Erdogan-Gegner erleben im türkischen Konsulat böse Überraschung


Der türkische Staat schikaniert auch hierzulande Regimegegner. Immer mehr Fälle werden bekannt, in denen Konsularbeamte die Pässe von Kurden, Aleviten oder Gülen-Anhängern einkassieren.

Von Annelie Naumann, Tim Röhn | DIE WELT

Als sich Mehmet Dag am 2. Februar 2017 in Hamburg ins Auto setzt und in den Stadtteil Rotherbaum fährt, ist er nicht besonders nervös. Dort liegt in der Tesdorpfstraße das türkische Generalkonsulat. Der 33 Jahre alte Familienvater hat einen Termin für seine Entlassung aus der türkischen Staatsbürgerschaft vereinbart.

Dag (Name geändert) wurde in Deutschland geboren, wuchs in einer hessischen Kleinstadt auf, studierte in Siegen und wurde Lehrer – an einem Privatgymnasium, das der Gülen-Bewegung nahesteht.

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