Michael Müllers kognitive Dissonanzen


Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (m.), steht neben Vertretern verschiedener Religionen auf dem Breitscheidplatz und nimmt an der Friedenskundgebung teil Quelle: dpa
Berlins Bürgermeister spricht auf einer Gedenkveranstaltung für die Opfer des Weihnachtsmarkts-Anschlags. Der Mitveranstalter wird vom Verfassungsschutz als „islamistisch“ eingestuft. Müller weiß, auf wen er sich einlässt.

Von Ricarda Breyton | DIE WELT

Die Idee klingt schön: Drei Monate nach dem Terroranschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt setzen Muslime, Juden und Christen gemeinsam vor der Gedächtniskirche ein Zeichen des Friedens. Sie beten und singen zusammen und gedenken der zwölf Menschen, die dem Attentäter zum Opfer fielen.

Auch der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) will ein Grußwort sprechen. Doch dann kommt am Mittwoch die Nachricht, dass hinter der Kundgebung unter anderem eine Reihe von Moscheevereinen stecken, die der Verfassungsschutz als islamistisch einstuft.

Ein Sturm der Entrüstung bricht los, der Zentralrat der Juden bittet Müller förmlich, der Veranstaltung fernzubleiben. Doch der Regierende denkt nicht daran. Um kurz nach 18 Uhr am Donnerstagabend tritt Müller auf die Bühne an der Gedächtniskirche und hält seine Ansprache. Kurz vor ihm stand an dieser Stelle Taha Sabri, der Imam des umstrittenen Moscheevereins „Neuköllner Begegnungsstätte e.V.“.

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