Reformation avanciert zum Top-Thema der Leipziger Buchmesse

Bücher zum 500. Reformationsjubiläum dominieren laut Renate Nolte von der Vereinigung Evangelischer Buchhändler und Verleger die diesjährige Leipziger Buchmesse.

evangelisch.de

„Es gibt sicher kein Thema, das in diesem Jahr stärker vertreten ist“, sagte die Geschäftsführerin der Vereinigung dem Evangelischen Pressedienst (epd). Zur Leipziger Buchmesse werden von Donnerstag bis Sonntag Zehntausende Besucher erwartet. Literatur zum Reformator Martin Luther und zum Jubiläumsjahr gebe es in allen Gattungen, sagte Nolte weiter. Neben theologischen Fachbüchern fänden sich Inhalte zur Reformation auch in Kinder- und Hörbüchern, Graphic Novels, humoristischen Publikationen und in der Belletristik.

„Mir fällt fast kein Lebensbereich ein, der nicht mit Luther konfrontiert ist“, resümierte Nolte: „Das ist schon ein sehr breites Spektrum.“ Auch Fernsehsender wie 3sat und Arte oder die ARD hätten bereits angekündigt, Luther und das Reformationsjubiläum als wichtiges Thema der Buchmesse aufzugreifen.

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Stephen Hawking will ins All fliegen

Der britische Physiker Stephen Hawking 2008 an der George Washington University in Washington. Foto: Stefan Zaklin
Vor zehn Jahren hatte Hawking einen Parabelflug unternommen. Dabei konnte der Astrophysiker bei einem kontrollierten Sturzflug in einer umgebauten Boeing für kurze Zeit das Gefühl der Schwerelosigkeit erleben – und war völlig begeistert.

Frankfurter Rundschau

Der schwerkranke Astrophysiker Stephen Hawking (75) hält an seinem Plan für eine Reise ins All fest. Ein solcher Flug würde ihn glücklich machen, sagte der britische Wissenschaftler dem Fernsehsender ITV.

Virgin-Galactic-Chef Richard Branson (66) hatte Hawking schon vor Jahren eine Mitflugmöglichkeit für die Zukunft angeboten. Er habe sofort zugesagt, berichtete Hawking. Möglicherweise sei er aber in den USA nicht willkommen, da er US-Präsident Donald Trump als Demagogen bezeichnet habe, sagte der Astrophysiker.

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Kann künstliche Intelligenz Suizidgefährdete erkennen?

© AP Gina Alexis weint um ihre 14 Jahre alte Tochter, die bei einer Pflegefamilie lebte und im Januar ihren Suizid in Florida auf Facebook Live übertragen hatte. Später kam heraus, dass die Mutter selbst die Suizid-Ankündigung verfolgt hatte und nicht eingeschritten war – wie Hunderte weitere auch.
Regelmäßig kursieren auf Facebook Videos von Suiziden. Nun will das Unternehmen gefährdete Nutzer automatisch identifizieren. Kritiker fürchten, der ernste Anlass könne genutzt werden, um noch mehr Überwachung durchzusetzen.

Von Sebastian Eder | Frankfurter Allgemeine

Es ist noch nicht lange her, dass Videos zweier dramatischer Ereignisse auf Facebook erschienen. Im Dezember filmte ein zwölf Jahre altes Mädchen aus dem amerikanischen Bundesstaat Georgia ihren Suizid. Das Video lief in Echtzeit auf Live.me, Mitschnitte wurden auf Facebook veröffentlicht. Im Januar folgte eine Vierzehnjährige aus Miami dem furchtbaren Vorbild. Auch sie konnte nicht gerettet werden, obwohl ihr Suizid live auf Facebook zu sehen gewesen sein soll und angeblich sogar die Mutter des Mädchens unter den Zuschauern war.

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„Saudi Girls Revolution“: Die Comic-Kämpferinnen Saudi-Arabiens

Latifa ist eine der Heldinnen des Comics – (c) Na3am
In einem Comic, der gerade in dem ultrakonservativen Königreich erschienen ist, kämpfen Heldinnen gegen die Unterdrückung durch das Regime. Geschrieben wurde er von einem Prinzen.

Die Presse.com

Die Frauen in Saudi-Arabien begehren auf und erheben sich gegen Unterdrückung des Regimes. So steht es jedenfalls in einem Comic, der gerade in dem ultrakonservativen Königreich erschienen ist. „Die herrschende Monarchie hat einen kranken Plan für ihren Untergang. Aber wie du bald bemerken wirst, kann nicht jede Frau unterworfen werden“, heißt es dort. Der Titel: „The Saudi Girls Revolution“.

Frauen? Revolution? Saudi-Arabien? Drei Worte, deren Kombination in Riad eigentlich die Alarmglocken schrillen lassen müsste. Dabei ist der Urheber sogar ein Spross der Königsfamilie. Die Heldinnen von Autor Prinz Fahad al-Saud sind Symbole des Widerstands und der Emanzipation. Sie loten die Grenzen des Erlaubten in einer der konservativsten Gesellschaften der Welt neu aus.

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Was juckt es den Mond, wenn ihn ein Mops anbellt – Erdo?

Bild: FB
  • „Du benutzt gerade Nazi-Methoden“: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat in einer Rede die Kanzlerin persönlich angegriffen.
  • Die Bundesregierung verurteilt die Vorwürfe als „inakzeptabel“.
  • SPD-Kanzlerkandidat Schulz spricht von einer „Frechheit“.

Süddeutsche.de

Die Bundesregierung warnt die Türkei angesichts drastischer Beschimpfungen vor einer Beschädigung der Beziehungen. Die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer wies Vorwürfe des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan zurück, Bundeskanzlerin Angela Merkel wende Nazi-Methoden an. „Es bleibt dabei: Nazi-Vergleiche sind inakzeptabel, egal in welcher Form“, sagte sie in Berlin. Die türkische Regierung habe es in der Hand, die Rhetorik zu mäßigen und eine nachhaltige Beschädigung der Beziehungen abzuwenden.

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Erzapostel: Mafiosi dürfen nicht Tauf- und Firmpaten sein

Bild: hiphop ’n’more
Der sizilianische Erzbischof Michele Pennisi hat Mafia-Mitgliedern das Amt des Tauf- oder Firmpaten untersagt.

kath.net

Diese Rolle dürften keine Personen übernehmen, die „mafiösen Vereinigungen oder mehr oder minder geheimen Verbänden angehören, welche den Werten des Evangeliums widersprechen“, zitiert die Tageszeitung „Giornale di Sicilia“ (Donnerstag) aus einem Erlass für die Erzdiözese Monreale. Zu Pennisis Kirchenbezirk gehören berüchtigte Mafia-Orte wie Corleone, Cinisi, Partinico und San Giuseppe Jato. Aufgabe eines Paten ist nach dem katholischen Kirchenrecht „mitzuhelfen, dass der Getaufte ein der Taufe entsprechendes christliches Leben führt“.

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Neues superhartes, hitzebeständiges „Glas“

Die Größe der Siliziumnitrid-Scheibe beträgt herstellungsbedingt nur wenige Millimeter. © Norimasa Nishiyama, DESY/Tokyo Tech
Erstmals durchsichtig: Forscher haben ein ultrahartes und hitzebeständiges Material erstellt, das zudem transparent ist. Dies gelang ihnen durch hohe Temperaturen und extrem hohen Druck. Die kleinen Scheibchen aus dem dritthärtesten Material der Welt sind zudem noch weit bei über 1.000 Grad Celsius stabil – und damit hitzebeständiger als Diamant.

scinexx

Siliziumnitrid (Si3N4)ist enorm hart. Es gibt nur zwei Materialien, die noch härter sind: Diamant und das oft als Schleifmittel verwendete Bornitrid. Aufgrund seiner Härte wird Siliziumnitrid für Kugellager, Schneidwerkzeuge und Motorteile in der Auto- und Flugzeugindustrie verwendet. Die gewünschten Bauteile werden hergestellt, indem das pulverförmige Ausgangsmaterial unter Druck und Hitze in die entsprechende Form gepresst wird. Dabei entsteht das „hexagonale“ Siliziumnitrid.

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BND erklärt Gülenbewegung zu den guten Islamisten

Fethullah Gülen. Screenshot aus YouTube-Video
Soll eine Kooperation zwischen der Gülen-Bewegung und dem deutschen Staat vorbereitet werden?

Von Peter Nowak | TELEPOLIS

Als gäbe es nicht schon genug vordergründige Streitpunkte zwischen der türkischen und der deutschen Regierung hat der BND-Chef Bruno Kahl eine weitere Baustelle aufgemacht. Er widersprach im Spiegel der offiziellen Version der Erdogan-Regierung, nach der die islamistische Gülen-Bewegung die Drahtzieher hinter dem Putschversuch vom Juli letzten Jahres in der Türkei war. Letztlich sind beide Versionen nicht nachzuprüfen und sollten kritisch nach Belegen abgefragt werden.

Von der türkischen Regierung ist bekannt, dass ihre Feindbilder schnell wechseln oder auch kombiniert werden. So konnten Oppositionelle erst gemeinsam mit der Gülen-Bewegung als Linke oder Kemalisten verfolgt werden, um dann später als Gülen-Sympathisanten erneut vor dem Kadi zu landen. Auch neostalinistisch anmutende Vorwürfe sind unter Erdogan zu hören, wenn er den Journalisten Deniz Yücel gleichzeitig als deutschen Agenten und PKK-Anhänger bezeichnet.

Zudem sind politische Beobachter schon länger davon ausgegangen, dass der Putschversuch im letzten Sommer eher von den entmachteten kemalistischen Eliten ausging, die schließlich noch vor 15 Jahren so stark waren, dass sie sogar ein gerichtliches Verbot der AKP androhen konnten. Wieweit es eine Kooperation von Teilen der Gülenbewegung mit diesen kemalistischen Eliten beim Putschversuch gegeben hat und dieser dann als „Geschenk Gottes“ vom türkischen Regime instrumentalisiert wurde, wird sich wohl erst klären lassen, wenn Erdogan und sein Regime endgültig Geschichte ist.

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Auch Nicht-Priester sollen katholische Gemeinden leiten können

Reinhard Marx, Chef der Deutschen Bischofskonferenz,
  • Die katholische Kirche zieht Konsequenzen aus dem zunehmenden Priestermangel.
  • Im Erzbistum München und Freising können künftig auch Laien Gemeinden leiten.
  • Zudem hat der Diözesanrat eine neue Rechtsordnung beschlossen. Künftig soll grundsätzlich per Briefwahl abgestimmt werden.

Von Jakob Wetzel | Süddeutsche.de

Die katholische Kirche will Mitarbeit und Mitbestimmung ihrer Mitglieder stärken: Um die Beteiligung an den Pfarrgemeinderatswahlen zu erhöhen, hat der Diözesanrat, das oberste Gremium der Laien im Erzbistum München und Freising, am Samstag bei seiner Frühjahrsvollversammlung in Ebersberg eine neue Rechtsordnung beschlossen. Künftig soll grundsätzlich per Briefwahl abgestimmt werden.

Erzbischof Reinhard Marx warb zudem für das Vorhaben, die Leitung von Gemeinden in Pilotprojekten in die Hände von Laien zu geben. Bislang musste ein geweihter Priester an der Spitze stehen, Ausnahmen gab es unter Marx nicht. Weil die Zahl der Priester sinkt, wurden daher Pfarreien zunehmend zu Verbänden zusammengefasst.

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Heilungsgebete – christlich, moralisierender Schwachsinn

Der neue Vorsitzende der Evangelischen Allianz und Pastor der freikirchlichen Christus-Gemeinde in Mülheim/Ruhr, Ekkehart Vetter. (imago / epd)
Mit Ekkehart Vetter wurde erstmals ein Pfingstler zum Vorsitzenden der Evangelischen Allianz gewählt. Wir sprachen mit ihm über Heilungsgebete, die Haltung der Allianz zur Homosexualität und das Verhältnis der Evangelikalen zum Rechtspopulismus.

Moderation: Anne Françoise Weber | Deutschlandradio Kultur

Anne Françoise Weber: Rund 1,3 Millionen theologisch konservative Protestanten sind im Dachverband der Deutschen Evangelischen Allianz vertreten. Sie alle eint, trotz großer Unterschiede, ihre Bibeltreue, ihre Betonung der eigenen Bekehrung und des persönlichen Einsatzes für den Glauben. Seit dem 1. Januar hat diese Evangelische Allianz einen neuen Vorsitzenden, und in der vergangenen Woche wurde er nun auch in sein Amt eingeführt, es ist der 60-jährige Ekkehart Vetter. Er folgt auf Michael Diener, der sein Amt vorzeitig niedergelegt hat, offiziell aufgrund der hohen Arbeitsbelastung, denn Diener ist seit November 2015 auch Mitglied im Rat der EKD.

Das Besondere an Vetters Wahl ist nun, dass erstmals ein Vertreter einer Pfingstgemeinde an der Spitze der Allianz steht. Die ist ein heterogenes Gebilde, rund die Hälfte der Mitglieder gehört zu den evangelischen Landeskirchen und damit zur EKD, die andere ist in Freikirchen organisiert und da gibt es eben evangelikale, pietistische und charismatische Christen, die sich da zusammenfinden. Was diese Vielfalt bedeutet und wo sich der neue Vorsitzende selbst und wo er die Evangelische Allianz verortet, darüber habe ich vor der Sendung mit Ekkehart Vetter gesprochen. Meine erste Frage war: Definieren Sie sich eigentlich als evangelikaler Christ, als Pfingstler oder als Charismatiker?

Ekkehart Vetter: Nette Differenzierung! Also, wenn Sie mich als evangelikal bezeichnen, dann frage ich erst mal zurück: Was meinen Sie denn mit evangelikal? Wenn Sie einen stockkonservativen, politisch stockkonservativen Menschen meinen, dann würde ich sagen, nein, ich bin nicht evangelikal. Wenn Sie jemanden meinen, der sagt, ich nehme die Bibel als geschriebenes Wort Gottes ernst, dann bin ich gerne evangelikal.

Ansonsten kommt dazu, dass ich sicher aus einer charismatisch-pfingstlichen Tradition komme, das ist aber auch nicht an Kirchen gebunden, sondern hier ist schlicht und ergreifend der Heilige Geist in der Betonung, dass er eben für das Werden der Kirche und das Leben des Gläubigen von großer Bedeutung ist. Also, insofern: Ja, charismatisch-pfingstlich, aber das lässt sich alles nicht so eindeutig differenzieren, wie diese Schubladenbegriffe es zu erkennen meinen.

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Forscher wollen Schwarzes Loch fotografieren

Bild: NASA/public domain
Seit einem halben Jahrhundert sprechen Wissenschaftler vom Schwarzen Loch, aber fotografiert haben sie noch nie eins. Das könnte sich jetzt ändern. Mit einem weltweiten Netzwerk von Teleskopen hoffen Forscher auf den Durchbruch – und das lang ersehnte Bild.

Frankfurter Rundschau

In Hollywood-Filmen wie „Interstellar“ war schon oft eines zu sehen, aber in der Wirklichkeit warten Wissenschaftler auf der ganzen Welt sehnlichst darauf: auf ein Bild von einem Schwarzen Loch. 1915 stellte Albert Einstein erstmals die Theorie auf, dass es solche Orte der Extreme geben könnte, die alles anziehen und kein Licht nach außen lassen. Und ein halbes Jahrhundert ist es her, dass der Begriff „Schwarzes Loch“ für derlei Phänomene allgemein etabliert wurde. Wirklich gesehen allerdings hat noch niemand eines.

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17 Ermittlungsverfahren wegen Kirchenasyls für Flüchtlinge

Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)

Weil die evangelische Pfarrerin von Haßfurt vier afghanischen Flüchtlingen Kirchenasyl gewährt, ermittelt die Staatsanwaltschaft Bamberg gegen sie wegen möglicher „Beihilfe zum unerlaubten Aufenthalt in Deutschland“ in neun Fällen.

kath.net

Das berichtete der „Bayrische Rundfunk“. Pfarrerin Doris Otminghaus zeigte sich erstaunt über diese Ermittlungen, denn die Regeln für das von ihr und anderen Pfarreien gewährte Kirchenasyl seien mit dem Bundesinnenministerium, dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und der evangelischen und katholischen Kirche ausgehandelt worden. Sie versteht die Ermittlungen als „eine Einschüchterungsmaßnahme“, durch die Ermittlungen werde sie „kriminalisiert“. Zwei evangelische Kirchengemeinden veranstalteten ein Protestläuten. Derzeit gewähren in Bayern evangelische Pfarrgemeinden 53 Menschen Kirchenasyl.

Der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Heinrich Bedford-Strohm, sagte dazu laut Angaben des „Bayrischen Rundfunks“, dass es derzeit 17 Ermittlungsverfahren gegen Pfarrer gebe, die betroffenen Pfarrer werden Rechtsbeistand erhalten.

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Genderdysphorie

Bild: S. Schleim
In diesem Beitrag will ich mich nicht daran versuchen, das gesamte Thema der Transsexualität zu beleuchten. Dafür ist es zu komplex. Es geht mir vielmehr um eine Einladung zum Nachdenken: Was ist eigentlich eine psychische Störung und was bedeutet das für die Menschen, die unter diesen Begriff fallen?

Von Stephan Schleim | TELEPOLIS

Dabei beschäftige ich mich mit den Kriterien des 2013 erschienenen DSM-5. Das DSM ist das Diagnosehandbuch der Amerikanischen Psychiatrischen Vereinigung (APA; meint, wie so oft, vor allem die USA).

Es gilt zwar erst einmal nur dort, wird aber in manchen anderen Ländern ebenfalls angewendet und auch die internationale Klassifikation der Weltgesundheitsorganisation in Zukunft beeinflussen. Diese verwaltet das ICD, zurzeit in zehnter Auflage, das auch in Deutschland angewandt wird und zuletzt 1992 runderneuert wurde.

Nun muss man wissen, dass das DSM am Konferenztisch entsteht. Die Planung für die fünfte Auflage begann 2000. Dass von dem Vorhaben, die Definitionen psychischer Störungen auf eine neurobiologische Grundlage zu stellen, nichts aber auch wirklich gar nichts Anwendungsreife erreicht hat, ist ein Thema für einen eigenen Beitrag.

Jedenfalls haben sich diese namhaften Damen und (vor allem) Herren der nordamerikanischen Psychiatrie an besagtem Tisch darauf verständigt, die sogenannte Gender Identitiy Disorder (dt. Genderidentitätsstörung) durch den Begriff der Gender Dysphoria zu ersetzen. Das heißt erst einmal nur, dass jemand mit der ihm oder ihr zugewiesenen Geschlechtsrolle unzufrieden ist, eben dysphorisch.

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Christen-Klüngel streitet um „gotteslästerliche Bude“ in Potsdam – Christen-Populismus

Bild: Potsdam ohne Garnisonskirche/FB
Evangelische Christen streiten sich um den Wiederaufbau der Garnisonkirche. Dabei fielen bei einer Tagung der Martin-Niemöller-Stiftung scharfe Worte.

Von Holger Catenhusen, Peer Straube | DER TAGESSPIEGEL

Im Streit um den Wiederaufbau der Garnisonkirche verschärft sich jetzt auch der Ton zwischen Befürwortern und Gegnern innerhalb der evangelischen Kirche. Anlass ist eine Tagung am vergangenen Wochenende in Potsdam, die die kirchennahe Martin-Niemöller-Stiftung gemeinsam mit der Initiative „Christen brauchen keine Garnisonkirche“ und der Französisch-Reformierten Gemeinde organisiert hatte. Bei diesem Treffen wurde das Wiederaufbauprojekt in teils polemischer Form kritisiert. Die Initiatoren der Garnisonkirchen-Stiftung waren nicht eingeladen, was wiederum dort für starke Verstimmung sorgte.

Es sei ihm unbegreiflich, wie man sich mit der Garnisonkirche beschäftigen und dazu eigens nach Potsdam reisen könne, ohne sich das Projekt von jenen erklären zu lassen, die es vorantreiben, kritisierte Alt-Bischof Wolfgang Huber, der Kuratoriumsvorsitzende der Garnisonkirchen-Stiftung. Und Wieland Eschenburg vom Vorstand der Garnisonkirchen-Stiftung rügte, das Vorgehen sei „demokratietechnisch stark zu hinterfragen“.

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Israels Militärschlag in Syrien: Botschaft an Putin

Israelische Luftangriffe in Syrien kommen seit 2012 immer wieder vor: Die Hisbollah, die in Syrien auf der Seite des Assad-Regimes kämpft, soll daran gehindert werden, hochentwickelte Waffen in den Libanon zu schaffen. Insofern wäre also der israelische Militärschlag in der Nacht zum Freitag nichts Außergewöhnliches gewesen. Aber Zeitpunkt und Verlauf werfen Fragen auf.

Von Gudrun Harrer | derStandard.at

Diesmal antwortete Assad mit (alten russischen) Boden-Luft-Raketen gegen die israelischen Jets, Israel setzte über dem Jordantal sein Raketenabwehrsystem Arrows ein (Teile der israelischen Rakete gingen in Jordanien nieder). Das ist ein großer Einsatz, über den Israel nicht, wie sonst bei Syrien-Aktionen üblich, schweigen konnte. Die Eskalation ist sozusagen amtlich. Dass Assad Israel in einen Konflikt ziehen will, glaubt indes niemand: Das wäre suizidal.

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Versuchte Wahlfälschung: Wurde die AfD-Bundestagsliste manipuliert?

Stellte gestern mit dem Vorstand in Berlin das Wahlprogramm der AfD vor: Frauke Petry. Bild: dpa
Als die Berliner AfD am Sonntag verkündete, wer sie künftig im Bundestag vertreten soll, gab sie sich betont seriös. Man ziehe „mit starken Kandidaten in die Bundestagswahl“, hieß es: Neben Beatrix von Storch landeten ein Physiker, ein Gymnasiallehrer und eine Richterin auf den vorderen Listenplätzen. Doch eines erwähnte die AfD dabei nicht: Bei der Kandidatenkür am Wochenende wurde manipuliert.

Von Hannes Vogel | FOCUS ONLINE

Nach FOCUS-Online-Informationen fiel am Sonntag auf der Wahlversammlung auf, dass bei einem Wahlgang zwei ineinander gefaltete Stimmzettel mit der gleichen Handschrift abgegeben wurden. Eine Reihe von AfD-Mitgliedern wurde Zeuge der Manipulation. Die AfD bestätigte auf FOCUS-Online-Anfrage die versuchte Wahlfälschung. Der betroffene Wahlgang sei wiederholt worden und habe einen hinteren Listenplatz betroffen. Wann genau der Betrugsversuch stattgefunden habe, wisse man nicht mehr.

Die versuchte Fälschung von Wahlen wird damit zur Gewohnheit in der Berliner AfD. Denn bereits auf dem Landesparteitag im Januar 2016, bei dem von Storch und Georg Pazderski den liberaleren Landeschef Günter Brinker entmachteten, gab es massive Manipulationen.

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Animiertes Gif löste Epilepsie aus: Twitter-Nutzer festgenommen

foto: ap photo/bullit marquez Flackerndes Licht oder Animationen mit Stroboskopeffekt können bei manchen Personen mit Epilepsie Anfälle verursachen.
US-Amerikaner drohen zehn Jahre Haft – hatte Journalisten flackerndes Bild geschickt

derStandard.at

Im Dezember 2016 hat der an Epilepsie leidende US-Journalist Kurt Eichenwald einen Anfall erlitten. Auslöser war ein Tweet mit einem animierten Gif, der mit den Worten „Du verdienst einen Anfall“ an ihn gerichtet war. Nun wurde der mutmaßliche Absender des Tweets festgenommen, berichtet die „New York Times“.

Anwalt: Wie eine Briefbombe

Der 29-Jährige John R. wurde vom FBI wegen des Verdachts auf Cyberstalking mit der Absicht auf Tötung oder Körperverletzung festgenommen. Ihm drohen bis zu zehn Jahre Haft. Eichenwald hatte schon im Oktober zuvor ein ähnliches Bild mit flackender Animation erhalten, damals aber schnell genug wegsehen können.

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Spanien: „Am 9. April ist die ETA entwaffnet“

Die baskische Zivilgesellschaft führt die Entwaffnung nun durch und fordert von Frankreich, auf den „Weg des gesunden Menschenverstands“ einzuschwenken

Von Ralf Streck | TELEPOLIS

Fünf Jahre ist es her, seit die baskische Organisation „Euskadi ta Askatasuna (Baskenland und Freiheit/ETA) ihren bewaffneten Kampf für ein unabhängiges, vereintes und sozialistisches Baskenland „definitiv“eingestellt hat. Und nun soll die ETA bis 9. April entwaffnet sein, wurde am Samstag in französisch-baskischen Biarritz auf einem Kongress von Persönlichkeiten der Zivilgesellschaft erklärt. Sie nennen sich „Handwerker für den Frieden“ und wollen die Entwaffnung durchführen, welche spanische und französische Regierung bisher hintertrieben haben.

Michel Berhokoirigoin gehörte zu den fünf Aktivisten, die im vergangenen Dezember im Dorf Luhuso festgenommen wurden, da sie Waffen der ETA zerstören und sie danach an die französischen Behörden schicken wollten. Im überfüllten Bellevue-Saal des Seebads erklärte der Chef der Landwirtschaftskammer, dass über die erlittene Repression die Aktivisten nur weiter angetrieben wurden, auf ihrem Weg voranzuschreiten. „Wir waren uns bewusst darüber, dass die Entwaffnung der Schlüssel ist, um den blockierten Friedensprozess voranzubringen und dass die Zivilgesellschaft darin einbringen muss.“

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Erdogan wirft Merkel „Nazi-Methoden“ vor

Titelbild einer regierungsnahen türkischen Zeitung Foto: YASIN AKGUL (AFP)
Neue Eskalationsstufe im Streit zwischen Berlin und Ankara: Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan wirft Bundeskanzerlin Angela Merkel nun auch persönlich „Nazi-Methoden“ vor.

Von Melanie Reinsch | Frankfurter Rundschau

Der Streit zwischen Deutschland und der Türkei spitzt sich weiter zu. Bei einer Rede am Sonntag warf der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan namentlich Bundeskanzlerin Angela Merkel „Nazi-Methoden“ vor.

„Du benutzt gerade Nazi-Methoden. Gegen wen? Gegen meine türkischen Brüder in Deutschland und die Minister, die in Deutschland für die Einführung des Präsidialsystems in der Türkei werben wollten.“ Damit nicht genug, meinte Erdogan, in Europa könne man „Gaskammern und Sammellager“ wieder zum Thema machen. „Das trauen sie sich nur nicht.“

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There’s a New .Health Domain and It Could Save You From Fake Medicine

Image: MOTHERBOARD
In the vein of .gov and .edu, the new domain is supposed to help differentiate between doctors and quacks.

By Knvul Sheikh | MOTHERBOARD

Looking for health information online usually feels like casting your line in a swamp of „alternative“ treatments and snake oil. But the folks behind a new domain—.health—want to help people identify legitimate sources of medical information.

The domain head honcho—the Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) —gave the responsibility for new .health websites to a Miami-based company, dotHealth, which will oversee who gets to purchase the shiny new suffix. This week, dotHealth CEO Jose Rasco announced that they will begin selling registrations to trademarked health companies in May, and open it to the public in December.

The goal is to have .health addresses become an identifier for qualified medical companies and websites providing important, reliable information. „With more information online, it has become more difficult to distinguish the credible information, particularly when it comes to health,“ Rasco said in an email interview. „The .health TLD will provide a home for health information online that is focused, credible and meaningful.“

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