GIF als „tödliche Waffe“ – Spektakulärer Prozess in den USA


Der Journalist Kurt Eichenwald wurde Opfer von Cyberstalking Quelle: Getty Images/Getty Images North America
In den USA ist ein Mann Opfer einer GIF-Attacke geworden. Er hatte via Twitter eine flackernde Animation erhalten und daraufhin einen epileptischen Anfall erlitten. Der Täter handelte wohl im vollen Bewusstsein.

Von Naemi Goldapp | DIE WELT

Der Vorfall könnte aus einem Science-Fiction-Roman stammen: Ein 55-jähriger Mann liest einen Tweet mit einem GIF – und erleidet einen epileptischen Anfall. Nun landete der Fall vor Gericht. In der Anklage ist die Rede von dem Gebrauch der Animation als „tödliche Waffe“.

Das Opfer ist der 55-jährige Kurt Eichenwald. Er ist Journalist beim US-Nachrichtenmagazin „Newsweek“, bekannter Trump-Kritiker und mit mehr als 300.000 Followern ein aktiver Twitter-Nutzer. Am Tag des Angriffs hatte er in der Sendung „The Carlson‘s Fox News Show“ ein Interview gegeben. Darin sollte er sich dafür erklären, dass er behauptet hatte, US-Präsident Donald Trump sei wegen einer psychischen Krankheit in Behandlung gewesen, ohne dafür Belege vorlegen zu können, schreibt die „Washington Post“.

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