Ehemaliger Innenminister verhinderte Durchsuchung beim Verfassungsschutz

Der hessische Wissenschaftsminister Boris Rhein auf dem Weg in Zeugenstand. Foto: Boris Roessler (dpa)
Der damalige hessische Innenminister Rhein stoppte im November 2011 eine unangekündigte Ermittlung zum NSU beim Verfassungsschutz Hessen. Im NSU-Ausschuss in Wiesbaden verteidigt er jetzt sein Vorgehen.

Von Pitt von Bebenburg | Frankfurter Rundschau

Der frühere hessische Innenminister Boris Rhein (CDU) hat im November 2011 eine unangemeldete Durchsuchung des hessischen Landesamts für Verfassungsschutz (LfV) durch Mitarbeiter des Generalbundesanwalts (GBA) verhindert. Das hat Rhein am Freitag als Zeuge des hessischen NSU-Untersuchungsausschusses berichtet – und seine Haltung verteidigt.

Es sei „eine Frage der Höflichkeit und des mitteleuropäischen Umgangs“ unter Behörden, dass der Wunsch nach Akteneinsicht vorher angekündigt werde, sagte er in Wiesbaden. Anderenfalls müsse ein richterlicher Durchsuchungsbeschluss vorliegen, was nicht der Fall gewesen sei. „Ich habe Wert darauf gelegt, dass das LfV nicht behandelt wird wie ein Beschuldigter in einem Strafverfahren“, sagte Rhein. Er beteuerte aber: „Es gibt keine Geheimnisse, schon gar nicht für den GBA.“

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Trump-Regierung bewilligt umstrittene Pipeline Keystone XL

Die US-Regierung unter Donald Trump bewilligt die umstrittene Pipeline Keystone XL, die Öl quer durch die USA bis nach Texas pumpen soll.

Frankfurter Rundschau

Das Außenministerium erklärt, das Projekt liege im nationalen Interesse der USA. „Das wird eine wunderbare Pipeline“, sagte Trump bei der Unterzeichnung der Bewilligung. Der Öltransport über eine Pipeline sei viel sicherer als auf anderen Wegen. Obama hatte das Projekt nach langem Streit gestoppt. Trump hatte die Wiederaufnahme per Dekret möglich gemacht. Obamas Klimapolitik setzte auf erneuerbare Energien, Trump will fossile Energieträger fördern.

„Ein Verzicht auf das Auto heißt, nicht mehr auf Kosten anderer zu leben“

Ein Jahr nach der Katastrophe ist der Fluss Rio Doce noch immer verseucht. Foto: picture alliance / NurPhoto
Im Buch „Imperiale Lebensweisen“ stellen der Politikwissenschaftler Markus Wissen und sein Kollege Ulrich Brand so ziemlich alles infrage, was unseren Alltag in der Wirtschaftsnation Deutschland ausmacht – unter anderem die Liebe zum Auto. Ein Interview über private Pkws und wie sie die Welt zerstören.

Interview Julia Huber | greenpeace magazin

In Ihrem Buch gehen Sie mit unserer Lebensweise hart ins Gericht. Was ist so schlimm am deutschen Lebensstil?

Markus Wissen: Erinnern Sie sich an den verheerenden Dammbruch vor zwei Jahren in Brasilien? In einem Eisenerzbergwerk in Mariana brachen zwei Rückhaltebecken, sechzig Millionen Kubikmeter schwermetallhaltigen Schlamms begruben ein Tal unter sich und verseuchten den Fluss Rio Doce. 16 Menschen starben, das ganze Ökosystem wurde zerstört. Diese Umweltkatastrophe hängt direkt mit unserer Lebensweise in Deutschland zusammen. Denn Deutschland importiert Eisenerz im großen Stil aus Brasilien – insbesondere für die Herstellung von deutschen Autos.

Sie sagen also, dass wir Deutschen eine Mitschuld an dem Unglück tragen?

Mit unserer Haltung als selbsternannte Auto-Nation, die jederzeit zu günstigen Bedingungen auf die nötigen Rohstoffe zugreifen möchte, fordern wir so etwas heraus. Aber es ist nicht nur die Herstellung von Autos, die massiven Schaden anrichtet, sondern natürlich auch deren Nutzung. Die CO2-Emissionen der Deutschen liegen bei etwa neun Tonnen pro Kopf und Jahr – es dürften aber nur zwei bis drei Tonnen sein, um den Klimawandel zu stoppen. Rechnet man unseren CO2-Ausstoß auf die gesamte Weltbevölkerung um, muss man sagen: Wenn alle so leben würden wie wir, dann wäre die Erde schon längst kollabiert.

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Deutschland: Soziale Statik gefährdet?

Bild: Eric Ward / CC BY-SA 2.0
Auszüge aus dem Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung: Die Grenzen der Versprechen der Leistungsgesellschaft

Von Thomas Pany | TELEPOLIS

Deutschland geht es gut, sagen die Erfolgszahlen, die eine gute Beschäftigungslage ausweisen, einen Haushaltsüberschuss und 1,5 Prozent Zuwachs der Nettolöhne seit 2015. Wirtschaftsforscher, wie Michael Hüther vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln, machen eine stabile Lage aus. „Wir bleiben ein Land der Mitte. Die Mittelschicht ist stabil und hat sich in ihrer Größe seit 2005 nahezu nicht verändert.“

Auch der 5. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung zeichnet das Bild eines soliden Status quo: „Fast zehn Jahre nach Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise steht Deutschland solide da. Kontinuierliches Wirtschaftswachstum und die höchste Beschäftigtenzahl sind Ausdruck dieser ökonomischen Stabilität.“

Das ist die Oberfläche. Der Bericht selbst stellt, nicht als einziger und nicht zum ersten Mal, ein Gefälle fest: Die untere Hälfte der Haushalte verfüge nur über etwa ein Prozent des gesamten Nettovermögens, während die vermögensstärksten zehn Prozent der Haushalte mehr als die Hälfte des gesamten Nettovermögens besitzen. Der Umfragen-Erfolg von Martin Schulz ist ein Indiz dafür, dass die soziale und wirtschaftliche Realität den „guten Nachrichten von der stabilen Lage“ (Michael Hüther) nicht unbedingt folgen.

Hinter der Phrase von der „sozialen Gerechtigkeit“ liegt Sprengstoff, ebenso hinter der Phrase „Leistungsgesellschaft“. Wenn die Versprechen nicht mehr funktionieren, kommt die Statik der Bundesrepublik ins Kippen, warnte neulich die gutbürgerliche Zeit, die sich anders als Michael Hüther Sorgen um den „schrumpfenden Mittelstand“ macht.

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Gravitationswellen schleudern Schwarzes Loch aus Galaxie

Die Galaxie 3C186 ist höchstwahrscheinlich aus dem Zusammenschluss zweier Galaxien entstanden. Foto: AFP/ESA/Hubble/M. Chiaberge (STScl/ESA)
Schier unvorstellbare Kräfte müssen am Werk gewesen sein, um die Galaxie „3C 186“ zu beschleunigen. Das Schwarze Loch, das eigentlich im Mittelpunkt der Galaxie sein müsste, rast mit einer Geschwindigkeit von 7,6 Millionen Kilometern pro Stunde in die Weiten des Alls.

Frankfurter Rundschau

Ein gigantischer Gravitationswellen-Tsunami hat ein supermassereiches Schwarzes Loch aus dem Herz seiner Heimatgalaxie geschleudert. Das zumindest schließen Astronomen aus Beobachtungen mit dem „Hubble“-Weltraumteleskop (Fachartikel). Das Schwarze Loch mit einer Masse von mehr als einer Milliarde Sonnen schießt demnach mit einer Geschwindigkeit von 7,6 Millionen Kilometern pro Stunde aus seiner Heimatgalaxie heraus.

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Warum sich der organisierte Islam in Deutschland so schwertut

Obwohl Millionen Muslime in Deutschland leben, ist der Islam hierzulande kaum organisiert. (imago / Reichwein)
Bei der Institutionalisierung des Islams in Deutschland knirscht es – nicht nur zwischen Politikern und Muslimen. Auch Konflikte innerhalb der Islamverbände sowie fehlende Strukturen hemmen die Zusammenarbeit mit Staat und Zivilgesellschaft. Und das hat gravierende Folgen.

Von Burkhard Schäfers | Deutschlandfunk

„Viele Muslime fühlen sich mit ihren Problemen alleingelassen, unverstanden, oder von konventionellen Beratungseinrichtungen abgeschreckt. Seelsorge von Muslimen ist keine Option mehr, sondern eine Notwendigkeit.“

Eine Fachtagung im Augsburger Annaforum zu muslimischer Seelsorge: Gerade spricht Reiner Erben, der Integrationsreferent der Stadt Augsburg. Vor ihm sitzen Altenpfleger, Gefängnismitarbeiter, Referenten aus bayerischen Ministerien. Außerdem Frauen und Männer, die heute – nach mehr als einem Jahr Ausbildung – ihr Zertifikat als muslimische Seelsorger bekommen.

„Sie hat in der Zeit von Januar 2015 bis März 2016 an der Schulung zur muslimischen Seelsorgerin teilgenommen.“

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Woher das Froschfleisch kommt

Ein Team von Wissenschaftler untersucht die Herkunft von Froschfleisch in Berliner Supermärkten. Foto: imago
Ein Team von Forschern prüft die Herkunft von Froschschenkeln in Berliner Supermärkten. Der Verzehr der Tiere kann auch dramatische Folgen für das gesamte Ökosystem haben.

Von Pamela Dörhöfer | Frankfurter Rundschau

In französischen Feinschmeckerrestaurants gelten Froschschenkel als Delikatesse, in tropischen Ländern stehen sie regelmäßig auf dem Speiseplan. Anderen vergeht schon alleine bei der Vorstellung, wie die Tiere getötet werden, der Appetit. Tierschützer kritisieren seit Jahren die Methode, die Hinterextremitäten bei lebendigem Leibe abzureißen als Quälerei. Doch es gibt noch einen anderen Aspekt: Der jährliche Verzehr von 500 Millionen Fröschen – so eine Angabe des Berliner Museums für Naturkunde – kann auch dramatische Folgen für das gesamte Ökosystem haben. Denn Frösche sind eine wichtige Nahrungsquelle für viele Vögel und Säugetiere und fressen selbst auch viele Insekten, die für die Landwirtschaft schädlich sein oder Krankheiten übertragen können.

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Online-Dating: Auf der Suche nach dem Verschwörungstheoretiker fürs Leben

Jarrod und Aine Fidden haben „Awake Dating“ gemeinsam gegründet. (Foto: https://awake.dating/)
Ein Dating-Portal soll einsamen Verschwörungstheoretikern dabei helfen, ihre große Liebe zu finden. Das klingt lustig – ist aber auch gefährlich.

Von Hanna Sellheim | Süddeutsche.de

Lernt man jemanden online kennen, birgt das stets ein gewisses Risiko: Schließlich kann derjenige anders aussehen als auf seinen Fotos, Mundgeruch haben oder aber beim romantischen Abendessen wilde Theorien darüber ausbreiten, dass Angela Merkel ein von Außerirdischen gesteuerter Reptilienmensch ist.

Damit Verschwörungstheoretiker künftig unter sich bleiben und ihre Ansichten diskutieren können, ohne Gefahr zu laufen, dass ihr Date hastig das Restaurant verlässt, gibt es nun „Awake Dating„: eine Dating-Seite, die sich an all jene richtet, die glauben, die Mondlandung sei im Fernsehstudio gedreht, die Terroranschläge am 11. September von der US-Regierung geplant und Barack Obama in Wirklichkeit in Kenia geboren.

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„Monster, die sich Muslime nennen, pervertieren meine Religion“

Sawsan Chebli, Staatssekretärin, ist selbst Muslima.Foto: Thilo Rückeis
Der Anschlag in London bewegt Berlins Politik. Staatssekretärin Sawsan Chebli, selbst Muslima, hat einen Wutbrief gepostet, den wir hier dokumentieren.

DER TAGESSPIEGEL

Sawsan Chebli ist SPD-Staatssekretärin in der Berliner Senatskanzlei. In einem privaten Beitrag auf Facebook hat sie ihre Wut über den Anschlag von London beschrieben. Wir dokumentieren ihren Beitrag hier:

„Wieder hat der Terror im Herzen einer europäischen Metropole zugeschlagen und Unschuldige in den Tod gerissen. Als Muslima macht es mich wütend und traurig, schon wieder ohmnächtig mitanzusehen, wie sich Monster, die sich Muslime nennen, meine Religion pervertieren und im Namen des Islams morden. Ich habe den Islam immer als friedfertige, vergebende und barmherzige Religion gelebt.

Je religiöser meine Eltern wurden, desto mehr Freiheiten habe ich gewonnen und ich weiß, das klingt in Zeiten von Terror im Namen des Islam, von Unterdrückung und Rückständigkeit in der islamischen Welt wie ein Märchen. Wenn ich heute sage: „der Islam hat mich freier gemacht“, denken viele, ich rede hier etwas schön. Und ich nehme es ihnen nicht einmal übel. Für uns Muslime heißt das: Auch wenn wir es satt haben und es wahnsinnig ermüdend ist, uns ständig vom Terror zu distanzieren: Wir müssen es tun.

Werben für den friedlichen Islam

Denn Terroristen morden im Namen unserer Religion. Wir haben die Pflicht und Verantwortung, täglich und immer wieder aufs Neue für einen friedlichen und toleranten Islam zu werben. Dazu gehört es, dass wir auch in der Öffentlichkeit kritischer mit Fehlentwicklungen in unseren Communities umgehen. Die Debatten finden ja statt. Aber sie finden hinter verschlossen Türen statt. Lasst uns weniger defensiv sein. Je offener wir über die Missstände sprechen, desto glaubwürdiger sind wir, wenn wir für unsere Werte eintreten.

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Muss der Dino-Stammbaum umgeschrieben werden?

Die große Halle im Museum für Naturkunde in Berlin, Quelle: bb
Paläontologische Sensation: Der Stammbaum der Dinosaurier muss vielleicht komplett umgekrempelt werden. Denn neue Fossilanalysen sprechen dafür, dass die beiden bisherigen Hauptgruppen der Dinos – die Vogelbecken- und die Echsenbecken-Dinosaurier – falsch sind. Stattdessen könnten Tyrannosaurus und Co enger mit den Vogelbecken-Dinos verwandt sein als mit den bisher als ihre Schwestergruppe geltenden Sauropoden.

scinexx

Fast 130 Jahre lang schien klar: Die Dinosaurier teilen sich in zwei große Gruppen auf. Auf der einen Seite stehen die Vogelbecken-Dinosaurier – Ornithischia – mit bekannten Vertretern wie dem Triceratops oder Stegosaurus. Die zweite große Gruppe bilden die Saurischia mit ihrem eher echsenähnlichen Becken. Zu ihnen gehören gängiger Lehrmeinung nach sowohl langhalsige, pflanzenfressende Sauropoden wie Brachiosaurus und Brontosaurus als auch räuberische Theropoden wie der berühmte Tyrannosaurus rex.

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Panzer-Deal mit Erdogan bringt Bundesregierung in Bedrängnis

Türkische Panzer bei einer Militärparade Quelle: picture alliance / AA
Die Türkei will ihre Panzerflotte mit Technologien von Rheinmetall besser schützen. Der Auftrag wäre einer der größten Umsatzbringer des Düsseldorfer Konzerns. Jetzt muss Berlin entscheiden, ob der Deal zustande kommt.

Von Gerhard Hegmann | DIE WELT

Die Türkei manövriert Deutschland in eine Schlüsselentscheidung über den Schutz der Soldaten Erdogans. Weil die türkische Armee zehn Leopard-Panzer im Kampf gegen den Islamischen Staat (IS) verloren hat, möchte sie jetzt „eine Teilmenge“ ihrer Leopard-Flotte mit einem besonderen, von Rheinmetall entwickelten Aktiv-Schutz ausrüsten.

Dabei werden anfliegende Panzerfäuste oder andere Lenkwaffen durch einen Gegentreffer abgewehrt. Diesem Geschäft müsste aber der Bund zustimmen. „Der Schutz von Soldaten ist doch nicht verwerflich“, sagte Rheinmetall-Chef Armin Papperger bei der Bilanzvorlage.

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Presserat ändert Richtlinie zur Herkunftsnennung bei Tätern

Pressecodex – Richtlinie gegen Diskriminierung © MiG
Der Deutsche Presserat hat die umstrittene Richtlinie zur Nennung der Herkunft von Straftätern geändert. Herkunft und Religion von Straftätern sollen in Zukunft genannt werden, wenn ein begründetes öffentliches Interesse vorliegt.

MiGAZIN

Der Deutsche Presserat hat die umstrittene Richtlinie zur Nennung der Herkunft von Straftätern neu formuliert. Damit werde die eigenständige Verantwortung der Medien beim Diskriminierungsschutz bekräftigt, teilte das Selbstkontrollorgan nach einer Plenumssitzung in Berlin mit. Der alten Richtlinie 12.1 zufolge sollten Medien Herkunft und Religion von Straftätern nur dann nennen, wenn ein „begründbarer Sachbezug“ zu der Straftat bestand. In der Neufassung ist diese Ausnahme von der Regel dann legitim, „wenn ein begründetes öffentliches Interesse vorliegt“.

Wie der Sprecher des Deutschen Presserats, Manfred Protze, sagte, wurde die neue sogenannte Diskriminierungsrichtlinie mit breiter Mehrheit angenommen. Es habe nur wenige Gegenstimmen und Enthaltungen gegeben. Beschlüsse des Presserats müssen mit Zwei-Drittel-Mehrheit gefasst werden.

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Graue Mausmakis: Die kleinsten Primaten der Erde

Die Weibchen der Grauen Mausmakis leben in Gruppen, die Männchen sind hingegen Einzelgänger.Foto: imago/blickwinkel
Ihr Gehirn wiegt nur zwei Gramm, trotzdem sind Mausmakis ziemlich schlau. Mit den riesigen Knopfaugen erkennen sie Beute auch bei wenig Licht.

Von Marcel Kunzmann | DER TAGESSPIEGEL

Sie sind klein, flauschig – und ihre Körperteile sind für manch Überraschung gut. Im Halbdunkel des Nachttierhauses, versteckt zwischen dicken Ästen, leben die Mausmakis des Berliner Zoos. Während draußen die Sonne hoch am Himmel steht, turnt der Mausmaki munter durchs finstere Kellergehege, immer in dem Glauben, es sei gerade Nacht. Der umgedrehte Tag-Nacht-Zyklus ist vor allem im Interesse der Besucher, denn die kleinen Makis gehen erst nach Einbruch der Dunkelheit auf große Raubzüge: von Blütennektar über Insekten bis hin zu Fröschen steht allerlei auf dem Speiseplan der gefräßigen Äffchen.Mausmakis

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Nassere Winter und trockenere Sommer

Überflutung an der Mulde am 4. Juni 2013. Der Klimawandel könnte die Hochwassersaison in Deutschland zunehmend in den Winter verschieben. © UFZ / André Künzelmann
Dürren im Sommer und Überschwemmungen im Winter: Wetterextreme in Folge des Klimawandels machen sich schon jetzt in Deutschland zunehmend bemerkbar. Wie sich Niederschläge und Pegelstände der Flüsse bis zum Jahr 2100 entwickeln werden, haben Forscher nun untersucht. Demnach werden sich die Extreme weiter verstärken – mit Folgen für Landwirtschaft, Binnenschifffahrt und Energieversorgung.

scinexx

Der Klimawandel sorgt regelmäßig für Schlagzeilen. Die Temperaturrekorde von 2016 könnten mit dem laufenden Jahr schon wieder gebrochen werden. Die Auswirkungen der Erderwärmung werden in Deutschland besonders in den Skigebieten bemerkt, die zunehmend mit Schneemangel zu kämpfen haben. Auch der Regen wird immer unberechenbarer und kommt vermehrt als Starkregen in Form von plötzlichen Schauern herunter, anstatt als länger andauernder, leichter Landregen.

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Nach Identitären-Aktion: Türkei wirft Wien „Sicherheitslücke“ vor

foto: apa/hochmuth Die türkische Botschaft in Wien wurde Ziel einer rechtsextremen Aktion – und macht heimischen Behörden nun Vorwürfe.
Rechtsextreme entrollten Plakat auf Fassade der türkischen Botschaft, Militärpolizei bemerkte Vorgang zu spät

Von Fabian Schmid | derStandard.at

Eine Aktion der rechtsextremen Identitären Bewegung bei der türkischen Botschaft in Wien sorgt nun für weitere diplomatische Verstimmung zwischen Österreich und der Türkei. Den Extremisten war es am Mittwoch gelungen, auf das Dach der Botschaft zu gelangen und an der Fassade ein Plakat mit der Aufschrift „Erdoğan – Hol deine Türken ham“ zu entrollen. Während dieser Aktion stand die Botschaft unter dem Objektschutz der Militärpolizei, die der Wiener Polizei bei der Bewachung von gefährdeten Einrichtungen assistiert.

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Reichsbürger von Kärnten nach Slowenien abgeschoben

Gegen den 57-jährigen Deutschen besteht ein Aufenthaltsverbot in Österreich. Laut Polizei ist er Mitglied einer „staatsfeindlichen Organisation“.

Die Presse.com

Ein 57-jähriger deutscher Staatsverweigerer ist in der Nacht auf Donnerstag von der Kärntner Polizei nach Slowenien abgeschoben worden. Der Mann war bei einer Verkehrskontrolle in Villach überprüft worden – dabei wurde festgestellt, dass gegen ihn ein Aufenthaltsverbot und ein Festnahme-Auftrag des Bundesamtes für Fremdenwesen und Asyl besteht, teilte die Polizei mit.

Grund für das Aufenthaltsverbot ist die Mitgliedschaft des Mannes in einer „staatsfeindlichen Organisation“, heißt es von der Polizei. Wie es in solchen Fällen üblich ist, wurde der Mann ins nächstgelegene EU-Ausland abgeschoben, im aktuellen Fall über den Wurzenpass nach Slowenien. Der 57-Jährige leistete gegen die Abschiebung keinen Widerstand. Will er nach Deutschland, so darf er wegen des bestehenden, unbefristeten Aufenthaltsverbotes das österreichische Staatsgebiet auf seinem Weg nicht mehr betreten. Dem Vernehmen nach soll der Mann Amtsträger in Kärnten schriftlich bedroht haben.

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Bundestag beschließt Endlager-Gesetz

Bild: GNS Gorleben
Die Suche nach einem geeigneten Ort für radioaktiven Müll soll bis 2031 abgeschlossen sein. Bereits jetzt ist klar: Das Suchverfahren wird anstrengend und heikel.

evangelisch.de

Der Bundestag hat am Donnerstag mit den Stimmen von CDU/CSU, SPD und Grünen das Gesetz zur Suche nach einem Standort für radioaktiven Müll beschlossen. Die Linksfraktion lehnte die Vorlage ab. Die meisten Abgeordneten bekräftigten das Verfahren der „weißen Landkarte“. Dass der umstrittene Standort Gorleben nicht ausgenommen wurde, stieß jedoch auf scharfe Kritik.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hatte zum Auftakt der Debatte im Bundestag die Bedeutung des Gesetzes betont. „Es ist meine tiefe Überzeugung, dass nur mit festen Regeln und mit absoluter Transparenz eine ergebnisoffene und bundesweite Suche nach einem Endlagerstandort gelingen kann“, sagte Hendricks.

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Ärztekammer: So viele Behandlungsfehler machten Ärzte im vergangenen Jahr

Nach Angaben der Ärztekammer führten Behandlungsfehler im letzten Jahr in 96 Fällen zum Tod des Patienten © Ulrich Baumgarten/Picture Alliance
Ärzte haben für ihre Entscheidungen oft nur Sekunden – dabei geht es um das Wohl der Patienten, manchmal sogar um deren Leben. Aber nicht nur diese Drucksituationen führen zu Fehlern.

stern.de

Die Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen der Bundesärztekammer (BÄK) hatten im letzten Jahr einiges zu tun: 7639 Mal trafen sie sich, um nach Patientenbeschwerden über mögliche Behandlungsfehler zu entscheiden. Das waren gut 400 mehr als im Vorjahr. In 2245 Fällen habe tatsächlich ein Behandlungsfehler oder eine mangelnde Risikoaufklärung vorgelegen. Dies geht aus der jährlichen statistischen Erhebung der BÄK hervor.

In 1845 Fällen habe die Behandlung einen gesundheitlichen Schaden verursacht, der dann zu einem Anspruch des Patienten auf Entschädigung führte. In 96 Fällen starb der Patient an dem Fehler. In 400 Fällen konnte kein Zusammenhang zwischen Behandlungsfehler und einer nachfolgenden Gesundheitsschädigung festgestellt werden.

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WikiLeaks’ New Dump Shows How The CIA Allegedly Hacked Macs and iPhones Almost a Decade Ago

Image: MOTHERBOARD
The new documents show how the CIA was ahead of the curve in attacking Apple computers.

By Lorenzo Franceschi-Bicchierai | MOTHERBOARD

Earlier this month, when WikiLeaks dumped a cache of hundreds of secret documents allegedly detailing the CIA’s hacking operations, Julian Assange promised that was just „less than 1%“ of what the secret-spilling had in its hands. On Thursday, WikiLeaks released a new cache of twelve documents, mostly detailing how the CIA allegedly hacked Apple computers and cellphones around a decade ago.

„These documents explain the techniques used by CIA to gain ‚persistence‘ on Apple Mac devices, including Macs and iPhones and demonstrate their use of EFI/UEFI and firmware malware,“ WikiLeaks stated in a press release.

EFI and UEFI is the core firmware for Macs, the Mac equivalent to the Bios for PCs. By targeting the UEFI, hackers can compromise Macs and the infection persists even after the operating system is re-installed.

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