Emojis: Es knirscht im Zeichensatz


© Illustration Aphelandra Messer Künftiges Emoji: Wird der Hijab für Frauen zum Symbol des muslimischen Glaubens schlechthin?
In der Online-Kommunikation scheint es kaum noch einen Text zu geben, der nicht mit Emojis verziert ist. Hinter der harmlos daherkommenden Fassade der bunten Bildchen tobt ein Kulturkampf.

Von Anatol Stefanowitsch | Frankfurter Allgemeine

Die Geschichte der Emojis begann Ende der neunziger Jahre, als Shigetaka Kurita für den mobilen Internetdienst eines japanischen Mobilfunkanbieters 176 pixelige Piktogramme entwarf. Neben Smileys und abstrakten Symbolen wie Ziffern, Pfeilen und Sternzeichen waren darunter auch gegenständliche Abbildungen für Gebäude, Fahrzeuge und Nahrungsmittel. Andere japanische Anbieter zogen mit eigenen Entwürfen nach, aber jeder dieser Bildzeichensätze funktionierte nur innerhalb des jeweiligen Internetdienstes.

Der weltweite Siegeszug der Emojis begann 2010, als das Unicode-Konsortium – eine Arbeitsgemeinschaft, die für die einheitliche digitale Darstellung von Schriftsystemen sorgt – die Piktogramme der unterschiedlichen Anbieter einsammelte und in seinen Standard integrierte. Die Bildzeichen unterscheiden sich auf verschiedenen Plattformen zwar noch in kleineren Details, aber wer ein Haus, ein Flugzeug oder ein lachendes Gesicht verschickt, kann sich seitdem sicher sein, dass beim Gegenüber auch tatsächlich ein Haus, Flugzeug oder lachendes Gesicht ankommt.

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