Rassistische Gewalt in Südafrika eskaliert


foto: apa/afp/phill magakoe In Südafrikas Hauptstadt Pretoria setzte die Polizei gegen rassistische Demonstranten Gummigeschosse und Tränengas ein.
Eine neu geformte Einheit soll mit Hilfe von Polizei, Einwanderungsbehörde und Ministerien in Südafrika gegen Ausländerhass vorgehen. Besonders Nigerianer werden häufig Opfer. Politiker verabsäumten es bisher, die Gewalt offen als ausländerfeindlich anzusprechen

Von Martina Schwikowski | derStandard.at

Ausländerhass hat sich in Südafrika in den Köpfen vieler Menschen verfestigt. Die jüngste Gewaltwelle gegen Einwanderer wütete vor wenigen Wochen in Johannesburg und der Hauptstadt Pretoria. Dort wurden Läden ausländischer Besitzer geplündert und Menschen in Straßen angegriffen. Oft sind Nigerianer die Opfer, denen Kriminalität im Drogengeschäft nachgesagt wird. Bei einem aktuellen Vorfall marschierten ausländerfeindliche Demonstranten zum Außenministerium. Einige trugen Stöcke oder Rohre. Die Polizei musste Blendgranaten und Gummigeschoße gegen den Mob einsetzen. 163 Menschen wurden verhaftet. Die Stiftung des verstorbenen Friedensnobelpreisträgers Nelson Mandela kritisierte, die Behörden hätten „einen Marsch des Hasses“ genehmigt.

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