Brisante Studie: Amerikas Arbeiterklasse kollabiert


© AP Die Lebenserwartung weißer amerikanische Arbeiter geht zurück.
Die Lebenserwartung der Weißen in den Vereinigten Staaten, die höchstens einen Schulabschluss haben, ist dramatisch gesunken. Das Phänomen hat einen Namen: „Tod aus Hoffnungslosigkeit.“

Von Winand von Petersdorff | Frankfurter Allgemeine

Die Lebenserwartung der Weißen in den Vereinigten Staaten, die höchstens einen Schulabschluss haben, ist dramatisch gesunken. Das geht aus einer jetzt aktualisierten Studie des Forscherehepaars Anne Case und Angus Deaton hervor.

Die Weißen sterben demzufolge überproportional häufig an Ursachen, die Experten unter der Rubrik „Tod aus Hoffnungslosigkeit“ zusammenfassen. Zu dieser Kategorie gehören Selbstmord, Drogentod nach Überdosis oder an Krankheiten, die Alkoholmissbrauch folgen. Case und Deaton zufolge sinkt die Lebenserwartung der Gruppe seit dem Jahr 1999. Das ist eine dramatische Entwicklung angesichts der Tatsache, dass in nahezu allen Industrieländern über fast alle Bevölkerungsgruppen hinweg die Lebenserwartung stetig steigt.

„Leute bringen sich um, entweder langsam mit Alkohol und Drogen oder schnell mit einem Gewehr“, sagte die Princeton-Ökonomin Case in einem Radiointerview. Für die Altersgruppe zwischen 50 und 55 Jahren haben sich die Selbstmordraten seit dem Jahr 2000 verdoppelt.

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