Franzosen Johannes Calvin beleuchtet.

Von Stephan Cezanne | EKD

Rolex, Hublot oder Patek Philippe: Ausgerechnet der asketische und sittenstrenge Johannes Calvin hat der hochpreisigen Genfer Uhrenindustrie ein Stück weit zu ihrem Weltruhm verholfen. Zwar lehnte der Reformator Schmuck als übertriebenen Luxus ab, Uhren ließ er aber als nützliche Gegenstände gelten. Vielleicht auch, damit niemand den Gottesdienst verpasst, wird gemunkelt.

Einigen Kirchenhistorikern gilt Calvin als „Vollender der Reformation“. Auf ihn berufen sich heute mehr als 80 Millionen reformierte Christen weltweit – neben den Lutheranern der zweite große Zweig im Protestantismus. Calvin kam am 10. Juli 1509 rund 100 Kilometer von Paris entfernt in Noyon zur Welt – acht Jahre vor dem legendären Thesenanschlag Martin Luthers gegen die Missstände seiner Kirche. Der „französische Luther“ starb am 27. Mai 1564, im Alter von nur 54 Jahren, in Genf.

weiterlesen

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s