Sandwich-Frau wirbt mit Red Bull für Evangelikale

«Ein Red Bull für deine Meinung», mit diesem Plakat lief am Samstag eine Frau durch Bern. Bild: Leser-Reporter
Die Plakate waren ihre Rüstung, der Glaube ihr Schwert: Eine Frau in Bern verwickelte Jugendliche in ein Gespräch über Jesus – als Belohnung winkte ein Energydrink.

20min.ch

Zwei Plakate mit der Aufschrift «Ein Red Bull für deine Meinung» sorgten am Samstag in der Berner Altstadt für Ärger. Ein Leser-Reporter traf bei der Neuengasse auf eine Missionarin, die sich als «Sandwichfrau» die Plakate umgehängt hatte. Begleitet wurde sie von zwei Männern. «Die Gruppe hat gezielt junge Menschen angesprochen um sie in ein Gespräch über Jesus zu verwickeln», so der Leser-Reporter.

Zeitweise hätten sie sich mit ganzen Gruppen unterhalten. Die Missionarin mit den Schildern habe auch ihn angesprochen: «Sie wollte etwa wissen, ob und warum ich an die Evolutionstheorie glaube.»

weiterlesen

Advertisements

Hessen: Innenminister verbietet Almadinah Islamischen Kulturverein

Hessens Innenminister Peter Beuth. Foto: imago
Das hessische Innenministerium hat den Almadinah Islamischen Kulturverein verboten. Damit darf erstmals im Land ein salafistisch ausgerichteter Verein nicht mehr tätig werden.

Frankfurter Rundschau

Nach Hinweisen auf Hasspredigten in der Kasseler Medina Moschee hat das hessische Innenministerium erstmals einen salafistischen Verein verboten. Der Almadinah Islamische Kulturverein verstoße gegen die Völkerverständigung und gefährde die verfassungsmäßige Ordnung, sagte Innenminister Peter Beuth (CDU) am Donnerstag in Wiesbaden. «Mit dem Vereinsverbot entziehen wir der dschihadistisch-salafistischen Szene in Kassel einen zentralen Radikalisierungsraum.»

weiterlesen

Saudischem Blogger Badawi droht Haftverlängerung

Beleidigung des Islam“: 1000 Stockhiebe und zehn Jahre Haft für Blogger Raif Badawi Bild: AP, Change.org
Dem saudi- arabischen Blogger Raif Badawi droht eine Verlängerung seiner Haft, wenn er seine Geldstrafe von einer Million Saudischer Riyal – umgerechnet inzwischen knapp 250.000 Euro – nicht zahlen kann, berichtete das deutsche Magazin „Die Zeit“ am Mittwoch in einer Vorabmeldung. „Ein Gefängnismitarbeiter sagte ihm, dass sein Arrest ausgeweitet werden könnte, sollte er den Betrag nicht aufbringen können“, erzählt eine Vertraute der Familie.

Kronen Zeitung

Badawi sitzt seit knapp fünf Jahren in Haft. Ein Gericht in Saudi- Arabien hatte ihn wegen „Beleidigung des Islam“ unter anderem zu zehn Jahren Gefängnis, 1000 Peitschenhieben und der Geldstrafe verurteilt. Als er im Jänner 2015 die ersten 50 Schläge bekam, filmte jemand die Folter heimlich mit. So erfuhren Menschen überall auf der Welt von seinem Schicksal. Nach internationalen Protesten wurde die Prügelstrafe ausgesetzt, offiziell wegen Badawis schlechter Gesundheit.

weiterlesen

Brandenburg: Rechtsextreme Kriminalität weiter gestiegen

Brandenburg © MiG
Drei von vier politisch motivierten Straftaten gehen in Brandenburg auf das Konto von Rechtsextremisten. Landesinnenminister Schröter spricht von Radikalisierung an den Rändern der Gesellschaft.

MiGAZIN

In Brandenburg ist die Zahl politisch motivierter Straftaten im vergangenen Jahr um rund zehn Prozent gestiegen. Unter den insgesamt 2.163 erfassten Fällen waren 1.664 Straftaten mit rechtsextremem und rassistischem Hintergrund sowie 244 Straftaten aus der linken Szene, sagte Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) bei der Vorstellung der Zahlen am Mittwoch in Potsdam. Das Flüchtlingsthema habe dabei „wie ein Katalysator in der rechten Szene“ gewirkt.

Die Entwicklung sei Anlass zu „großer Besorgnis“, sagte Schröter. Es zeichne sich eine „gewisse Radikalisierung an den Rändern der Gesellschaft“ ab. 2015 wurden von der Polizei insgesamt 1.972 Fälle politischer Kriminalität erfasst, darunter 1.581 rechts motivierte und 223 links motivierte Delikte.

weiterlesen

Kehrt El Niño zurück?

Auswirkungen von El Niño, Dezember 2002, Ocean Beach, San Diego. Foto: PDPhoto.org / gemeinfrei
Schwere Niederschläge in Peru in sonst ariden Regionen zeugen von ungewöhnlichem Wetter. Meteorologen vermuten, dass es nach nur einem Jahr erneut zu einem El-Niño-Ereignis kommen könnte

Von Wolfgang Pomrehn | TELEPOLIS

Verheerende Überschwemmungen haben in den letzten Wochen zahlreiche Todesopfer gefordert, wie neben viele anderen der britische Sender BBC berichtet. Die Fluten seien die schlimmsten im beinahe 30 Jahren und mehr als die Hälfte des sei betroffen. In über 800 kleineren und größeren Ortschaften sei der Notstand ausgerufen worden.

Für gewöhnlich leiden viele der jetzt von Sturzfluten heimgesuchten Landstriche erheblich unter Trockenheit. Das hat damit zu tun, dass die Küstengewässer vor Peru eher kühl, dafür aber sehr nährstoffreich sind, weil dort Tiefenwasser aufquillt. Das beschert den Fischern reichlich Fänge, hat aber vergleichsweise geringe Verdunstung zur Folge. Daher ist die Luft, die Meerwinde an Land tragen eher trocken und Niederschläge folglich selten.

Alle paar Jahre kehren sich die Verhältnisse jedoch um. Dann nimmt das Aufquellen vor der Küste ab, die Fischschwärme bleiben aus und die Oberflächentemperatur des Meeres nimmt merklich zu. El Niño wird dieses Ereignis genannt, was der spanische Namen für das Christkind ist und darauf anspielt, dass das Phänomen in Peru meist in der Vorweihnachtszeit beginnt. Auf der anderen Seite des Pazifiks, in Australien, Indonesien und auf den Philippinen sorgt das gleiche Phänomen derweil für das Ausbleiben der Niederschläge.

weiterlesen

Heiner Bielefeldt: „Populisten greifen Menschenrechte an“

Heiner Bielefeldt, Podium, 2011. Bild: brightsblog
Populistische Bewegungen in Europa greifen den gesellschaftlichen Konsens über Menschenrechte an. Das beobachtet der Theologe, Philosoph und Historiker Heiner Bielefeldt. Der Deutsche, der zwischen Juni 2010 bis Oktober 2016 Sonderberichterstatter für Religions- und Weltanschauungsfreiheit des UN-Menschenrechtsrats war, ist in diesen Tagen anlässlich einer Konferenz zu Menschenrechten und Katholischer Kirche in Rom.

Radio Vatikan

Im Gespräch mit Radio Vatikan sagte der Inhaber des Lehrstuhls für Menschenrechte und Menschenrechtspolitik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg an diesem Mittwoch:

„Neu ist, dass die Menschenrechtsidee selber zerfleddert, zerpflückt und direkt attackiert wird durch populistische Regime, durch populistische Bewegungen, in vielen Teilen der Welt, aber eben auch in Europa. Lange Zeit, hat man den Eindruck in Europa, im Westen überhaupt, sind die Menschenrechte einigermaßen klar gewesen, Anfragen dazu kamen ,von außen‘. Mittlerweile kommen die Anfragen von allen Seiten her! Manche populistische Regime – etwa in Ungarn – berufen sich auch auf die Demokratie, spielen aber Demokratie gegen Menschenrechte aus. Sie spielen beispielsweise ein Wir-Gefühl, das manchmal auch etwas vordergründig mit christlichem Abendland unterlegt wird, gegen menschenrechtliche Solidarität mit Flüchtlingen aus. Das ist schon eine Konstellation, die auch sehr neue Züge hat und die sehr klare Antworten verlangt.“

weiterlesen

Welle von Abschiebungen gewaltbereiter Islamisten steht bevor

Polizisten begleiten einen straffällig gewordenen Asylbewerber am Flughafen Leipzig-Halle. (Foto: picture alliance / dpa)
  • Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig ermutigt die Behörden, eine bisher ungenutzte Regelung zur Abschiebung gewaltbereiter ausländischer Islamisten anzuwenden.
  • Die aus dem Jahr 2004 stammende Vorschrift erlaubt Abschiebungen „zur Abwehr einer besonderen Gefahr für die Sicherheit der Bundesrepublik“.
  • Es ging um einen Fall zweier Salafisten aus Göttingen, die am 9. Februar im Rahmen einer Großrazzia verhaftet worden waren.

Von Georg Mascolo, Ronen Steinke | Süddeutsche.de

Deutschland steht vor einer Welle von Abschiebungen gewaltbereiter ausländischer Islamisten. Ermöglicht werden diese durch Beschlüsse des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig, das sich erstmals mit den rechtlichen Voraussetzungen für eine Abschiebung auf Grundlage des Paragrafen 58a des Aufenthaltsgesetzes beschäftigt hat.

Die aus dem Jahr 2004 stammende Vorschrift erlaubt Abschiebungen „zur Abwehr einer besonderen Gefahr für die Sicherheit der Bundesrepublik“. Sie war von den Behörden so gut wie nie angewandt worden, weil die juristischen Hürden angeblich zu hoch seien. Deshalb wurde sie auch im Fall des Attentäters Anis Amri zwar erwogen, aber nicht genutzt.

weiterlesen

Rundfunkbeitrag: Staatskirchenrundfunk im Sozialismus

Themenbild
Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) berichtet umfassend und multimedial vom 36. Evangelischen Kirchentag in Berlin und Wittenberg (24. bis 28. Mai 2017).

Pressemitteilung rbb

Täglich melden sich Reporterinnen und Reporter vom Kirchentag und stellen die wichtigsten Veranstaltungen, Aktionen und Diskussionen vor. Bereits im Vorfeld gibt es Dokumentationen, Hintergrundberichte und Gespräche in Fernsehen, Hörfunk und online, die auf die Veranstaltung hinweisen.

Live und in Farbe: Der Kirchentag im rbb Fernsehen Das rbb Fernsehen zeigt in der Reportage „Betten, Bläser, Biojoghurt“, wie ein Kirchentag entsteht (20. Mai, 18.00 Uhr, aktualisierte Fassung am 25. Mai, 9.00 Uhr). Der Film blickt hinter die Kulissen des 36. Kirchentages, der vor allem eine logistische Herausforderung ist: von der Programmplanung bis zum Einstudieren der Bläserstücke, vom Besuch bei Brandenburger Biobauern bis zur Erstellung des nachhaltigen Caterings und auch bei der groß angelegten Bettenkampagne, die um Berliner Gastgeberinnen und Gastgeber für die rund 140.000 Anreisenden wirbt.

Am 24. Mai überträgt das rbb Fernsehen den Eröffnungsgottesdienst zum Kirchentag vor dem Reichstag live ab 18.00 Uhr. Anschließend sendet „rbb aktuell“ vom Brandenburger Tor live und fängt die Stimmung am „Abend der Begegnung“ ein (21.45 Uhr).

Zum Ende des Kirchentages in Berlin am 27. Mai meldet sich Friederike Sittler, Leiterin der Abteilung Gesellschaft Religion Osteuropa, mit einem „Himmel und Erde extra“ direkt vom Kirchentag (18.00 Uhr).

Die „Abendschau“, „Brandenburg aktuell“, „zibb“ und „rbb aktuell“ berichten von den Veranstaltungen.

Der rbb für Das Erste

Das Feature „Wie viel Religion verträgt Deutschland?“ fragt, ob und inwieweit Religion dem Gemeinwohl und der Demokratie dienen kann (22. Mai, 23.30 Uhr, Das Erste). Denn auch 500 Jahre nach Luther erregt Religion die Gemüter: ob der Islam zu Deutschland gehört, die öffentliche Hand Kirchentage und Reformationsjubiläum mit finanzieren sollte oder die Kirchensteuer rechtens ist. Die Kirchen haben in Deutschland Privilegien wie in kaum einem anderen Land, obwohl ihnen die Mitglieder davonlaufen.

Den Gottesdienst zu Christi Himmelfahrt am 25. Mai überträgt der rbb live für Das Erste von der Bühne am Breitscheidplatz (10.00 Uhr).

Am Sonntag, 28. Mai, findet der große Festgottesdienst in Wittenberg statt (12.00 Uhr im Ersten). „Gott und die Welt“ berichtet vor Ort live für Das Erste (17.30 Uhr, Moderation: Friederike Sittler).

Der Kirchentag im Radio

Die Radioprogramme des rbb beteiligen sich umfangreich mit Live-Schalten, Porträts, Kommentaren und Gesprächen an der Berichterstattung zum Kirchentag.

Im Kulturradio beschäftigt sich der „Kulturtermin Religion und Gesellschaft“ mit dem Kirchentag (26. Mai, 19.04 Uhr). Am 27. Mai überträgt Kulturradio ab 10.00 Uhr den Gottesdienst zu Christi Himmelfahrt live von der Bühne auf dem Breitscheidplatz und sendet ab 17.04 Uhr aus der Westfalenhalle auf dem Berliner Messegelände. In „Gott und die Welt“ geht es nach Wittenberg. Die Sendung fragt, wie sich die Stadt durch die Feierlichkeiten zur Reformation verändert (28. Mai, 9.04 Uhr).

Inforadio fasst den Kirchentag in „Religion und Gesellschaft“ am Sonntag, 28. Mai, zusammen (7.44 Uhr, 17.24 Uhr) und begleitet den Abschlusstag und -gottesdienst aus Wittenberg mit Liveberichten.

Der Kirchentag mulitimedial

Das multimediale Nachrichtenportal rbb|24 begleitet den Kirchentag online und in den sozialen Netzwerken mit Beiträgen, Dossiers und Hintergrundberichten: www.rbb24.de/kirchentag.

Das Radioprogramm Fritz und „hochkant“, der Snapchat-Newskanal vom rbb für funk, berichten beim Kirchentag über besondere Ereignisse für Jugendliche und sprechen mit jungen Teilnehmern der Veranstaltungen.

Pressekontakt:

Anke Fallböhmer
Tel 030 / 97 99 3 - 12 104
anke.fallboehmer@rbb-online.de

Neonazis als Kinderschänder

Vor der eigenen Tür kehren: Auf Wahlplakaten hat die NPD – wie hier in Görlitz – die Höchststrafe für Kinderschänder gefordert. Foto: dpa
Die Polizei führt in Hessen 37 Rechtsextremisten als Beschuldigte wegen Kindesmissbrauchs. Im Fall einer versuchten Kindesentführung gibt es keinen Bezug zu der rechten Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“.

Von Pitt von Bebenburg | Frankfurter Rundschau

Neonazis fordern häufig „Todesstrafe für Kinderschänder“, die rechtsextreme NPD hat dies sogar in Landtagen beantragt. Tatsächlich gibt es aber eine nicht unbeträchtliche Zahl von Rechtsextremen, die selbst von der Polizei als „Kinderschänder“ erfasst sind. Das geht jetzt aus Angaben des hessischen Innenministers Peter Beuth (CDU) auf eine Anfrage der Linken im Landtag hervor.

weiterlesen

Yücels Haftbedingungen beschäftigen die Bundesregierung

Deniz Yücel, Türkei-Korrespondent der „Welt“, ist seit mehr als drei Wochen inhaftiert Quelle: picture alliance / ZB
Deniz Yücel wird im türkischen Gefängnis schlechter behandelt als andere Journalisten. Er sitzt seit 25 Tagen in einer Einzelzelle. Der „Welt“-Korrespondent scheint einen Sonderfall darzustellen.

DIE WELT

„Durch das Fenster sehe ich nur eine sechs Meter hohe Mauer. Den Himmel sehe ich nur durch den Stacheldraht auf der Mauer“ – so diktierte es Deniz Yücel vor etwas mehr als zwei Wochen der türkischen Parlamentsabgeordneten Safak Pavey, als sie ihn in der Haft besuchte.

Und er ließ seine Freunde und Unterstützer wissen: „Hier im Gefängnis Silivri bin ich in einer Einzelzelle untergebracht. Das ist sehr verstörend. Ich werde gut behandelt. Aber das Alleinsein ist schon fast eine Art Folter.“ Es war Yücels sechster Tag in der Untersuchungshaft. An diesem Mittwoch dauert dieser quälende Zustand schon 24 Tage an. Je länger die Einsamkeit anhält, desto leidvoller wird sie. Und es scheint, als könne oder wolle niemand erklären, warum es so ist und wie lange es so bleiben wird.

weiterlesen

Londoner Polizei geht von Einzeltäter aus

Bei dem Anschlag wurden insgesamt fünf Menschen getötet, darunter auch der Täter, und mindestens 40 verletzt. (Foto: Jack Taylor)
  • Scotland Yard erklärt, dass sie die Identität des Angreifers kenne.
  • Er soll allein gehandelt haben.
  • Bei den Opfern des Anschlags handelt es sich um den Polizisten, einen 48-jährigen Familienvater, sowie drei Passanten.

Süddeutsche.de

Nach dem Anschlag mit mindestens fünf Toten und etwa 40 Verletzten am britischen Parlament in London laufen die Ermittlungen zum Motiv des Attentäters auf Hochtouren. Der Täter hatte zunächst Menschen auf der Westminster-Brücke nahe dem Parlament mit einem Auto umgefahren. Anschließend verletzte er einen Polizisten mit einem Messer tödlich, bevor er selbst erschossen wurde.

Scotland Yard erklärte, dass die Identität des Attentäters geklärt sei. „Wir gehen davon aus, dass er vom internationalen Terrorismus inspiriert wurde“, sagte ein Polizeisprecher am späten Mittwochabend.

weiterlesen

Überraschung in der Namibwüste

Sonnenuntergang in der Namibwüste – einer der trockendsten Wüsten der Erde. © Lixin Wang/ Purdue University
Verblüffende Entdeckung: Entgegen gängiger Lehrmeinung ist der Ozean nicht die Hauptquelle für den berühmten Nebel der Namibwüste. Stattdessen stammt mehr als die Hälfte des Wassers in Nebel und Tau aus dem Boden und dem Grundwasser, wie eine Studie enthüllt. Sie zeigt auch: Die vom Küstennebel versorgte Fläche der Namib schrumpft – und das hat Folgen für Flora und Fauna der Küstenwüste, so die Forscher im Fachmagazin „Science Advances“.

scinexx

Die Wüste Namib ist nicht nur eine der ältesten und größten Sandwüsten der Erde. Sie gilt auch als Paradebeispiel für eine Küstenwüste: Der kalte Benguelastrom vor der Südwestküste Afrikas verhindert die Bildung von Regenwolken und macht das Küstengebiet dadurch extrem trocken und regenarm.

weiterlesen

Ditib-Spitzelaffäre: Wie viel Spielraum gibt die Bundesregierung?

Ditib-Merkez-Moschee in Duisburg. Bild:  / CC BY-SA 3.0
Der Dachverband der türkisch-islamischen Moscheegemeinden steht im Verdacht, Erdogans Krieg gegen die Opposition in Deutschland zu unterstützen

Von Thomas Pany | TELEPOLIS

Die Ditib-Spionage-Affäre hat größere Dimensionen, als bisher an die Öffentlichkeit durchgedrungen ist. So war bislang vor allem von Bespitzelungen die Rede, die der Gülen-Bewegung galten, wie dies zum Beispiel ein Bericht über die Diyanet-„Spitzel-Verordnung“ vom 5. September 2016 herausstellt.

Die FAZ zitiert dagegen heute aus einem Verfassungsschutzbericht, wonach in der Verordnung vom 5. September festgelegt würde, dass Diyanet-Bedienstete im Ausland dazu verpflichtet seien, „über Aktivitäten von Gruppen wie der Gülen-Bewegung, der PKK und dem sogenannten Islamischen Staat, die als terroristisch bewertet werden, Bericht zu erstatten“.

Inzwischen dürfte bekannt sein, welch‘ weitgefasstes Suchraster Verbindungen zur PKK ergeben. Mit dabei sind dann auch Verbindungen zur linken kurdischen Partei HDP und zu anderen oppositionellen Gruppierungen, die von Ankara mit den „Terroristen der PKK“ assoziiert werden. Die Festnahme des deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel liefert für diese Vorgehensweise gegen missliebige Kritiker der Regierung Erdigon ein anschauliches Beispiel.

So kommt man nicht an der Erkenntnis vorbei, dass die türkische Regierung über Mitarbeiter der Religionsgemeinschaft Ditib nicht nur Gülen-Anhänger, sondern auch politische Oppositionelle in Deutschland ausspioniert. Der Partner der Bundesregierung bei der Islam-Konferenz und beim Religionsunterricht wird so zum Instrument einer „innertürkischen Feindpolitik“, die mit dem deutschen Grundgesetz wohl kaum zu vereinbaren ist.

weiterlesen

Hamed Abdel-Samad: «Gott will Blut sehen»

Hamed Abdel-Samad, Bild: bb

Gewalt gehört zum Islam, sie ist im Koran angelegt und wurde von Mohammed vorgelebt. Das sagt der Islamwissenschafter Hamed Abdel-Samad im Gespräch mit NZZ-Chefredaktor Eric Gujer.

Neue Zürcher Zeitung

Hamed Abdel-Samad wendet sich entschieden gegen die Entschuldigung, islamistische Gewalt habe nichts mit dem Islam zu tun, sondern sie bedeute einen Missbrauch der Religion. Im Gespräch mit NZZ-Chefredaktor Eric Gujer und der politischen Philosophin Katja Gentinetta sagt er:

«Es ist kein Missbrauch der Religion, sondern ein Gebrauch. Denn die Religion schreit förmlich danach, gebraucht zu werden für Gewalt, weil es ein Bestandteil der Religion ist.» «25 Tötungsbefehle gibt es im Koran, direkte Tötungsbefehle, wo Gott den Tod sehen will. Gott will Blut sehen.» Und: «Mohammed war ein Krieger, lebte von Kriegsbeute.»

weiterlesen

Erdogan droht Europäern – Kritik an Merkel

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat die Europäer erneut angegriffen und vor einer weiteren Eskalation des Streits mit seinem Land gewarnt.

Frankfurter Rundschau

„Wenn ihr euch weiterhin so benehmt, wird morgen kein einziger Europäer, kein einziger Westler auch nur irgendwo auf der Welt sicher und beruhigt einen Schritt auf die Straße setzen können“, sagte er. Erdogan rief die europäischen Länder dazu auf, „Demokratie, Menschenrechte und Freiheiten zu respektieren“. Erdogan übte erneut Kritik an Kanzlerin Angela Merkel, sparte sich diesmal aber Nazi-Vergleiche.

Pro und Contra: Müssen Christen Vegetarier sein?

Frei nach Da Vinci, Quelle: BadA$$Mood
Sollten Christen vegetarisch leben? Eine Pro-Contra-Diskussion zum Fleischessen.

Von Sarah Salin, Hanno Terbuyken | evangelisch.de

Pro: Die Liebe gilt der ganzen Schöpfung

Laut Statistik sind Vegetarier in Deutschland deutlich in der Minderheit – auch unter Christen. Die Bibel scheint mir hier als Verbündete zunächst auch nicht weiterzuhelfen: An vielen Stellen wird beschrieben, dass Tiere geopfert werden, einige Jünger waren Fischer und Jesus hat auch Tiere gegessen. Das war in seiner Zeit schließlich üblich. Vegetarismus kommt in der Bibel nicht vor.

Allerdings ist die Bibel auch voller Verweise, die zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit allen Geschöpfen auffordern – sogar Impulse enthalten, die zu einer vegetarischen Lebensweise ermutigen. Zum Beispiel: „Der Gerechte erbarmt sich der Tiere; denn nur das Herz der Gottlosen ist den Tieren gegenüber unbarmherzig“ (Sprüche 12,10). Die Bibel gibt uns darüber hinaus einen Denkanstoß, wenn sie selbst Tiere in der Schöpfungsgeschichte utopisch als Vegetarier zeichnet (Gen 1,30) oder im zukünftigen Friedensreich keine Raubtiere mehr kennt (Jes 65,25).

weiterlesen

Marx: Auch viele Katholiken wollen Abschottung Europas

Quelle: http://www.bgland24.de

COMECE-Präsident fordert „langfristige politische Lösungen“ auf europäischer Ebene angesichts der großen Migrationsbewegungen

kath.net

Der Münchner Kardinal Reinhard Marx beklagt, auch Katholiken in Europa seien für eine Abschottung gegenüber Flüchtlingen. Die Spaltungen über den Umgang mit Migranten beträfen nicht nur die Politik, sondern auch die Gesellschaften der europäischen Staaten, sagte Marx in einem Interview der italienischen katholischen Nachrichtenagentur SIR (Mittwoch). „Auch die Kirche hat erfahren müssen, dass es in den verschiedenen Ländern auseinandergehende Meinungen über die Aufnahme von Flüchtlingen gibt“, so der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz. Dies sei umso schmerzhafter, „als die Haltung des Papstes in dieser Frage vollkommen eindeutig ist“.

weiterlesen

Strom aus dem Vulkan

(Bild: Iceland Drilling)
Forscher wollen aus der Hitze von Vulkanen Strom gewinnen. Bei einem Projekt in Island melden sie nun erste Erfolge – und wecken die Hoffnung auf eine nie versiegende Energiequelle.

Von Ben Schwan | heise online

Genau 4659 Meter erreichte die Bohrung des Iceland Deep Drilling Project (IDDP) Anfang 2017. Damit stießen die Ingenieure so tief vor wie kein Erdwärmeprojekt vor ihnen. Vor allem aber bohrten sie auf der Halbinsel Reykjanes im Südwesten Islands Vulkangestein an. Damit wecken sie die Hoffnung auf eine reichhaltige und über sehr lange Zeit ergiebige Energiequelle, berichtet Technology Review in seiner April-Ausgabe (am Kiosk oder online zu bestellen).

Überkritisches Wasser

Am Grund des Lochs haben die Ingenieure im Porenwasser des Gesteins eine Temperatur von 427 Grad Celsius bei einem Druck von 340 Bar gemessen. Unter diesen Bedingungen ist Wasser überkritisch, also weder flüssig noch gasförmig. Es enthält enorm viel Energie. Allein aus der Bohrung in Reykjanes ließen sich 50 Megawatt Leistung gewinnen, genug zur Versorgung von 50000 Einfamilienhäusern.

weiterlesen

GIF als „tödliche Waffe“ – Spektakulärer Prozess in den USA

Der Journalist Kurt Eichenwald wurde Opfer von Cyberstalking Quelle: Getty Images/Getty Images North America
In den USA ist ein Mann Opfer einer GIF-Attacke geworden. Er hatte via Twitter eine flackernde Animation erhalten und daraufhin einen epileptischen Anfall erlitten. Der Täter handelte wohl im vollen Bewusstsein.

Von Naemi Goldapp | DIE WELT

Der Vorfall könnte aus einem Science-Fiction-Roman stammen: Ein 55-jähriger Mann liest einen Tweet mit einem GIF – und erleidet einen epileptischen Anfall. Nun landete der Fall vor Gericht. In der Anklage ist die Rede von dem Gebrauch der Animation als „tödliche Waffe“.

Das Opfer ist der 55-jährige Kurt Eichenwald. Er ist Journalist beim US-Nachrichtenmagazin „Newsweek“, bekannter Trump-Kritiker und mit mehr als 300.000 Followern ein aktiver Twitter-Nutzer. Am Tag des Angriffs hatte er in der Sendung „The Carlson‘s Fox News Show“ ein Interview gegeben. Darin sollte er sich dafür erklären, dass er behauptet hatte, US-Präsident Donald Trump sei wegen einer psychischen Krankheit in Behandlung gewesen, ohne dafür Belege vorlegen zu können, schreibt die „Washington Post“.

weiterlesen

Arrest of Gaza manager exposes Hamas’s Turkish connection

Ismail Haniyeh, Gaza Strip’s Hamas premier, left, and his Turkish counterpart Recep Tayyip Erdogan salute the lawmakers and supporters of Erdogan’s Islamic-rooted Justice and Development Party at the Parliament in Ankara, Turkey, January 3, 2012 (photo credit: AP)
Even though Jerusalem and Ankara restored ties, organizations in Turkey continue to assist the Islamist terror group’s efforts to attack Israel

By Avi Issacharoff | The Times of Israel

The arrest and interrogation of Muhammad Murtaja, the manager of the Gaza branch of the Turkish International Cooperation and Development Agency (TIKA), should set off alarm bells in Israel.

Murtaja was arrested last month on suspicion that he was working on behalf of Hamas, the Shin Bet announced on Tuesday. The 40-year-old Murtaja was arrested as he attempted to travel from Gaza to Turkey.

The arrest exposes deep ties between Hamas and organizations in Turkey, which is of particular concern as Jerusalem and Ankara have just restored relations after years of acrimony.

According to the indictment, there is a deep suspicion that someone residing in Turkey not only sought to use Murtaja to transfer money to the Hamas terror group, but also to give the organization’s military wing sensitive military intelligence concerning Israel.

Most of the indictment focuses on the blatant way in which Murtaja and his associates from Hamas’ military wing, the Izz Ad-Din Al-Qassam Brigades, shamelessly sought to profit from aid that was meant to go to impoverished residents of the Gaza Strip.

Murtaja’s first scheme involved food packages bought with money given to him by TIKA which were supposed to be distributed to needy families in Gaza. He instead handed over some 7,000 of these 14,000 packages to Hamas operatives.

read more